Deutschland, Gesundheit

Stiko rät zu Gürtelrose-Impfung für Risikogruppen unter 50

07.11.2025 - 04:30:09

Eine Gürtelrose-Infektion kann einen schmerzhaften Ausschlag verursachen. Komplikationen sind können vor allem bei bestimmten Risikogruppen auftreten.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Gürtelrose-Impfung ab sofort auch für Risikogruppen, die jünger als 50 Jahre alt sind. Das betrifft Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder Grunderkrankungen, zum Beispiel Diabetiker, Menschen mit einer HIV-Infektion, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung oder einer Blutstammzelltransplantation. Die Empfehlung gilt für Menschen ab 18 Jahren, heißt es in einer Mitteilung, die im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts veröffentlicht wurde. 

Gürtelrose (Herpes zoster) wird wie Windpocken durch Varizella-Zoster-Viren verursacht. Bei Kindern verläuft die Erkrankung laut RKI im Allgemeinen gutartig. Bei Erwachsenen kann eine Infektion einen schmerzhaften Ausschlag verursachen. Wenn eine Person ein schwaches Immunsystem hat, kann sich die Gürtelrose auf mehrere Körperregionen und über das Blut ausbreiten. «Solche Verläufe können lebensbedrohlich sein», so das RKI.

Impfung wird auch für alle Menschen ab 60 empfohlen

Prinzipiell kann jeder, der einmal Windpocken hatte, an Gürtelrose erkranken. Nach einer Windpocken-Infektion nisten sich Viren im Körper ein, die wieder aktiv werden können, wenn das Immunsystem schwächer wird, zum Beispiel im Alter. 

Allen Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die Stiko bereits seit Ende 2018 die Impfung gegen Gürtelrose. Für Risikogruppen galt die Empfehlung bislang erst ab 50. Der Impfstoff wird zweimal im Abstand von maximal sechs Monaten geimpft. Die Stiko hat die Impfempfehlungen eigenen Angaben zufolge nun angepasst, um die Häufigkeit von Gürtelrose zu verringern sowie Komplikationen und Folgeerkrankungen zu verhindern.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

Minus 273 Grad für Europas Sprung in Quantencomputer-Zukunft. Was das System mit mehr als 50 Qubits leisten kann und welche Pläne es für die Zukunft gibt. Ein neuer Quantencomputer in Garching soll Europas Spitzenposition in der Technologie sichern. (Wissenschaft, 12.02.2026 - 17:45) weiterlesen...

Was man zum neuen Quantencomputer in Garching wissen muss. Und warum Bankdaten trotzdem noch sicher sind. Wie ein Kühlschrank mit minus 273 Grad für Hoffnung auf staufreie Städte und schnellere Medikamentenforschung sorgt. (Wissenschaft, 12.02.2026 - 05:00) weiterlesen...

Klimaforscher warnen vor nahen Kipppunkten Kipppunkte im Klimasystem: Droht der Erde eine unumkehrbare Hitzephase? Forscher warnen vor Kettenreaktionen – und zeigen, wie wir den Kurs noch ändern können. (Wissenschaft, 11.02.2026 - 17:00) weiterlesen...

Jugendliche viel seltener wegen Alkoholvergiftung in Klinik Immer weniger Menschen müssen wegen Alkohol stationär in einer Klinik behandelt werden – vor allem bei Jugendlichen ist der Rückgang deutlich. (Unterhaltung, 11.02.2026 - 09:48) weiterlesen...

Masernfälle in Europa sinken – aber WHO bleibt besorgt. Auch Deutschland verfehlt die Impfziele. Was das für Gefahren birgt. Masernfälle gehen in Europa zurück, doch die Gefahr bleibt. (Wissenschaft, 11.02.2026 - 08:00) weiterlesen...

Studie: Klimawandel könnte Weideflächen bis 2100 halbieren. Doch mit dem Klimawandel könnte sich das bis zum Jahr 2100 drastisch ändern. Besonders betroffen wäre Afrika. Rund ein Drittel der Landoberfläche ist Weideland - etwa für Rinder, Schafe oder Ziegen. (Wissenschaft, 10.02.2026 - 04:30) weiterlesen...