Frankreich, Hessen

Erdbeobachtungssatellit Sentinel-1D ins All gestartet

04.11.2025 - 22:10:14 | dpa.de

Er soll Daten ĂŒber die Erde sammeln, zu OberflĂ€chenverĂ€nderungen aber auch fĂŒr den Katastrophenschutz. Jetzt ist ein weiterer Satellit des Copernicus-Programms unterwegs.

Der neue Erdbeobachtungssatellit soll vom Kontrollzentrum aus gesteuert werden. (Archivbild) - Foto: Oliver Pietschmann/dpa

Der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-1D ist vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet. Nach einer Übertragung des Starts im Kontrollzentrum der europĂ€ischen Weltraumbehörde Esa in Darmstadt hob er um kurz nach 22.00 an Bord einer Ariane-6-TrĂ€gerrakete ab. Der Satellit soll vom Kontrollzentrum aus gesteuert werden und spĂ€ter einen Ă€lteren Sentinel des Copernicus-Programms ersetzen.

Mit dem Copernicus-Programm können nach den Worten von Esa-Generaldirektor Josef Aschbacher unter anderem Eis, landwirtschaftliche Entwicklungen und das Klima, StĂŒrme oder Überflutungen vermessen werden. Radar an Bord könne Wolken durchdringen. Die rund 200 bis 300 Millionen Euro teure Sonde könne aus ihrer Flughöhe in 700 Kilometern VerĂ€nderungen auf der Erde im Millimeterbereich erkennen.

Copernicus ist ein Gemeinschaftsvorhaben der EuropĂ€ischen Kommission und der Esa. Die Esa ist nach eigenen Angaben weltweit fĂŒhrend bei der Erdbeobachtung. Die Daten dienen der Dokumentation von VerĂ€nderungen auf Land- oder WasserflĂ€chen, aber auch beim Katastrophenschutz. 

Mit Sentinel-1D sind nun nach Angaben der Leiterin der Abteilung Missionsmanagement der Esa, Katrin Molch, zwölf Satelliten in dem Programm im All. Die nominelle Laufzeit liege bei sieben Jahren. «Wir hoffen auf zehn.»

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