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Fake Call Detection: Google schĂŒtzt vor KI-Betrugern ab Juni

04.06.2026 - 09:32:44 | boerse-global.de

Google fĂŒhrt hardwarebasierte Anrufverifikation ein, die IdentitĂ€tstĂ€uschung durch Deepfakes automatisch erkennt und blockiert.

Fake Call Detection: Google schĂŒtzt vor KI-Betrugern ab Juni - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Fake Call Detection: Google schĂŒtzt vor KI-Betrugern ab Juni - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Googles neues Tool erkennt betrĂŒgerische Anrufe durch kryptografische PrĂŒfung – und das automatisch.

Der Suchmaschinenriese bringt eine Sicherheitsfunktion namens Fake Call Detection auf den Markt, die speziell gegen KI-gestĂŒtzte IdentitĂ€tstĂ€uschungen entwickelt wurde. Die AnkĂŒndigung erfolgte Anfang dieser Woche. Das System setzt auf eine kryptografische Verifikation, die sicherstellt, dass eingehende Anrufe tatsĂ€chlich vom legitimen GerĂ€t des Kontakts stammen.

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Digitale Handschlag-Methode

Die Technik funktioniert im Hintergrund: Sie baut eine verschlĂŒsselte „digitale Handschlag"-Verbindung ĂŒber den RCS-Standard (Rich Communication Services) zwischen den beiden GerĂ€ten auf. So wird geprĂŒft, ob der Anrufer tatsĂ€chlich das GerĂ€t nutzt, das seiner Telefonnummer zugeordnet ist.

SchlĂ€gt die Verifikation fehl, prĂŒft das System das ZielgerĂ€t des Kontakts auf einen aktiven ausgehenden Anruf. Stimmen die Signale nicht ĂŒberein, erscheint auf dem Display des EmpfĂ€ngers eine Betrugswarnung. Anders als Googles bestehendes Scam Detection, das Anrufaudio auf verdĂ€chtige Muster analysiert, arbeitet Fake Call Detection auf Hardware-Ebene.

Ein entscheidender Unterschied: WĂ€hrend die bisherige Funktion standardmĂ€ĂŸig deaktiviert ist, wird der neue Schutz automatisch fĂŒr alle kompatiblen Nutzer aktiviert.

Rollout und Systemvoraussetzungen

Der globale Start von Fake Call Detection ist fĂŒr Juni 2026 geplant. ZunĂ€chst erhalten Pixel-GerĂ€te die Funktion, spĂ€ter folgen andere Hersteller. Voraussetzung ist Android 12 oder höher sowie die installierte Phone by Google-App.

Damit die Verifikation funktioniert, mĂŒssen sowohl Anrufer als auch EmpfĂ€nger die Google-Apps fĂŒr Telefon, Nachrichten und Kontakte nutzen. Ein wichtiger Datenschutz-Aspekt: Alle Verifikationsdaten werden lokal auf dem GerĂ€t verarbeitet – keine Informationen landen auf Googles Servern.

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Milliardenverluste durch IdentitÀtsbetrug

Die EinfĂŒhrung kommt nicht von ungefĂ€hr. Die US-Handelsbehörde FTC bezifferte die Verluste durch IdentitĂ€tsbetrug im Jahr 2024 auf umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro. Noch dramatischer sind die Zahlen von INTERPOL: Weltweit sollen die SchĂ€den durch solche Straftaten 2025 bei ĂŒber 370 Milliarden Euro liegen, SchĂ€tzungen reichen sogar bis 410 Milliarden Euro.

KI-Stimmenklon-Technologie macht Deepfake-Anrufe inzwischen kaum noch von echten GesprĂ€chen unterscheidbar. Branchenexperten sehen in der hardwarebasierten Verifikation ĂŒber Standards wie RCS daher einen entscheidenden Schritt fĂŒr die mobile Sicherheit. Die neue Funktion ergĂ€nzt Googles bisherige Initiativen wie Verified Financial Calls zu einem umfassenderen Schutz gegen Kontakt-IdentitĂ€tsbetrug.

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