FLUX, Black

FLUX 3: Black Forest Labs bringt KI-Modell mit synchronem Video-Ton

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 01:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Black Forest Labs präsentiert mit FLUX 3 ein multimodales KI-Modell. Erste Tests bei Audi zeigen hohe Erfolgsraten in der Fertigungsautomatisierung.

Black Forest Labs FLUX 3: KI-Modell für Bild, Video und Ton
Hochmoderner Roboterarm in einer Autofabrik, der fortschrittliche visuelle Intelligenz repräsentiert. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das deutsche KI-Startup Black Forest Labs bringt mit FLUX 3 ein multimodales Basismodell auf den Markt, das erstmals Bilder, Videos und Ton gleichzeitig erzeugen kann. Erste Anwendungen laufen bereits in der Automobilproduktion.

Das am 23. Juli 2026 vorgestellte Modell basiert auf einer neuartigen „Self-Flow"-Architektur. Es lernt und generiert visuelle und auditive Inhalte parallel – ein Schritt, der die KI-Industrie nachhaltig verändern könnte. Für deutsche Unternehmen, die auf Industrie 4.0 und generative KI setzen, eröffnen sich damit völlig neue Perspektiven.

Bis zu 20 Sekunden Video mit synchronem Ton

FLUX 3 kann Videos von bis zu 20 Sekunden Länge produzieren – und zwar mit nativ synchronisiertem Audio. Das unterscheidet das Modell grundlegend von bisherigen Systemen, die Ton und Bild getrennt verarbeiten.

Die Veröffentlichung erfolgt in mehreren Varianten: FLUX 3 Video und FLUX 3 Action sind bereits im Early Access verfügbar. FLUX 3 Image soll in den kommenden Wochen folgen. Eine Open-Weight-Version namens FLUX 3 Dev ist für das zweite Halbjahr 2026 angekündigt.

In internen Tests zeigte FLUX 3 beeindruckende Ergebnisse: Gegenüber Luma Ray 3.2 bevorzugten Evaluatoren das Modell in 93 Prozent der Fälle, gegen Runway Gen-4.5 in 77 Prozent. Auch im Vergleich zu Grok Imagine Video (69 Prozent), Kling v3 Pro (60 Prozent) und Happy Horse 1.1 (57 Prozent) lag FLUX 3 vorn. Gegen Seedance 2.0 und Gemini Omni Flash erreichte es jeweils 52 Prozent – eine Punktlandung auf Augenhöhe.

Anzeige

Milliardensummen fließen aktuell in die Entwicklung von KI-Modellen wie FLUX 3, die ganze Branchen transformieren. Dieser Gratis-Report zeigt Ihnen, welche drei Unternehmen im globalen KI-Rennen die Nase vorn haben und wie Sie als Anleger profitieren können. Die 3 aussichtsreichsten KI-Profiteure jetzt kostenlos nachlesen

Audi setzt auf KI-gesteuerte Robotik

Die wohl spannendste Anwendung: FLUX-mimic, ein Video-Action-System, das Black Forest Labs gemeinsam mit mimic robotics entwickelt hat. Es wird derzeit bei Audi getestet, um komplexe Montageaufgaben in der Fertigung zu automatisieren.

Besonders bei der sogenannten „Soft-Body"-Manipulation zeigt das System Stärken. Dazu gehören das Handling von flexiblen Dichtungen, Kabeln und das Einsetzen von Steuergeräten. Der Clou: Während herkömmliche Systeme oft mehr als 30 Stunden Trainingsdaten benötigen, reichen FLUX-mimic rund 30 Minuten Demonstrationsaufnahmen.

Die technischen Daten können sich sehen lassen: Die Backbone-Latenz liegt bei unter 80 Millisekunden auf Hardware wie der RTX 5090, die End-to-End-Latenz bei 101 Millisekunden. Audi meldet eine Erfolgsrate von rund 90 Prozent – das Ziel sind 99 Prozent. Ab Herbst 2026 soll das System in der Serienproduktion für den Audi A6 e-tron und den Q6 e-tron zum Einsatz kommen.

Milliardenschwere Finanzierung und klare Strategie

Der Launch von FLUX 3 folgt auf eine kräftige Kapitalspritze. Black Forest Labs schloss kürzlich eine Series-B-Finanzierungsrunde über 300 Millionen Euro ab. Insgesamt hat das Unternehmen damit mehr als 450 Millionen Euro eingesammelt. Zu den Investoren zählen Schwergewichte wie Andreessen Horowitz (a16z), NVIDIA, Salesforce und Canva.

Anzeige

Die Integration von KI in die industrielle Fertigung ist Teil einer technologischen Revolution, die traditionelle Abläufe grundlegend verändert. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche Firmen die nächste industrielle Revolution anführen und wo das große Geld gerade hinfließt. Gratis-Report: Gewinner der neuen Industrierevolution entdecken

Die Bewertung des Unternehmens liegt nun bei 3,25 Milliarden Euro. Trotz des Fokus auf generative Medien stellt das Startup klar: Keine Kryptowährung – der Weg führt über industrielle Anwendungen und digitale Inhalte, nicht über Token-Spekulation.

Mit FLUX 3 positioniert sich Black Forest Labs als Technologielieferant für zwei Welten: die digitale Medienproduktion und die physische Automatisierung. Ein Spagat, der gelingen könnte – wenn die versprochenen Leistungen halten, was die ersten Tests versprechen.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69856688 |