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FF EAI Robotics: Faraday Future plant Ausgliederung mit 200-Millionen-Bewertung

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 02:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die geplante Einbringung der Robotiksparte in FFR steht noch unter Prüfungs- und Genehmigungsvorbehalt; FFAI meldete steigende Geräteauslieferungen.

Faraday Future plant Robotik-Ausgliederung mit 200 Millionen Dollar Bewertung
Ein minimalistisches, modernes Industrielabor mit automatisierten Montageplätzen in einem hellen, weitläufigen Raum. Illustration mit AI erstellt.

Faraday Future bereitet die Ausgliederung seines Robotikgeschäfts FF EAI Robotics in ein eigenständiges, an der Nasdaq notiertes Unternehmen vor. Die Geschäftseinheit wird im Zuge der geplanten Transaktion mit rund 200 Millionen US-Dollar bewertet. Ziel ist es, die Sparte vollständig auf Aktienbasis in die Gesellschaft FF EAI Robotics Ecosystem Inc. (FFR) einzubringen.

Geplante Transaktion und veränderte Konzernstruktur

Am 28. September 2026 unterzeichneten Faraday Future (FFAI) und FFR ein unverbindliches Eckdatenpapier für die Übernahme des Robotikgeschäfts und der dazugehörigen Vermögenswerte.

Wenige Tage später, am 30. September 2026, vollzog das Unternehmen AIxCrypto die Umfirmierung sowie die Anpassung seines Börsenkürzels zu FF EAI Robotics Ecosystem Inc. (FFR). Laut einem Bericht vom 6. Oktober 2026 stieg die Aktie von FFR im Anschluss an die Bewertungsnachricht und jüngste Liefermeldungen.

Nach dem angestrebten Abschluss soll die Robotikeinheit als hundertprozentige Tochtergesellschaft unter dem Dach von FFR geführt werden. FFAI plant, FFR zu kontrollieren und in den eigenen Konzernabschluss einzubeziehen. Die Transaktion gilt derzeit als vorgeschlagen und steht unter dem Vorbehalt umfassender Prüfungen, rechtlicher Vereinbarungen und behördlicher Genehmigungen.

Für die von FFAI im Zuge des Geschäfts gehaltenen Aktien ist eine Sperrfrist von voraussichtlich 18 Monaten vorgesehen. Durch den Vollzug erwartet das Unternehmen, den künftigen externen Finanzierungsbedarf zu senken und die Verwässerungsrisiken für bestehende Aktionäre abzumildern.

Faraday Future kündigte zudem an, sich langfristig zu einer Holding- und Inkubationsgesellschaft für physische künstliche Intelligenz weiterentwickeln zu wollen.

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Auslieferungsrekorde und finanzielle Zielmarken

Das Robotikgeschäft meldete zuletzt deutliche Zuwächse bei den Verkaufszahlen. Wie aus Unternehmensberichten vom 5. Oktober 2026 hervorgeht, verzeichnete FFAI im September 265 Verkäufe und Auslieferungen seiner EAI-Robotics-Geräte, was einen neuen Monatsrekord markiert.

Im dritten Quartal 2026 summierte sich das Volumen auf 575 Einheiten, während von Ende Februar bis Ende September insgesamt 817 Geräte übergeben wurden. Ende August 2026 hatte der kumulierte Stand noch bei 552 Einheiten gelegen.

Im zweiten Quartal 2026 lag die durchschnittliche Bruttomarge der Robotikprodukte nach ungeprüften Angaben bei rund 30,9 Prozent, bei einem damaligen Gesamterlös von rund 1,52 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management von FFAI mit einem Spartenumsatz von rund 7,1 Millionen US-Dollar beziehungsweise etwa 2.000 ausgelieferten Geräten.

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Für 2027 werden Erlöse von 45,17 Millionen US-Dollar anvisiert, ab dem dritten Quartal 2028 ein positiver operativer Cashflow. Ein Fünfjahresplan für den Zeitraum von 2026 bis 2030 stellt kumulierte Erlöse von rund 1,98 Milliarden US-Dollar bei über 130.000 Geräten in Aussicht; FFR selbst hat hierzu keine gesonderte Prognose herausgegeben.

Ausbau der Fertigung und Erweiterung des Ökosystems

Das Netzwerk von Faraday Future umfasst nach Unternehmensangaben mehr als 100 Entwickler und Entwicklungspartner. Am 23. September 2026 meldete FFAI den Beitritt von sechs weiteren Partnern im Nahen Osten. Auf der Fachkonferenz IROS 2026 in Pittsburgh warb das Unternehmen mit Produkten wie dem All-New Futurist um zusätzliche Forschungs- und Datenpartner.

Für den 14. Oktober 2026 haben FFAI und FFR eine gemeinsame Produktvorstellung angekündigt, um neue EAI-Geräte zu präsentieren. Bis zum Jahresende 2026 soll zudem die Produktion in einer US-Fabrik anlaufen, aus der im ersten Quartal 2027 die ersten lokal hergestellten Geräte erwartet werden.

Flankiert wird der Robotikbereich von der Automobilstrategie des Konzerns, die den Einstieg in den Markt für Robotaxis, den Ausbau von Mobilitätsangeboten über RoboShare sowie eine mögliche Anbindung an das Cybercab-Netzwerk vorsieht.

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