Fettleber, Ketogene

Fettleber: Ketogene ErnÀhrung senkt Leberfett um 67 Prozent

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 16:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei gleichem Gewichtsverlust reduzierte Keto Leberfett und PrÀdiabetes stÀrker als mediterrane oder fettarme Kost, zeigt eine kleine Studie.

Studie zeigt: Keto senkt Leberfett stÀrker als andere DiÀten
Eine Auswahl frischer, unverarbeiteter Lebensmittel wie NĂŒsse, GemĂŒse, Avocado und Beeren auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt.

Eine Studie im Fachjournal Cell Metabolism aus dem SpĂ€tsommer 2026 liefert neue Erkenntnisse darĂŒber, wie unterschiedliche ErnĂ€hrungsformen den Leberstoffwechsel bei Menschen mit Adipositas, PrĂ€diabetes und Fettleber beeinflussen.

Untersucht wurde, ob eine ketogene ErnÀhrung bei gleicher Gewichtsabnahme andere Stoffwechseleffekte erzielt als eine mediterrane oder eine fettarme, pflanzenbasierte ErnÀhrung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wahl der ErnÀhrungsform auch bei identischem Gewichtsverlust erhebliche Unterschiede im Stoffwechsel nach sich ziehen kann.

Deutlich stĂ€rkerer RĂŒckgang des Leberfetts unter Keto

Zentrales Ergebnis der Untersuchung: Unter ketogener ErnĂ€hrung sank der Leberfettgehalt der Studienteilnehmenden um 67 Prozent. Bei mediterraner beziehungsweise fettarmer ErnĂ€hrung fiel der RĂŒckgang mit 45 Prozent deutlich geringer aus – und das, obwohl alle drei Gruppen ein vergleichbares Ausmaß an Gewichtsabnahme erreichten. Die getestete ketogene Kost bestand den Angaben zufolge aus 4 Prozent Kohlenhydraten und 73 Prozent Fett.

Auch bei der RĂŒckbildung des PrĂ€diabetes zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen. Nach einer Gewichtsabnahme von 10 Prozent hatten in der Keto-Gruppe 50 Prozent der Teilnehmenden keinen PrĂ€diabetes mehr. In der Gruppe mit mediterraner ErnĂ€hrung traf dies auf 29 Prozent zu, unter fettarmer Kost lediglich auf 7 Prozent.

Studiendesign und weitere Messwerte

An der randomisierten Studie nahmen ursprĂŒnglich 55 Personen teil, von denen 42 die Untersuchung abschlossen – jeweils 14 pro ErnĂ€hrungsgruppe. Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden lag bei 43 Jahren, der durchschnittliche Body-Mass-Index bei 38,9. Neben Leberfett und PrĂ€diabetes-Remission wurde auch die InsulinausschĂŒttung ĂŒber 24 Stunden erfasst: Sie sank in der Keto-Gruppe um 74 Prozent, in der mediterranen Gruppe um 44 Prozent und in der fettarmen Gruppe um 27 Prozent.

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Bemerkenswert ist zudem ein Befund zu den Blutfettwerten: Obwohl die ketogene ErnÀhrung einen gesÀttigten Fettanteil von 23 Prozent enthielt, kam es nicht zu einer Verschlechterung von LDL-Cholesterin oder Blutdruck. Dieses Ergebnis widerspricht der verbreiteten Annahme, dass ein hoher Anteil gesÀttigter Fette zwangslÀufig mit einer Verschlechterung kardiovaskulÀrer Risikofaktoren einhergehen muss.

Die Studie wurde unter Leitung von Samuel Klein von der Washington University School of Medicine in St. Louis durchgefĂŒhrt und im Juli 2026 im Fachjournal Cell Metabolism unter der DOI 10.1016/j.cmet.2026.07.020 veröffentlicht.

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Einordnung fĂŒr Betroffene

FĂŒr Menschen mit Adipositas, PrĂ€diabetes oder Fettlebererkrankung liefern die Daten einen Hinweis darauf, dass nicht allein die Menge der Gewichtsabnahme ĂŒber die Stoffwechselverbesserung entscheidet, sondern auch die Zusammensetzung der ErnĂ€hrung eine Rolle spielt.

Die vergleichsweise kleine Zahl an Teilnehmenden – 14 pro Gruppe nach Studienabschluss – mahnt jedoch zur Vorsicht bei der Verallgemeinerung der Ergebnisse.

Weitere, grĂ¶ĂŸer angelegte Untersuchungen dĂŒrften nötig sein, um zu klĂ€ren, ob sich die beobachteten Effekte auf breitere Bevölkerungsgruppen ĂŒbertragen lassen und wie sich eine ketogene ErnĂ€hrung langfristig auf Herz-Kreislauf-Risiken auswirkt.

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