ELSTER-Betrug: LKA NRW zÀhlt mehr als 570 FÀlle und Versuche
Veröffentlicht am: 01.11.2026 um 00:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Landesamt fĂŒr Steuern und Finanzen Sachsen warnt vor betrĂŒgerischen E-Mails mit Bezug zum Steuerportal ELSTER, die im Freistaat derzeit gehĂ€uft auftreten. Nach Angaben der Behörde versuchen Kriminelle, EmpfĂ€nger ĂŒber manipulierte Links dazu zu bewegen, vertrauliche Angaben zu machen.
In den Nachrichten werden die Betroffenen dazu aufgefordert, Fragen zu beantworten, persönliche Daten zu bestĂ€tigen oder angebliche VerwaltungsvorgĂ€nge abzuschlieĂen.
GefÀlschte Absender tÀuschen behördliche Herkunft vor
Die Angreifer nutzen fĂŒr ihre TĂ€uschungsversuche verschiedene Bezeichnungen, die den Eindruck einer legitimen behördlichen Mitteilung erwecken sollen. Als Absender treten unter anderem Bezeichnungen wie ELSTER, ELSTER-Portal oder ELSTER Online Team auf. Das Landesamt fĂŒr Steuern und Finanzen stellte klar, dass diese Nachrichten nicht von der Steuerverwaltung stammen.
Zudem wies die Finanzbehörde darauf hin, dass die Steuerverwaltung niemals per E-Mail sensible Informationen abfragt. Dazu zĂ€hlen Steuernummern, Kontoverbindungen, Kreditkartennummern, PINs sowie Antworten auf Sicherheitsabfragen. EmpfĂ€ngern wird geraten, verdĂ€chtige Nachrichten sorgfĂ€ltig zu prĂŒfen und keinesfalls auf darin enthaltene Verlinkungen zu klicken.
Parallele VorfÀlle und Hunderte FÀlle in Nordrhein-Westfalen
Dass BetrĂŒger die Steuerthematik fĂŒr Phishing-Angriffe nutzen, zeigt sich auch in anderen Regionen. Wie die Polizei mitteilte, erkannte eine Frau aus dem nordrhein-westfĂ€lischen Ennepetal einen entsprechenden Betrugsversuch ĂŒber eine harmlos wirkende E-Mail mit Bezug zur Steuersoftware ELSTER rechtzeitig. Ziel der Kriminellen war das Abfischen von Kontodaten; den aufnehmenden Beamten war diese konkrete Masche zuvor noch nicht bekannt.
Wer sich vor solchen Manipulationen schĂŒtzen möchte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber eine Schritt-fĂŒr-Schritt-Anleitung zur Abwehr von Hacker-Angriffen. Anti-Phishing-Paket jetzt gratis herunterladen
Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) warnt ebenfalls vor TĂ€tern, die sich fĂ€lschlicherweise als Steuerbehörde ausgeben und dabei den Namen des Bundeszentralamts fĂŒr Steuern nutzen. Nach Angaben des LKA NRW erfassten die Ermittler von 2025 bis Ende September 2026 mehr als 570 vollendete und versuchte Taten, wobei Anzeigen in nahezu allen Kreispolizeibehörden des Landes vorlagen.
Bekannte Maschen und Handlungsempfehlungen der Ermittler
Die Vorgehensweisen der Kriminellen sind vielgestaltig. Zu den bekannten Varianten gehören angebliche Zahlungsaufforderungen ĂŒber meist dreistellige Euro-BetrĂ€ge, Hinweise auf eine fehlende SteuererklĂ€rung oder unvollstĂ€ndige Angaben sowie angebliche PfĂ€ndungsbeschlĂŒsse.
Zudem werden Lockangebote ĂŒber angebliche Steuererstattungen genutzt, um Steuer-IDs und Bankdaten abzugreifen. Als Betreffzeile diente unter anderem die Formulierung VerspĂ€tungszuschlag fĂŒr eine fehlende SteuererklĂ€rung.
Um Steuerangelegenheiten sicher und ohne Risiko vor Betrugsversuchen zu erledigen, hilft ein tieferes VerstĂ€ndnis der offiziellen Portalfunktionen. Dieses kostenlose E-Book erklĂ€rt alle Funktionen von MeinElster verstĂ€ndlich und unterstĂŒtzt Sie dabei, Ihren Schriftverkehr mit dem Finanzamt rechtssicher zu managen. Kostenloses MeinElster E-Book sichern
Das LKA NRW rĂ€t Betroffenen, behördliche Forderungen stets eingehend zu prĂŒfen, keine AnhĂ€nge oder Links in verdĂ€chtigen Nachrichten zu öffnen und sensible Daten konsequent zu schĂŒtzen. Kontaktdaten von Behörden sollten BĂŒrger selbst recherchieren, statt Angaben aus zweifelhaften E-Mails zu ĂŒbernehmen.
Zudem wird empfohlen, bei Betrugsversuchen Strafanzeige zu erstatten. Wer bereits Geld an die BetrĂŒger ĂŒberwiesen hat, sollte sich umgehend mit dem eigenen Kreditinstitut in Verbindung setzen.
