Funktionsgetränke: 24 von 35 Vitamin-Wässern zu hoch dosiert
Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 14:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Magnesium, Vitaminwasser, Koffeinkicks – der Markt für Funktionsgetränke boomt. Doch was bringen die Trendprodukte wirklich? Verbraucherschützer haben nachgemessen und ziehen ein ernüchterndes Fazit.
Magnesium: Nur bei Mangel sinnvoll
Magnesium ist essenziell für Muskeln und Nerven. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Männern 350 mg täglich, Frauen 300 mg. Freizeitsportler decken diesen Bedarf meist problemlos über die Ernährung.
Erst bei starkem Schwitzen oder nachgewiesenem Mangel wird eine Supplementierung relevant. Dann raten Experten zu Magnesiumcitrat – es hat die höchste Bioverfügbarkeit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) setzt die Obergrenze für Nahrungsergänzungsmittel bei 250 mg täglich. Idealer Zeitpunkt: nach dem Sport.
Vitamin-Wässer: Viel Zucker, wenig Nutzen
Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat im Mai 35 Vitamin-Wässer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Werbeversprechen und gesundheitlicher Nutzen klaffen weit auseinander.
Bei 24 der geprüften Getränke überschritten die Vitamine die Höchstmengenempfehlungen des BfR. Besonders betroffen: B6 und Folsäure. Ein weiteres Problem: Fettlösliche Vitamine wie E und D können aus fettfreien Getränken vom Körper kaum aufgenommen werden.
Dazu kommen hohe Zuckergehalte – Spitzenwerte von 6,7 Gramm pro 100 Milliliter sind keine Seltenheit. Der Preis: 0,89 bis 3,98 Euro pro Liter. Normales Mineralwasser gibt's ab 0,19 Euro.
Wer bei Vitamin-Wässern den Durchblick behalten will, findet in diesem Ratgeber die wichtigsten Fakten – von überdosierten Vitaminen bis zu versteckten Zuckerfallen. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Koffein-Bomben und aggressive Säuren
Analysen vom Juli 2026 zeigen weitere Risiken. Manche Trendgetränke haben einen pH-Wert von etwa 3,19 – das greift den Zahnschmelz an. Auch die Kombination bestimmter Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Kalzium kann deren Aufnahme behindern.
Besonders kritisch: der Koffeingehalt. Einige Kalttees und Erfrischungsgetränke enthalten bis zu 160 mg Koffein pro 500 ml. Das erreicht das Niveau von Energydrinks und ist vor allem für Jugendliche bedenklich. Auch Süßstoffe wie Sucralose stehen in der Kritik – sie belasten die Umwelt.
Hitze am Arbeitsplatz: Drei bis fünf Liter täglich
Der Klimawandel macht das Thema Hydration dringlicher. Eine Studie der World Weather Attribution vom Juli 2026 zeigt: Die Böden in Europa trocknen durch erhöhte Verdunstung schneller aus. Die Folgen spürt auch die Wirtschaft.
Viele Trendgetränke enthalten bis zu 160 mg Koffein pro 500 ml und aggressive Säuren mit pH 3,19 – gefährlich für Zahnschmelz und Jugendliche. Dieser Leitfaden zeigt, welche Produkte Sie meiden sollten und welche Alternativen wirklich gesund sind. Ratgeber: Gesunde Alternativen jetzt sichern
Laut Prognos AG verursacht jeder extreme Hitzetag in Deutschland Produktivitätsverluste von rund 431 Millionen Euro. Arbeitnehmervertretungen empfehlen für Arbeiten im Freien: drei bis fünf Liter Flüssigkeit täglich, alle 15 bis 20 Minuten ein Glas Wasser.
Zusätzlich zur Hydration gilt bei Hitze: Medikamente richtig lagern. Das R+V-Infocenter warnt: Zäpfchen, Asthmasprays und Insuline gehören bei 15 bis 25 Grad an einen schattigen Platz. Sonst verlieren sie ihre Wirksamkeit.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
