Frauenkrafttraining, Bankdrücken

Frauenkrafttraining: Bankdrücken wird zur Norm im Fitnesssport

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 20:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Immer mehr Frauen integrieren Bankdrücken in ihr Training. Adidas reagiert mit neuer Sportkollektion, doch strukturelle Probleme im Frauensport bleiben bestehen.

Adidas Kollektion: Frauen entdecken Krafttraining und Bankdrücken
Eine fokussierte Sportlerin beim Bankdrücken in einem modernen Fitnessstudio. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Bankdrücken war lange Männersache. Das ändert sich gerade grundlegend. Immer mehr Sportlerinnen entdecken gezieltes Muskeltraining für sich – und die Industrie reagiert darauf.

Die Motivation dahinter ist klar: Krafttraining fördert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Gesundheit. Traditionell männlich assoziierte Übungen wie Bankdrücken werden zunehmend fester Bestandteil weiblicher Trainingspläne.

Adidas bringt eigene Kollektion

Der Sportartikelriese aus Herzogenaurach hat die Zeichen der Zeit erkannt. Seit dem 23. Juli 2026 ist die neue Kollektion „Originals Sport“ weltweit erhältlich. Die Preise liegen zwischen 40 und 80 Euro.

Die Linie verbindet Streetstyle mit funktionaler Performance-Bekleidung. Adidas zielt damit gezielt auf Frauen ab, die sowohl im Alltag als auch beim intensiven Training spezialisierte Ausrüstung brauchen.

Deutsche Meisterinnen zeigen Leistung

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Dass Frauen im Kraftsport auf höchstem Niveau konkurrieren, bewiesen Ende Juli die deutschen Meisterschaften im Gewichtheben. Der AV 03 Speyer sicherte sich in Hannover mit 845,7 Kilopunkten den zehnten Titel der Vereinsgeschichte.

Auch in anderen Disziplinen glänzten Athletinnen. Julia Ulbricht erfüllte im Speerwurf mit 61,58 Metern die EM-Norm. Jolina Ernst sprintete über 100 Meter in 11,26 Sekunden. Und im Turnen feierte Helen Kevric nach einer Knieverletzung ein Comeback mit zwei Goldmedaillen am Stufenbarren und Schwebebalken.

Strukturelle Probleme bleiben

Trotz dieser Erfolge gibt es Baustellen. Sportmediziner weisen darauf hin, dass im Frauensport oft die Rahmenbedingungen fehlen, um Verletzungsrisiken zu minimieren.

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Am Beispiel des Frauenfußballs wurde das zuletzt deutlich. Die Spielerin Cara Bösl und die Sportmedizinerin Christiane Wilke betonten in einer Debatte: Das Problem sei nicht die körperliche Belastung an sich, sondern die mangelhaften Strukturen im Umfeld. Medizinische Betreuung und Trainingssteuerung erreichten im Frauensport noch nicht denselben Standard wie im Männerbereich.

Die Erfolge der Athletinnen zeigen, dass Kraft und Athletik für Frauen längst zentral sind. Jetzt müssen Industrie und Verbände liefern – mit passenden Produkten und den richtigen Rahmenbedingungen.

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