Ernährungsmonitoring, Krefeld

Ernährungsmonitoring in Krefeld: 3.000 Menschen geben Auskunft zu Nährstoffen

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 17:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Max Rubner-Institut untersucht bundesweit Essgewohnheiten und Nährstoffversorgung; der Bericht nemo 2025 zeigt pflanzenbasierte Ernährung bei Jüngeren.
Leeres, modernes Labor mit Reagenzgläsern auf einem Metallständer vor einem hellen Fenster. Illustration mit AI erstellt.

Das Nationale Ernährungsmonitoring nemo untersucht die Nährstoffversorgung und die Essgewohnheiten der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland über strukturierte Erhebungen direkt vor Ort.

Im Rahmen des Programms werden unter anderem in Krefeld vom 26.10. bis 15.11.2026 Daten zum Ernährungsverhalten erfasst. Die Kommune gehört zu den insgesamt 120 ausgewählten Städten, die bundesweit in die Untersuchung einbezogen sind, um ein belastbares Bild über den tatsächlichen Versorgungszustand der Bevölkerung zu gewinnen.

Repräsentative Stichproben und Methodik im häuslichen Umfeld

Bundesweit umfasst die Untersuchung mehr als 3.000 Personen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren. Die Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgt nach dem Zufallsprinzip über die Adressregister der jeweiligen Einwohnermeldeämter. Nach Angaben von Prof. Dr. Tanja Schwerdtle, Präsidentin des Max Rubner-Instituts, stehe diese Stichprobe stellvertretend für alle 18- bis 80-Jährigen im Bundesgebiet.

Auftraggeber des Monitorings ist das Max Rubner-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, das im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat agiert. Die praktische Umsetzung der Befragungen und medizinischen Untersuchungen liegt bei der Infratrend Forschung GmbH, die im Auftrag von Oracle Life Sciences Research Services tätig ist.

Der methodische Ansatz setzt auf eine Erfassung im direkten Wohnumfeld: Sowohl die Befragungen als auch die weiterführenden Untersuchungen finden überwiegend zu Hause bei den Teilnehmenden statt. Neben Fragen zu den Ernährungsgewohnheiten werden dabei auch biologische Proben genommen.

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Über die Analyse von Blut und Urin lässt sich die Versorgung mit essenziellen Mikronährstoffen wie Vitamin D und Jod im Labor exakt bestimmen, was fundierte Rückschlüsse auf ernährungsbedingte Mangelerscheinungen oder Überversorgungen erlaubt.

Erkenntnisse zu pflanzenbasierter Ernährung

Die regelmäßigen Erhebungen des Max Rubner-Instituts dienen zugleich dazu, Verschiebungen in den Ernährungsmustern über längere Zeiträume hinweg wissenschaftlich zu begleiten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Wandel hin zu pflanzlichen Ernährungsformen, der insbesondere in jüngeren Altersgruppen an Bedeutung gewinnt.

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Ergebnisse aus dem Bericht nemo 2025 des Max Rubner-Instituts veranschaulichen diese Trends: Demnach ernähren sich unter den 18- bis 29-Jährigen 2,7 Prozent der Befragten vegan. Einen rein vegetarischen Lebensstil pflegen in dieser Altersgruppe knapp 8 Prozent.

Durch die fortlaufende Erfassung in den ausgewählten Kommunen liefert das Monitoring standardisierte Vergleichsdaten, die künftige ernährungspolitische Maßnahmen und lebensmittelbezogene Empfehlungen auf eine empirische Grundlage stellen.

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