Excel und Sheets: GROUPBY und PIVOTBY automatisieren Auswertungen
21.06.2026 - 12:12:47 | boerse-global.de
Neue Automatisierungsfunktionen in Excel und Google Sheets sollen Fehler reduzieren und die Produktivität steigern.
Microsoft und Google haben ihre Tabellenkalkulationen im Juni 2026 mit neuen Funktionen ausgestattet. Während Microsoft Excel mit den Funktionen GROUPBY und PIVOTBY dynamische Auswertungen ermöglicht, erweitert Google Sheets die KI-Integration seines Gemini-Assistenten auf 28 weitere Sprachen. Die Updates zielen darauf ab, manuelle Dateneingaben zu reduzieren und typische Fehlerquellen zu minimieren.
Dynamische Analyse statt starrer Pivot-Tabellen
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Mit den neuen Funktionen GROUPBY und PIVOTBY reagiert Microsoft auf den Wunsch nach flexibleren Analysewerkzeugen. GROUPBY erlaubt die Aggregation von Datenbereichen mit bestimmten Operationen wie Summenbildung. PIVOTBY wiederum ermöglicht die Erstellung von Kreuztabellen, die sich automatisch aktualisieren, sobald sich die Quelldaten ändern.
Experten warnen jedoch: Wer auf Slicer, Drill-down-Funktionen oder automatische Datumsgruppierung angewiesen ist, bleibt vorerst bei klassischen Pivot-Tabellen. Die neuen Funktionen eignen sich vor allem für schnelle, wiederkehrende Auswertungen.
Gemini spricht jetzt 28 Sprachen mehr
Google hat am 19. Juni 2026 die KI-Integration in Google Sheets deutlich ausgeweitet. Nutzer können Tabellen nun per Textbefehl in Sprachen wie Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Arabisch, Finnisch oder Russisch erstellen und bearbeiten. Voraussetzung ist ein Workspace-Konto mit Gemini-Zugang oder ein Business-, Enterprise- beziehungsweise Gemini Advanced-Abonnement.
Die Funktion steht inzwischen auch in Regionen wie Usbekistan zur Verfügung. Reports erstellen, Formeln schreiben oder ganze Spreadsheets aufbauen – alles per Sprachbefehl, sofern die „Smart Features" in den Einstellungen aktiviert sind.
Versteckte Schätze für Power-User
Neben den großen Neuerungen lohnt sich ein Blick auf Funktionen, die standardmäßig deaktiviert sind. Das Excel Camera Tool etwa erstellt Live-Snapshots von Datenbereichen für dynamische Dashboards. Weitere Werkzeuge:
- Solver Add-in: Optimierungs-Engine für komplexe „Was-wäre-wenn"-Szenarien
- Power Pivot: Datenmodellierung für Datensätze mit über einer Million Zeilen
- Power Query: Automatisiert bis zu 80 Prozent der Datenaufbereitung
- Statusleiste anpassen: Per Rechtsklick lassen sich Minimum, Maximum und Zählwerte einblenden
Für die dritte Juni-Woche 2026 empfehlen sich praktische Projekte: Rechnungsverfolgung mit SUMIF-Formeln, Bewerbungs-Tracker mit farbcodierten Statusphasen oder Produktvergleichsmatrizen mit IFS- und SWITCH-Formeln.
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Fehler vermeiden, Produktivität steigern
Die neuen Tools kommen nicht von ungefähr. Eine Harvard Business Review-Studie aus dem Jahr 2022 belegte: 68 Prozent aller Fehler in Tabellenkalkulationen gehen auf die VLOOKUP-Funktion zurück. Moderne Alternativen wie XMATCH und FILTER in Excel 365 eliminieren Standardfehlermeldungen wie #N/A.
Eine McKinsey-Studie von 2023 untermauert den Trend: Wer mindestens 30 Prozent der erweiterten Tabellenwerkzeuge nutzt, steigert die Produktivität um 22 Prozent. Die automatische Dezimalpunkt-Funktion in Excels erweiterten Optionen ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich Dateneingabe und -integrität verbessern lassen.
