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Figure AI: Roboter bearbeitet 32.878 Pakete in 50 Stunden

13.06.2026 - 09:12:04 | boerse-global.de

Figure AI humanoider Roboter verarbeitet fast 33.000 Pakete in 50 Stunden Dauerbetrieb und unterstreicht das Potenzial der Automatisierung in der Logistik.

Figure AI Roboter: 33.000 Pakete in 50 Stunden ohne Pause
Figure - A humanoid robot with a human-like arm sorting packages in a large, well-lit warehouse. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

878 Pakete bearbeitet – ein Meilenstein für die Logistikbranche.

Rekordlauf ohne Unterbrechung

Am 12. Juni 2026 sorgte ein humanoiden Roboter des US-Unternehmens Figure AI für Aufsehen: In einem voll funktionsfähigen Lagerhaus arbeitete die Maschine durchgehend 50 Stunden und verarbeitete dabei fast 33.000 Pakete. Weder Pausen noch Ausfälle – eine Leistung, die menschliche Arbeiter so nicht erbringen können.

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Was bedeutet das für die Logistik in Deutschland? Die Automatisierungswelle erreicht eine neue Stufe. Während klassische Förderbänder und fahrerlose Transportsysteme längst Standard sind, könnten humanoide Roboter bald in Lagern von DHL, Hermes oder Amazon zum Einsatz kommen.

Technische Fortschritte bei Figure AI

Die aktuelle Robotergeneration von Figure AI nutzt das Helix-Modell, das mehr als 60 Stunden autonomen Betrieb ermöglicht. Die jüngsten Updates brachten zudem eine natürlichere Bewegung: Die Roboter schwingen nun die Arme wie Menschen, ihr Gang wirkt flüssiger und weniger roboterhaft.

Bereits im Werk von BMW im US-amerikanischen Spartanburg sind Figure-02-Einheiten im Einsatz. Dort haben sie durch die Bearbeitung von Blechteilen zur Produktion von über 30.000 Fahrzeugen beigetragen. Die Bewertung des Unternehmens liegt bei umgerechnet rund 39 Milliarden Euro – ein klares Signal, dass Investoren auf die sogenannten „Vision-Language-Action"-Modelle (VLA) setzen.

Milliarden-Partnerschaft für Trainingsdaten

Im September 2025 ging Figure AI eine strategische Partnerschaft mit dem Investmentriesen Brookfield ein. Das Unternehmen verwaltet Vermögenswerte von über einer Billion Euro und investierte in die Series-C-Finanzierungsrunde von Figure.

Das Ziel: eine riesige Datenbasis für das Training der KI-Modelle aufbauen. Brookfield besitzt rund 46 Millionen Quadratmeter Bürofläche, 15 Millionen Quadratmeter Logistikfläche und über 100.000 Wohneinheiten. Auf diesen Flächen können die Roboter nun reale Daten sammeln. Zudem entstehen spezielle GPU-Rechenzentren und Trainingsumgebungen für das Helix-Modell.

Wettbewerb weltweit: Wer liefert was?

Der Markt für humanoide Roboter ist in Bewegung – und das nicht nur in den USA. Am 13. Juni 2026 präsentierte das indische Startup Sumerge Robotics auf dem Bengaluru Tech Summit einen neuen Prototypen. Der Roboter verfügt über eine vollständige Körpersteuerung und eine Akkulaufzeit von sechs Stunden. Eine zweite Version soll noch 2026 erscheinen.

Weitere Entwicklungen auf einen Blick:

  • Südkorea: LG CNS und LX Pantos unterzeichneten am 11. Juni eine Absichtserklärung für den Einsatz von Rad-gestützten Humanoiden und Shuttle-Systemen in einem Logistikzentrum in Incheon.
  • China: Unitree lieferte 2025 über 5.500 humanoide Einheiten aus. Das Einstiegsmodell G1 kostet zwischen 13.000 und 16.000 Euro.
  • Deutschland/International: Neura Robotics sammelte in einer Series-C-Runde 1,4 Milliarden Euro ein – unter anderem von Nvidia und Amazon. Die Bewertung liegt bei rund 7 Milliarden Euro.
  • Börsengang: Der chinesische Hersteller EngineAI Robotics hat einen Börsengang in Hongkong beantragt und peilt für 2026 Auslieferungen von bis zu 5.000 Einheiten seines T800-Roboters an.

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Milliardenmarkt mit offenen Fragen

Analysten von Morgan Stanley prognostizieren dem Markt für humanoide Roboter ein Volumen von bis zu fünf Billionen Euro bis 2050. Doch der Weg dorthin ist steinig. Experten nennen vor allem drei Hürden: hohe Produktionskosten, begrenzte Akkulaufzeiten und die Frage, ob die Roboter wirtschaftlich gegen menschliche Arbeitskräfte bestehen können.

Für deutsche Unternehmen wie Volkswagen, BMW oder die Logistikriesen der Post-Gruppe bleibt die Technologie dennoch hochinteressant. Wer die Effizienzsteigerung verschläft, könnte im globalen Wettbewerb schnell zurückfallen.

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