Entzündungen: Darmzellen speichern Gedächtnis über 100 Tage
23.06.2026 - 09:14:05 | boerse-global.de
Das Gewürz entfaltet seine Wirkung aber nur richtig in Kombination. Experten empfehlen die gleichzeitige Einnahme von Pfeffer und Ingwer. Erst dann optimiert sich die Aufnahme der aktiven Inhaltsstoffe.
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Diese Lebensmittel wirken gegen Entzündungen
Zur entzündungshemmenden Ernährung zählen mehrere Lebensmittelgruppen. Dazu gehören grünes Gemüse wie Spinat und Brokkoli, Beeren sowie bestimmte Nüsse und Samen.
Omega-3-Fettsäuren spielen eine zentrale Rolle. Sie stecken in Leinöl oder fettem Fisch wie Lachs. Fachleute empfehlen zudem eine ballaststoffreiche Kost mit mindestens 30 Gramm täglich – so, wie es auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nahelegt.
Das Problem: Zucker, Weißmehl, Transfette und stark verarbeitete Produkte wirken genau gegensätzlich. Sie erhöhen das Entzündungsniveau im Körper.
Hilfe bei chronischen Erkrankungen
Die gezielte Lebensmittelauswahl hilft besonders bei chronisch entzündlichen Krankheiten. Bei Endometriose empfehlen Ärzte frische Kost und darmgesunde Produkte wie Sauermilchprodukte. Schweinefleisch und Zucker sollten Betroffene reduzieren.
Entscheidend ist die individuelle Verträglichkeit, betonen Experten.
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Auch für Senioren spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Das Gehirnvolumen nimmt im Alter um durchschnittlich 0,5 Prozent pro Jahr ab. Mediterrane Kost mit vielen Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren kann die kognitive Leistungsfähigkeit schützen. Hinzu kommen Bewegung und geistige Aktivität.
Warum Entzündungen so lange bestehen bleiben
Die Wissenschaft hat einen neuen Mechanismus entdeckt. Eine im Juni 2026 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt: Darmstammzellen besitzen ein sogenanntes Entzündungsgedächtnis. Noch über 100 Tage nach einem akuten Schub bleiben Entzündungsmerkmale in den Zellen nachweisbar.
Parallel dazu gibt es medikamentöse Fortschritte. Eine Phase-3-Studie mit dem Antikörper Tulisokibart erzielte Erfolge bei Colitis ulcerosa. Nach zwölf Wochen zeigte sich bei den Patienten eine Remission.
Die Forschung unterstreicht die Komplexität entzündlicher Prozesse. Neben Medikamenten setzen Ärzte zunehmend auf gezielte Ernährung. Natürliche Enzyme wie das in der Ananas enthaltene Bromelain gelten dabei als unterstützende Faktoren – wegen ihrer verdauungsfördernden und entzündungshemmenden Eigenschaften.
