Falschmeldungen über OPay: Frau in Nigeria festgenommen
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In Nigeria haben Sicherheitsbehörden eine 27-jährige Frau festgenommen, der die Verbreitung von Falschinformationen über den Finanzdienstleister OPay vorgeworfen wird. Die Verdächtige soll ein gefälschtes Dokument in Umlauf gebracht haben, in dem fälschlicherweise behauptet wurde, dass der Zahlungsdienst seinen Betrieb einstellen werde.
Wie aus Berichten vom 11. September 2026 hervorgeht, erfolgte die Festnahme von Hafsat Abubakar bereits am 4. September 2026. Die Operation wurde durch die Cybercrime-Einheit NPF-NCCC in Zaria im Bundesstaat Kaduna durchgeführt. Vorausgegangen war eine Petition, die das Unternehmen OPay am 31. August 2026 eingereicht hatte, um rechtlich gegen die kursierenden Falschmeldungen vorzugehen.
Ermittlungen und Sicherstellung von Beweismitteln
Hafsat Abubakar, eine Absolventin der Ahmadu Bello University in Zaria, wurde nach ihrer Festnahme von ihrem Wohnort nach Abuja überstellt. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen beschlagnahmten die Ermittler drei Mobiltelefone des Typs Apple iPhone. Nach Angaben der zuständigen Behörden dauern die Untersuchungen durch die NPF-NCCC derzeit noch an, um das volle Ausmaß der Aktivitäten und mögliche weitere Beteiligte zu klären.
Die Beschuldigte räumte im Zuge der ermittlungen ein, die betreffenden Informationen über die angebliche Abschaltung des Dienstes vor der Weiterverbreitung nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft zu haben. Zudem habe sie sich für die Verbreitung des gefälschten Bescheids entschuldigt.
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Reaktion von OPay und Beruhigung der Kunden
Der Zahlungsdienstleister OPay reagierte bereits kurz nach dem Auftauchen der Falschmeldungen mit deutlichen Dementis. Das Unternehmen stellte klar, dass es sich bei dem verbreiteten Abschaltungsbescheid um eine Fälschung handele und der Betrieb des Dienstes keinesfalls gefährdet sei.
Um die verunsicherte Kundschaft zu beruhigen, hielt das Unternehmen am 2. September 2026 eine Bürgerversammlung (Townhall) in Lagos ab. Ziel der Veranstaltung war es, die Stabilität des Finanzdienstes zu unterstreichen und direkt auf die Sorgen der Nutzer einzugehen, die durch die gezielten Falschmeldungen entstanden waren.
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Rechtliche Konsequenzen bei Cyberkriminalität
Der Fall unterstreicht die verschärfte Gangart der nigerianischen Behörden gegen die Verbreitung von Desinformationen im digitalen Raum. Die rechtliche Grundlage für das Vorgehen bildet der Cybercrimes Act aus dem Jahr 2015, der im Jahr 2024 grundlegend geändert wurde.
Nach den Bestimmungen dieses Gesetzes drohen Personen, die wegen der Verbreitung von Falschinformationen verurteilt werden, empfindliche Strafen. Das Gesetz sieht in solchen Fällen eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe in Höhe von 7 Mio. Naira vor.
Die Ermittlungsbehörden wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Verbreitung ungeprüfter und geschäftsschädigender Inhalte im Internet strafrechtlich verfolgt werde, um die Integrität des Finanzsektors und den Schutz der Verbraucher zu gewährleisten.
