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Excel Copilot: Microsoft aktiviert KI-Gedächtnis für Formatierung

Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 09:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsofts KI-Assistent speichert individuelle Formatierungsmuster und wendet sie automatisch an. Unternehmen können zudem Modelle per Frontier Tuning anpassen.

Excel Copilot: Microsoft aktiviert KI-Gedächtnis für Formatierung Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
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Microsoft hat am 3. Juni 2026 eine neue Personalisierungsfunktion für Excel Copilot vorgestellt. Der KI-Assistent merkt sich künftig, wie ein Nutzer Tabellen formatiert und strukturiert – und wendet diese Vorlieben automatisch an.

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Schluss mit ständigen Wiederholungen

Bislang mussten Anwender dem Copilot bei jeder neuen Aufgabe erneut erklären, wie sie Daten formatiert haben wollen. Das ändert sich jetzt grundlegend. Der Assistent speichert individuelle Muster und Praktiken und setzt sie bei künftigen Anfragen automatisch um. „Der Copilot folgt nun den etablierten Nutzergewohnheiten bei jeder Eingabe", erklärte Microsofts Brian Jones.

Das Ziel ist klar: Kein manuelles Wiederholen von Stilentscheidungen mehr. Wer etwa bestimmte Schriftarten, Farben oder Zahlenformate bevorzugt, muss diese Vorgaben nicht jedes Mal neu eingeben.

Die ersten Rückmeldungen von Excel-Experten zeigen bereits, wo der Schuh drückt. Gewünscht werden unter anderem die Automatisierung der „Zentrieren über Auswahl"-Formatierung, unternehmensspezifische Zahlenformate und einheitliche Layouts für Pivot-Tabellen.

Frontier Tuning für Unternehmen

Die Personalisierung ist Teil einer größeren Strategie, die Microsoft auf der Build-Konferenz am 2. Juni 2026 vorgestellt hat. Mit „Frontier Tuning" können Unternehmen KI-Modelle mit eigenen Daten trainieren – und sie so an spezifische Arbeitsabläufe und Compliance-Vorgaben anpassen.

Erste Partner nutzen die Technologie bereits:
- Pearson verfeinert damit seine Kommunikations-Coaching-Tools
- EY setzt die Modelle für 75.000 Steuerberater ein
- Microsoft HR steigerte die Aufgabenerledigungsrate von 13 auf 87 Prozent

Parallel dazu brachte Microsoft AI sieben neue Modelle auf den Markt, darunter eine spezielle Version für Excel. Sie soll die Leistung führender Branchenmodelle erreichen – bei deutlich höherer Effizienz.

KI-Gedächtnis und proaktive Assistenten

Der Trend zur Personalisierung geht über Tabellenkalkulationen hinaus. Am 2. Juni erweiterte Microsoft den GitHub Copilot Memory auf Geschäfts- und Enterprise-Nutzer. Das Feature speichert entwicklerspezifische Vorlieben wie Codierstile und Tool-Auswahl – die Daten bleiben dabei unternehmenskontrolliert.

Ebenfalls neu: „Scout", ein stets aktiver persönlicher Assistent auf Basis des OpenClaw-Frameworks. Scout überwacht Fristen, erkennt Risiken und managt Termine in Teams, Outlook und OneDrive.

Die technische Grundlage bilden die Work-IQ-APIs, die ab dem 16. Juni 2026 allgemein verfügbar sein werden. Sie erlauben KI-Assistenten den Zugriff auf Microsoft-365-Daten – inklusive E-Mails und Kalendern – zu einem verbrauchsbasierten Preismodell.

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Partnerschaften mit SAP und Snowflake

Microsoft treibt auch die Integration mit Drittanbietern voran. Auf der SAP-Sapphire-Konferenz am 1. Juni 2026 kündigten Microsoft und SAP eine direkte Verbindung zwischen Microsoft 365 Copilot und SAP Joule an. Ziel ist die tiefere Verzahnung von SAP-Geschäftsdaten mit Microsoft Fabric.

Snowflake zog am 2. Juni nach und präsentierte auf dem Snowflake Summit 26 eigene autonome Unternehmensagenten. Dazu gehören „CoCo", ein Codier-Assistent, der nun auch Excel unterstützt, und „CoWork", ein persönlicher Agent für Recherche und organisatorische Aufgaben.

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