Exilby®, Cannabis-Medikament

Exilby® ab September: Neues Cannabis-Medikament gegen Schmerzen

14.06.2026 - 20:11:05 | boerse-global.de

Forschungsergebnisse bestätigen die Effekte von Akupunktur auf chronische Schmerzen und entschlüsseln zugrunde liegende biologische Prozesse.

Akupunktur-Forschung: Neue Studien belegen Wirksamkeit bei Schmerzen
Exilby® - Eine Nahaufnahme einer Hand, die Akupunkturnadeln in den Rücken einer Person einführt, mit einem sanften Leuchten um die Nadeln. 14.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Aktuelle Studien belegen ihre Wirksamkeit bei chronischen Beschwerden – und entschlüsseln erstmals die biologischen Mechanismen dahinter.

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Wie Nadeln das Gehirn beeinflussen

Besonders die Elektroakupunktur steht im Fokus der Neurowissenschaften. Eine Studie der Georgetown University zeigte, dass die Stimulation des Punktes ST36 die sogenannte HPA-Achse beeinflusst – das zentrale Stressregulationssystem des Körpers. Die Folge: Stresshormone sinken, die Wirkung ähnelt der von Antidepressiva.

Die groß angelegte GERAC-Studie bestätigt zudem die Wirksamkeit bei chronischen Schmerzformen. In der Praxis kombinieren Fachzentren die Akupunktur oft mit minimalinvasiven Techniken. Die Orthopädie am Steinhof in Duisburg setzt sie etwa neben der Facettendenervation oder der periradikulären Therapie (PRT) ein – einem Verfahren, bei dem gezielt entzündete Nervenwurzeln behandelt werden.

Chronische Schmerzen: Neue Erkenntnisse zu Ursachen und Zusammenhängen

Forscher der University of Texas at Dallas und der RWTH Aachen haben sogenannte schlafende Nozizeptoren identifiziert. Diese Schmerzrezeptoren werden durch bestimmte Marker wie den Oncostatin-M-Rezeptor aktiviert. Zudem deuten Untersuchungen auf separate Hirnschaltkreise hin, die spezifisch für chronische Schmerzereignisse verantwortlich sind.

Die Universität Porto belegt einen weiteren wichtigen Zusammenhang: Schlafstörungen und Schmerzintensität verstärken sich gegenseitig. Neuroinflammation spielt dabei eine Schlüsselrolle. Auch die Psyche rückt in den Fokus: Eine Studie der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum zeigt, dass Depressionen das Risiko für Arthrose oder Arthritis signifikant erhöhen. Gut ein Drittel der depressiven Patienten leidet an mindestens einer körperlichen Begleiterkrankung.

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Markt boomt: Neue Medikamente und steigende Nachfrage

Der Bedarf an spezialisierter Schmerztherapie wächst. Medizinische Versorgungszentren in Städten wie Düsseldorf suchen verstärkt Fachärzte mit Zusatzqualifikation in Akupunktur. Das Gehaltsspektrum liegt zwischen 85.000 und 140.000 Euro.

Parallel dazu erweitern neue Präparate die Behandlungsmöglichkeiten. Für September 2026 plant das Unternehmen Vertanical die Markteinführung des Cannabis-Extrakts Exilby®. Das Medikament durchlief Phase-3-Studien mit mehr als 1.200 Patienten und zielt auf chronische Schmerzzustände ab.

Versorgung unter Druck: Therapeuten protestieren

Trotz medizinischer Fortschritte steht die Schmerz- und Psychotherapie vor strukturellen Problemen. Mitte Juni protestierten Therapeuten in Bonn gegen Honorarkürzungen der Krankenkassen, die seit April wirksam sind. Die Wartezeiten für Therapieplätze betragen bereits bis zu 18 Monate.

Psychische Erkrankungen zählen laut aktuellen Berichten der DAK zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit. Parallel gewinnen präventive Ansätze an Popularität. Die Paracelsus Gesundheitsakademien verzeichnen starkes Interesse an Fortbildungen in Kinesiologie oder Homöopathie. Auch TCM-Praxen in Zürich bieten naturheilkundliche Verfahren gegen saisonale Beschwerden wie Heuschnupfen an – ein weiterer Baustein der integrativen Medizin.

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