Fischöl bei Dialysepatienten: 43% weniger Herzinfarkte und SchlaganfÀlle
01.07.2026 - 02:39:07 | boerse-global.de
Die aktuelle S2k-Leitlinie empfiehlt bei der chronischen Fettverteilungsstörung eine entzĂŒndungshemmende ErnĂ€hrungsweise. Eine Supplementierung mit Omega-3-FettsĂ€uren soll schmerzlindernd und antientzĂŒndlich wirken.
Experten beobachten zudem: Eine ketogene ErnĂ€hrung senkt den Insulinspiegel. Das wirkt der Bildung von Ădemen entgegen. Da EntzĂŒndungsprozesse den Krankheitsverlauf des Lipödems maĂgeblich beeinflussen, gilt die Kombination aus Supplementierung und angepasster DiĂ€t als wichtiger Baustein der konservativen Therapie.
Studie dÀmpft Erwartungen an Omega-3 bei Demenz
WĂ€hrend Omega-3-PrĂ€parate in der EntzĂŒndungstherapie geschĂ€tzt werden, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse: Als Demenz-PrĂ€vention taugen sie nicht. Eine Studie von Keck Medicine (USC) im Fachjournal eBioMedicine untersuchte ĂŒber zwei Jahre die Wirkung von tĂ€glich 2.000 mg DHA auf 365 Probanden zwischen 55 und 80 Jahren mit erhöhtem Alzheimer-Risiko.
Die Konzentration der FettsĂ€ure im Liquor stieg zwar um 17 Prozent. Doch die Forscher stellten keine Verbesserung der kognitiven Leistungen oder des GedĂ€chtnisses fest. Auch die Schrumpfung des Hippocampus lieĂ sich nicht verlangsamen. Studienleiter Dr. Hussein Naji Yassine betont: FischölprĂ€parate allein bieten keinen ausreichenden Schutz fĂŒr die Gehirngesundheit. Stattdessen verweisen die Wissenschaftler auf die Vorteile einer mediterranen ErnĂ€hrung und eines gesunden Lebensstils.
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Positive Signale bei Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Im Bereich der Stoffwechselerkrankungen zeigen sich hingegen ermutigende Ergebnisse. Eine brasilianische Studie im Fachjournal Nutrients untersuchte Fischöl an einem Modell fĂŒr nicht-adipösen Typ-2-Diabetes. Nach achtwöchiger Gabe zeigten sich eine verringerte Insulinresistenz und verbesserte Blutzuckerwerte.
Die Forscher fĂŒhren dies auf eine Modulation der Lymphozyten zurĂŒck. Diese wechselten von einem entzĂŒndungsfördernden zu einem entzĂŒndungshemmenden Zustand. Auch bei schweren Vorerkrankungen gibt es Hinweise auf schĂŒtzende Effekte: Die PISCES-Studie mit 1.228 Dialysepatienten dokumentierte bei 4 Gramm Fischöl tĂ€glich eine Reduktion schwerer kardiovaskulĂ€rer Ereignisse um 43 Prozent.
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FehlernĂ€hrung bedroht Jugendliche â Neue Wirkstoffe in Sicht
Parallel zu den Erkenntnissen ĂŒber Omega-3 warnen Mediziner vor den Folgen moderner ErnĂ€hrungsgewohnheiten. Laut Forschungsergebnissen aus dem FrĂŒhjahr 2026 breitet sich die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) aufgrund von Bewegungsmangel und dem Konsum zuckerreicher sowie frittierter Speisen bereits verstĂ€rkt bei Jugendlichen aus. GroĂ angelegte Analysen deuten zudem darauf hin: Ein sehr hoher Konsum von tierischem Protein kann das Typ-2-Diabetes-Risiko verdoppeln.
In der medikamentösen PrÀvention zeigen sich neue AnsÀtze. Eine Untersuchung des National Institutes of Health (NIH) vom Juni 2026 deutet an: SGLT2-Hemmer könnten das Alzheimer-Risiko um 43 Prozent senken, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent. Letztere wurden Ende Juni 2026 von der FDA auch zur Senkung schwerer kardiovaskulÀrer Ereignisse zugelassen. Beobachtungsstudien bei Adipositas-Patienten stellten eine um 44 Prozent niedrigere GesamtmortalitÀt fest.
