Stunde, Wintervögel

«Stunde der Wintervögel»: Deutlich weniger Amseln gesichtet

27.01.2025 - 09:34:59

Einmal im Jahr nehmen sich Tausende Menschen in Deutschland eine Stunde Zeit, um Wintervögel zu beobachten. Einige Vogelarten ließen sich in diesem Jahr jedoch deutlich weniger blicken.

  • Der Haussperling ist der derzeit meist gesichtete Wintervogel in Deutschland, obwohl er dieses Jahr deutlich weniger gezĂ€hlt wurde als 2024. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Julian Stratenschulte/dpa

  • Die Amsel war bei der «Stunde der Wintervögel» in diesem Jahr deutlich weniger zu sehen als noch im Vorjahr. (Archivbild)  - Foto: Oliver Berg/dpa

    Oliver Berg/dpa

  • Kohlmeisen wurden bei der «Stunde der Wintervögel» weniger gezĂ€hlt als im Vorjahr. (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpa

    Patrick Pleul/dpa

Der Haussperling ist der derzeit meist gesichtete Wintervogel in Deutschland, obwohl er dieses Jahr deutlich weniger gezÀhlt wurde als 2024. (Archivbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpaDie Amsel war bei der «Stunde der Wintervögel» in diesem Jahr deutlich weniger zu sehen als noch im Vorjahr. (Archivbild)  - Foto: Oliver Berg/dpaKohlmeisen wurden bei der «Stunde der Wintervögel» weniger gezÀhlt als im Vorjahr. (Archivbild) - Foto: Patrick Pleul/dpa

Amseln sind in GÀrten und Parks in Deutschland derzeit deutlich weniger zu sehen als noch im Vorjahr. Das geht aus der Mitmach-Aktion «Stunde der Wintervögel» hervor, wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) in Berlin mitteilte. Demnach sank die Zahl der Sichtungen im Vergleich zu 2024 um 18 Prozent.

«Im vergangenen Sommer wurden uns viele kranke und tote Amseln gemeldet, die im Verdacht standen, mit dem Usutu-Virus infiziert gewesen zu sein. Das könnte dazu gefĂŒhrt haben, dass zur VogelzĂ€hlung weniger Amseln zu sehen waren», sagte NABU-Vogelschutz-Experte Martin RĂŒmmler.

Auch Spatzen und Meisen machten sich rarer

Haussperling und Feldsperling ließen sich in diesem Jahr ebenfalls deutlich weniger blicken als im vergangenen Jahr. Auch Kohl- und Blaumeisen, die neben den Spatzenarten zu den hĂ€ufigsten GĂ€sten an Futterstellen gehören, machten sich etwas rarer.

«Feldsperlinge gehören schon lĂ€nger zu den Sorgenkindern, deren BestĂ€nde in den letzten Jahren regional deutlich abgenommen haben», sagte RĂŒmmler. Die geringen Meldezahlen bei Kohl- und Blaumeisen seien vermutlich auf die bisher milden Temperaturen zurĂŒckzufĂŒhren. «Bei ausreichend Nahrung und wenig KĂ€lte bleiben diese Arten öfter auch den GĂ€rten und Futterstellen fern.»

Kernbeißer und Bergfinken hĂ€ufiger zu sehen 

Kernbeißer wurden hingegen doppelt so hĂ€ufig wie im Vorjahr gemeldet, Bergfinken tauchten sogar dreimal so oft auf wie noch 2024. Insgesamt wurden in diesem Jahr etwas weniger Vögel als im Vorjahr gezĂ€hlt. Die Top fĂŒnf der meist gesichteten Wintervögel sind wie im vergangenen Jahr Haussperling, Kohlmeise, Blaumeise, Amsel und Feldsperling. 

Über 122.000 Menschen haben sich dieses Mal laut NABU an der Mitmach-Aktion beteiligt. FĂŒr die Aktion sollten Freiwillige am zweiten Januar-Wochenende eine Stunde lang die Vögel in GĂ€rten, Parks oder am Balkon beobachten und zĂ€hlen. Die Fachleute erhoffen sich dadurch Erkenntnisse ĂŒber langfristige VerĂ€nderungen in der Vogelwelt.

@ dpa.de