Einbruchschutz, Smarte

Einbruchschutz: Smarte Lampen simulieren Anwesenheit per Smartphone-App

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 23:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Polizei und Fachleute raten zu App-gesteuerten Lampen, zertifizierten Tresoren und einer Dokumentation von Wertsachen.

Einbruchschutz: Polizei warnt vor Markierungen und empfiehlt smarte Beleuchtung
Ein von außen beleuchtetes Wohnzimmer in der Dämmerung, das durch gezielte Lichtsetzung bewohnt wirkt. Illustration mit AI erstellt.

Die Polizei warnt aktuell vor neuen Methoden von Einbrechern, während Sicherheitsexperten zur digitalen Vorsorge raten. Um Kriminelle abzuschrecken, empfehlen Fachleute unter anderem den gezielten Einsatz von Smartphone-gesteuerten Lichtfunktionen, die eine Anwesenheit der Bewohner im Haus simulieren.

Warnungen der Ermittler betreffen unter anderem unauffällige Markierungen wie feine Fäden an Haustüren, mit denen Täter prüfen, ob Gebäude über längere Zeit unbewohnt bleiben.

Anwesenheitssimulation per App statt gefährlicher Eigenbauten

Die Simulation von Bewohneraktivitäten über vernetzte Leuchtmittel gilt als wirksamer Hebel, um Einbrüche zu verhindern. Über mobile Anwendungen lassen sich smarte Lampen so programmieren, dass sie zu wechselnden Zeiten Räume beleuchten und den Eindruck eines belebten Zuhauses vermitteln.

Auf dem Markt sind entsprechende Systeme mit Anbindung an Plattformen wie Matter, Apple Home, Google Home oder SmartThings verfügbar. Beispielsweise kostete ein Viererpack der Modellreihe Basics Matter White & Color E27 von Tink zuletzt 34,99 Euro, was einem Preis von 8,75 Euro pro Leuchtmittel entspricht. Die Lampen liefern bis zu 1.055 Lumen Lichtstrom.

Gleichzeitig raten Experten dringend von unzulässigen Abwehrmaßnahmen auf dem eigenen Grundstück ab. Bauliche Vorrichtungen wie Stacheldraht oder eingemauerte Glasscherben zur Einbruchsabwehr bergen erhebliche rechtliche Risiken und können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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Hohe Bargeldbestände und polizeiliche Empfehlungen

Dass Wohnungen für Täter lohnende Ziele darstellen, belegen Erhebungen zum Aufbewahrungsverhalten: Laut Daten von Statista und YouGov lagert mehr als jeder Dritte in Deutschland größere Bargeldsummen in den eigenen vier Wänden.

Daten der Europäischen Zentralbank zeigen zudem, dass bei einer Abhebung am Geldautomaten in Deutschland im Schnitt rund 248 Euro abgehoben werden. Nach Berichten über die Vorgehensweise von Tätern durchsuchen Einbrecher bei Beutezügen in Wohnungen meist zuerst den Garderobenbereich, gefolgt von Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche.

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Die Polizei Rheinland-Pfalz rät Bürgern deshalb zur Nutzung zertifizierter Tresore sowie zu einer genauen Dokumentation sämtlicher Wertsachen. Umfassende Präventionsangebote stehen Bürgern auch regional zur Verfügung.

So bietet etwa das Polizeipräsidium Ulm unter den Rufnummern 07161 / 9381-0 sowie 07161 / 9381-120 kostenlose Sicherheitsberatungen an; das zuständige Polizeirevier Uhingen betreut in seinem Bezirk 16 Gemeinden mit mehr als 70.000 Menschen im Landkreis Göppingen. Bundesweit macht zudem der jährliche Tag des Einbruchschutzes am 25. Oktober auf wirksame Sicherungsmaßnahmen aufmerksam.

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