Excel-Dashboards: Microsoft Copilot erstellt Berichte aus Texteingaben
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 19:04 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Tabellenkalkulation Excel erweitert ihre Möglichkeiten zur automatisierten Visualisierung. Wie eine Demonstration von Kevin Stratvert veranschaulicht, kann der Microsoft Copilot in der Anwendung aus einfachen Texteingaben vollständige Dashboards generieren.
Nutzer formulieren dabei eine Anweisung in natürlicher Sprache, etwa zur Erstellung einer Übersicht für Verkaufstrends und regionale Umsätze, woraufhin der Assistent Kennzahlen wie den Gesamtumsatz, die Bestellanzahl und den durchschnittlichen Bestellwert sowie Diagramme zu regionalen Verkäufen und Produktumsätzen selbstständig zusammenstellt.
Voraussetzungen und Anpassungsmöglichkeiten für Auswertungen
Damit der KI-Assistent Dashboards verlässlich generieren kann, ist eine Excel-Version mit Copilot-Unterstützung sowie ein strukturierter und fehlerfreier Datensatz erforderlich. Als Basis dienen Tabellenfelder wie Produkttyp, Bestellmenge, Preis, Bestelldatum und Region.
Erstellte Dashboards bleiben nach der Generierung flexibel. Filter für Regionen, Produkttypen und Zeiträume aktualisieren die berechneten Kennzahlen dynamisch, und auch bei neuen Datenbeständen werden die Anzeigen automatisch angepasst.
Zudem lassen sich Farbthemen, Farbpaletten und das generelle Layout per Texteingabe verändern. Fachleute weisen darauf hin, dass Anwender die generierten Ergebnisse stets gegen die zugrundeliegenden Rohdaten abgleichen sollten.
Während neue KI-Funktionen komplexe Auswertungen vereinfachen, scheitern viele Anwender im Büroalltag noch an den grundlegenden Handgriffen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Formeln, Tabellen und Formatierungen endlich kinderleicht meistern. Excel-Profi in kürzester Zeit: Kostenlosen Ratgeber herunterladen
Erweiterungspaket für Excel im Oktober 2026
Die Neuerungen fügen sich in den offiziellen Überblick ein, den Microsoft im Oktober 2026 für Excel vorgestellt hat. Dieses Paket umfasst fünf neue Copilot-Funktionen:
- Clean Data: Das Werkzeug spürt Duplikate, überzählige Leerzeichen, uneinheitliche Text- und Zahlenformate, abweichende Datumsschreibweisen sowie fehlerhafte Datentypen wie als Text formatierte Zahlen auf. Korrekturen fließen erst nach gezielter Bestätigung durch den Nutzer ein.
- Get Data: Die Funktion steht in der Webversion für alle Anwender ohne Teilnahme an einem Vorabprogramm bereit. Anwender beschreiben benötigte Daten und Umwandlungen per Spracheingabe, woraufhin Copilot einen Power-Query-Ablauf anlegt, die Daten in die Tabelle einfügt und das Skript zur Überprüfung im erweiterten Editor anzeigt.
- Interactive Canvas: Das Modul bildet Daten als dynamische und selbstaktualisierende Berichte ab und steht zunächst für Windows-Insider bereit, während die Webvariante folgen soll.
- Skill Recorder und Skill Builder: Während der Skill Recorder Arbeitsabläufe als wiederverwendbare Fähigkeiten speichert, generiert der Skill Builder entsprechende Workflows anhand von Beschreibungen oder Beispielen.
- Tabellenbenennung: Zeitgleich ist die direkte Benennung von Tabellen bei deren Erstellung in der Windows-Version für die breite Nutzerschaft freigegeben worden.
Rollout-Bedingungen und unterstützte Schnittstellen
Die Bereitstellung der Werkzeuge erfolgt gestaffelt. Das Bereinigungswerkzeug Clean Data wird seit Oktober 2026 schrittweise für Windows, Mac und das Web verteilt. Voraussetzung hierfür ist ein Abonnement von Microsoft 365 Single oder Family mit KI-Guthaben, ein Premium-Zugang, Copilot für Unternehmen oder ein Business- beziehungsweise Enterprise-Tarif mit Copilot Chat. Die Nutzungsgrenzen hängen dabei von den jeweiligen Systemkapazitäten ab.
Wer täglich mit Tabellen und Daten arbeitet, kann durch gezielte Abkürzungen oft mehr Zeit gewinnen als durch komplexe neue Software-Module. Ein exklusiver Report enthüllt die zeitsparendsten Shortcuts für Word, Excel und Outlook, mit denen Sie spürbar schneller zum Ziel kommen. Kostenlosen Ratgeber mit den besten Office-Tastenkombinationen sichern
Für Get Data im Web wurden bereits Mitte Oktober 2026 Freigaben gestartet. Die Webanwendung bindet Quellen wie Excel-Dateien, Text- und CSV-Formate, XML, JSON, SQL-Server sowie SharePoint-Online-Listen an, wobei für manche Verbindungen gesonderte Zugangsdaten verlangt werden.
Microsoft lässt derweil noch offen, ob sich bestehende Power-Query-Skripte nachträglich bearbeiten lassen oder vorerst nur neue Abrufe möglich sind. Auch der genaue Termin für Desktop-Versionen von Get Data steht bislang nicht fest.
