ePA-Update: 80 Prozent erhalten Push-Benachrichtigungen ab Juli
Veröffentlicht am: 01.07.2026 um 21:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die IT-Dienstleister BITMARCK und RISE haben die ePA-Version 3.1.3 ausgerollt.
Versicherte können jetzt Push-Benachrichtigungen aktivieren. Sie erfahren sofort, wenn neue Dokumente eingestellt wurden oder ein Arzt auf die Akte zugegriffen hat.
Der digitale Medikationsplan (eMP) steht ab Anfang Juli in den App-Stores bereit. Mitte Juli startet die schrittweise Pilotierung in Modellregionen. Der eMP soll langfristig den Papier-Medikationsplan ersetzen.
FĂŒr Ende 2026 ist eine Volltextsuche angekĂŒndigt. Sie macht das Auffinden spezifischer Informationen in den hinterlegten Dokumenten einfacher.
GeDIG-Gesetz: BetriebsÀrzte erhalten Zugriff
Parallel zum technischen Update hat das Bundesgesundheitsministerium den Referentenentwurf fĂŒr das Gesetz fĂŒr Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen (GeDIG) vorgelegt. Der Entwurf sieht weitreichende Ănderungen vor.
Geplant sind eine digitale ImpfĂŒbersicht und verbindliche InteroperabilitĂ€tsstandards. Das Fax fĂŒr medizinische Daten soll verboten werden.
Besonders umstritten: BetriebsĂ€rzte sollen kĂŒnftig per Opt-out-Verfahren auf die gesamte ePA zugreifen können. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) verweist auf das PrĂ€ventionspotenzial. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) Ă€uĂert datenschutzrechtliche Bedenken.
Der sensible Umgang mit Gesundheitsdaten zeigt, wie komplex die Anforderungen an den Datenschutz heute sind â besonders fĂŒr Unternehmen. Dieser kostenlose Leitfaden hilft Ihnen, die DSGVO-Pflichten in 5 einfachen Schritten rechtssicher umzusetzen. In 5 Schritten DSGVO-konform: So haken Sie alle Pflichten schnell und einfach ab
Versicherte können Zugriffe weiterhin individuell ĂŒber die App steuern oder bestimmte Dokumente verbergen. Das Kabinett soll den Entwurf Mitte Juli verabschieden.
Höhere Systemanforderungen â einfacherer Zugang
Die neuen Funktionen haben ihren Preis: Die ePA-Apps benötigen ab Juli mindestens Android 14 oder iOS 18. VerbraucherschĂŒtzer kritisieren die Ausgrenzung von Nutzern Ă€lterer Hardware.
Als Alternative steht seit dem 1. Juli die assistierte Telemedizin in Apotheken bereit.
Ob Patientenakte oder betriebliche Unterlagen â die korrekte Dokumentation ist fĂŒr die Einhaltung von Datenschutzvorgaben heute unerlĂ€sslich. Mit einer kostenlosen Excel-Vorlage erstellen Sie Ihr notwendiges Verarbeitungsverzeichnis zeitsparend und rechtssicher. DSGVO-Pflicht in wenigen Stunden erledigt: So erstellen Sie Ihr Verarbeitungsverzeichnis zeitsparend und rechtssicher
Gleichzeitig sinken die Zugangsbarrieren. Die AOK bietet ein vereinfachtes Identifikationsverfahren an: Personalausweis oder Reisepass mit Online-Funktion plus Ident-App reichen aus. Keine PIN, kein PostIdent mehr nötig.
Die Nutzungszahlen sind beeindruckend: Wöchentlich gibt es ĂŒber 22 Millionen Abrufe von Medikationslisten. Insgesamt liegen mehr als 120 Millionen Dokumente in den elektronischen Patientenakten.
Die VergĂŒtung fĂŒr die ErstbefĂŒllung bleibt vorerst bestehen. Die Abrechnungsziffer EBM 01648 gilt bis auf Weiteres â bis eine politische Entscheidung ĂŒber die kĂŒnftige Honorierung fĂ€llt.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Ănderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.
