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Frozen v2: Googles neuer KI-Chip soll Effizienz um das 10fache steigern

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 17:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Alphabet treibt mit dem Spezialchip „Frozen v2“ die KI-Effizienz voran und baut parallel seine Hardware-Teams in Taiwan für AR und Pixel aus.

Alphabet: Neuer KI-Chip „Frozen v2“ und Hardware-Ausbau in Asien
Zukunftssicherer Server-Rack mit leuchtenden Innenkomponenten und komplexer Schaltkreisstruktur, Symbol für fortschrittliche KI-Hardwareentwicklung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Konzern Alphabet arbeitet an einem neuen Spezialchip für KI-Modelle und baut seine Hardware-Entwicklungsteams in Asien aus. Das Ziel: Unabhängigkeit von externen Zulieferern und optimierte Leistung für generative Künstliche Intelligenz.

„Frozen v2": Googles nächster Schritt in der Chip-Entwicklung

Alphabet entwickelt einen spezialisierten Serverchip mit dem internen Codenamen „Frozen v2". Er soll die hauseigenen Gemini-KI-Modelle mit deutlich höherer Effizienz betreiben. Branchenberichten zufolge ist geplant, Elemente des Gemini-Modells direkt in die Hardware-Architektur zu integrieren.

Das Projekt ergänzt Googles bestehende Tensor Processing Units (TPUs) , ersetzt sie aber nicht. Die Prognosen sind vielversprechend: Im Vergleich zu aktuellen Standards könnte die neue Hardware die Effizienz bei der Verarbeitung von Tokens pro Leistungseinheit um das Sechs- bis Zehnfache steigern. Das würde jene Engpässe beseitigen, die Google Cloud bislang bei bestimmten Unternehmensverträgen behindert haben. Allerdings: Mit einem Einsatz wird frühestens 2028 gerechnet.

Hardware-Teams in Taiwan: AR-Brillen und Pixel-Smartphones

Parallel zu den Server-Chips baut Google seine Hardware-Präsenz in Asien aus. Aktuelle Stellenausschreibungen vom 20. Juli 2026 zeigen: Das Unternehmen sucht in New Taipei einen Senior Specialized Hardware Engineer für AR-Brillen sowie einen Technical Program Manager für die Pixel-Sparte.

Die Aufgaben umfassen Architektur, Schaltungs- und PCB-Design sowie Fehleranalyse für Unterhaltungselektronik. Der Fokus auf AR-Brillen deutet auf anhaltende Investitionen in Wearable-Technologie hin. Die Pixel-Stelle setzt auf ein Joint-Development-Manufacturer-Modell (JDM) für globale Produktentwicklung und strategische Partnerschaften.

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Auch das kommende Pixel 11a mit dem Codenamen „Formosan" zeichnet sich ab: Ein Tensor G6-Chipsatz, ein Titan M3-Sicherheitsprozessor und ein MediaTek M90-Modem sind erwartet. Analysten rechnen mit einem Launch um März 2027.

Partnerschaften und vertikale Integration

Google vertieft zudem die Zusammenarbeit mit traditionellen Halbleiterherstellern. Mitte Juli 2026 weiteten Intel und Google Cloud ihre Partnerschaft aus: Intel setzt Gemini Enterprise und agentische KI-Tools für das eigene Chipdesign ein. Im Gegenzug integriert Google Cloud Intels Xeon 6-Prozessoren in seine Infrastruktur.

Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Trends: Die Hyperscaler – Google, Amazon, Microsoft und Meta – streben nach vollständiger Kontrolle über ihre KI-Ökosysteme. Die Konkurrenz beschleunigt ihre eigenen Chip-Programme: Microsoft brachte kürzlich den Maia 200 auf den Markt, Meta aktualisiert seine MTIA-Familie alle sechs Monate. Auch OpenAI arbeitet Berichten zufolge an einem eigenen Chip namens „Jalapeño".

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Milliarden-Investitionen und offene Baustellen

Die Eigenentwicklung von Hardware fällt in eine Zeit massiver Investitionen. Alphabet könnte 2026 bis zu 190 Milliarden Euro für Investitionsausgaben bereitstellen. Erst im Juni 2026 sicherte sich das Unternehmen über 84 Milliarden Euro für KI-Projekte.

Doch nicht alles läuft rund: Die Veröffentlichung von Gemini 3.5 Pro verzögert sich wegen Leistungsproblemen bei der Code-Erstellung. Das hat zuletzt für Schwankungen beim Aktienkurs gesorgt. Investoren warten gespannt auf den Quartalsbericht, der für den 22. Juli 2026 erwartet wird.

DeepMind-CEO Demis Hassabis plädiert derweil für Produktivitätssteigerung durch KI-gestütztes Design statt Personalabbau. KI werde zunehmend genutzt, um genau jene Chips zu optimieren, die die nächste Generation großer Sprachmodelle antreiben – ein Kreislauf, den Google mit seinen aktuellen Hardware-Initiativen zu formalisieren scheint.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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