Deutsche nutzen Gesundheitsleistungen öfter als EU-Schnitt
22.12.2024 - 08:00:38 | dpa.deDeutsche nehmen Gesundheitsleistungen im Vergleich zu Menschen aus anderen EU-Staaten ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig in Anspruch. Das geht aus einer fĂŒr alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtenden einheitlichen Bevölkerungsbefragung (European Health Interview Survey) hervor, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Die Inanspruchnahme aller betrachteten gesundheitlichen Leistungen liege in Deutschland ĂŒber dem Durchschnitt der EU-Staaten.
Unterschiede zwischen Geschlechtern und Altersgruppen
Demografische und soziale Unterschiede stellten sich dabei demnach Àhnlich dar: Insbesondere Frauen und Menschen in höheren Altersgruppen nutzten die Leistungen den Angaben nach hÀufiger. Ausnahmen seien stationÀre Leistungen und Darmspiegelungen, bei denen es keine Geschlechterunterschiede gebe. Bei den Altersgruppen ist laut RKI die einzige Ausnahme, dass psychiatrische und psychotherapeutische Leistungen sowie nicht verschreibungspflichtige Medikamente hÀufiger von jungen Erwachsenen genutzt werden.
Zudem werden fachÀrztliche sowie zahnmedizinische Leistungen dem RKI zufolge in der hohen Bildungsgruppe hÀufiger genutzt, psychiatrische und psychotherapeutische sowie stationÀre Leistungen und Àrztlich verordnete Arzneimittel hÀufiger in der niedrigen Bildungsgruppe.
Bestimmte Erkrankungen treten in Deutschland hÀufiger auf
Die Bevölkerungsbefragung ergab auch, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen sowie Diabetes in Deutschland ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig auftreten, teilte das RKI mit. Dennoch schĂ€tzten diese erkrankten Deutschen ihre Gesundheit demnach durchschnittlich besser ein, als Menschen im Schnitt der EU-Staaten.
Bei der EU-weiten Bevölkerungsbefragung wurden Daten zu Gesundheitszustand, Gesundheitsversorgung, Einflussfaktoren der Gesundheit und zur sozioökonomischen Lage der Bevölkerungen in den EU-Mitgliedstaaten erhoben. Mithilfe dieser Daten könnten laut RKI nun nationale Strategien entwickelt werden, um gesundheitspolitische Herausforderungen anzugehen.
«Europaweit verfĂŒgbare Gesundheitsinformationen können die Suche nach guten Beispielen fĂŒr MaĂnahmen und Interventionen in den europĂ€ischen LĂ€ndern unterstĂŒtzen», erlĂ€uterte das RKI. So wiesen etwa die beobachteten bildungsbezogenen Ungleichheiten europaweit auf betrĂ€chtliche Potenziale zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit hin.
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