Spanien, Frankreich

BrÀnde in Spanien durch Klimakrise 20-mal wahrscheinlicher

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 00:01 Uhr | dpa.de

Frankreich und Spanien kĂ€mpfen gegen die Flammen. Forscher haben nun berechnet, welche Rolle die ErderwĂ€rmung fĂŒr die verheerende Katastrophe spielt.

  • Im heutigen Klima sind verheerende BrĂ€nde wie diese deutlich wahrscheinlicher geworden. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
    Im heutigen Klima sind verheerende BrÀnde wie diese deutlich wahrscheinlicher geworden. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
  • Die BrĂ€nde haben das Zuhause sowie Hab und Gut sehr vieler Menschen zerstört. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
    Die BrÀnde haben das Zuhause sowie Hab und Gut sehr vieler Menschen zerstört. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa
  • Der Klimawandel fĂŒhrt zu mehr WaldbrĂ€nden. Gleichzeitig fachen die Emissionen der Feuer - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
    Der Klimawandel fĂŒhrt zu mehr WaldbrĂ€nden. Gleichzeitig fachen die Emissionen der Feuer - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa
Im heutigen Klima sind verheerende BrĂ€nde wie diese deutlich wahrscheinlicher geworden. - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa Die BrĂ€nde haben das Zuhause sowie Hab und Gut sehr vieler Menschen zerstört. - Bild: Manu Fernandez/AP/dpa Der Klimawandel fĂŒhrt zu mehr WaldbrĂ€nden. Gleichzeitig fachen die Emissionen der Feuer - Bild: Emma Da Silva/AP/dpa

Die verheerenden WaldbrÀnde in Spanien und Frankreich sind einer aktuellen Schnellanalyse zufolge durch den Klimawandel deutlich wahrscheinlicher geworden. Die Wetterbedingungen, die die enorme Ausbreitung der Feuer ermöglichen, seien in Frankreich durch den menschengemachten Klimawandel mindestens doppelt so wahrscheinlich geworden, in Spanien sogar mindestens 20-mal so wahrscheinlich, wie Wissenschaftler der Organisation World Weather Attribution (WWA) berechnet haben. Dabei handelt es sich nach Angaben der Forscher sogar noch um konservative SchÀtzungen. 

Im heutigen Klima sei mit solchen verheerenden WaldbrĂ€nden im SĂŒdwesten Frankreichs etwa alle 20 Jahre zu rechnen, in Zentralspanien etwa alle sechs Jahre, heißt es weiter.

Ein gefÀhrlicher Mix aus Trockenheit, Hitze und Wind

Die Forscher betrachteten einen Sieben-Tages-Zeitraum aus dem aktuellen Juli, in dem extreme Brandrisikobedingungen in den Regionen vorherrschten, und verglichen diese mit den extremsten BrandrisikozeitrĂ€umen frĂŒherer Sommer. Mit Hilfe von Simulationen berechneten sie, wie viel wahrscheinlicher solche Bedingungen im heutigen Klima entstehen im Vergleich zu den klimatischen Bedingungen des vorindustriellen Zeitalters. Das sogenannte Feuerwetter wird in der Analyse mit Hilfe eines Indexes definiert, der sowohl Hitze als auch Luftfeuchtigkeit und Wind berĂŒcksichtigt.

Die aktuellsten WaldbrÀnde in Frankreich und Spanien gehören zu den verheerendsten in der Geschichte der LÀnder und haben Hunderttausende zur Flucht aus ihren HÀusern gezwungen. Die aktuelle Hitze erschwert die BekÀmpfung zusÀtzlich.

«Der Klimawandel sorgt dafĂŒr, dass die Wetterkonstellationen, die Landschaften zu Brandherden machen und BrĂ€nde zur Katastrophe werden lassen, deutlich hĂ€ufiger auftreten», erklĂ€rte die Forscherin und WWA-GrĂŒnderin Friederike Otto vom Imperial College London. 

Regenreiche Winter, auf die trockene FrĂŒhlinge folgen, erhöhen dem Forschungsteam zufolge in den Regionen die Waldbrandgefahr. Sie begĂŒnstigen das Wachstum von BĂ€umen und Pflanzen, die anschließend austrocknen und zu Brennstoff fĂŒr BrĂ€nde werden.

de | wissenschaft | 69902754 |