GĂ€rtnern, Sterberisiko

GÀrtnern: 22% niedrigeres Sterberisiko und lÀngere Telomere

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Studien belegen: Gartenarbeit senkt Sterblichkeit um 22% und verlĂ€ngert Telomere. Immer mehr Pflegeheime setzen auf grĂŒne Therapiekonzepte.

Therapeutisches GÀrtnern: Senkt Sterberisiko und fördert Zellgesundheit
Ein Senior pflanzt Blumen in einem Hochbeet in einem hellen, freundlichen Garten einer Pflegeeinrichtung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

GĂ€rtnerische AktivitĂ€ten werden zum festen Bestandteil in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Aktuelle Projekte und Studien belegen: Das sogenannte „Therapeutische GĂ€rtnern“ ist weit mehr als nur Zeitvertreib.

Es dient der GesundheitsprÀvention, fördert motorische FÀhigkeiten und steigert die LebensqualitÀt im Alter. Immer mehr Einrichtungen integrieren die Arbeit mit Pflanzen gezielt in ihren Alltag.

Wissenschaft belegt positive Effekte

Die positiven Auswirkungen der Gartenarbeit auf Körper und Psyche sind gut dokumentiert. Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2024, unter anderem aus China und den USA, zeigten bereits: RegelmĂ€ĂŸiges GĂ€rtnern senkt das Cortisol-Level, verbessert die SchlafqualitĂ€t und kann das Risiko fĂŒr Demenz und Depressionen reduzieren.

Aktuelle Daten aus dem Jahr 2026 untermauern diese Erkenntnisse. Bei Garteninteressierten wurde ein um 22 Prozent niedrigeres Sterberisiko beobachtet. Die Studienautoren fĂŒhren dies auf eine Kombination aus körperlicher Bewegung, Stressabbau und sozialen Interaktionen zurĂŒck. Zudem wurden bei aktiven GĂ€rtnern lĂ€ngere Telomere festgestellt – ein Indikator fĂŒr verlangsamte zellulĂ€re Alterung.

Pilotprojekt „Pflegeacker“ in ThĂŒringen

In der Praxis zeigt sich ein klarer Trend zu strukturierten Gartentherapie-Angeboten. In ThĂŒringen startete im FrĂŒhjahr 2026 das Projekt „Pflegeacker“. Die Acker Company GmbH fĂŒhrt es gemeinsam mit acht Pflegeheimen der Landhaus Seniorenwohngemeinschaft durch, finanziert von der Techniker Krankenkasse.

Speziell fĂŒr mobilitĂ€tseingeschrĂ€nkte Personen konzipierte Hochbeete stehen im Mittelpunkt. Eine beteiligte Gartentherapeutin erklĂ€rt: Die Ziele liegen primĂ€r in der DemenzprĂ€vention und der Förderung der Feinmotorik. Bewohner wie die 92-jĂ€hrige Margit Rausch pflegen die Pflanzen regelmĂ€ĂŸig. Das stĂ€rkt nicht nur die physische Aktivierung, sondern auch die soziale Interaktion innerhalb der Heimgemeinschaft.

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Wer sein Sterberisiko senken und gleichzeitig etwas fĂŒr die Zellgesundheit tun möchte, findet im Garten einen natĂŒrlichen VerbĂŒndeten. Aktuelle Studien belegen: RegelmĂ€ĂŸiges GĂ€rtnern senkt das Risiko um 22% und verlĂ€ngert die Telomere – ein Zeichen fĂŒr verlangsamte Alterung. Jetzt kostenlosen Garten-Guide anfordern

Bayern investiert in grĂŒne Pflegekonzepte

Die Bedeutung von GrĂŒnflĂ€chen spiegelt sich auch in der Architektur neuer Pflegeeinrichtungen wider. Im Juli 2026 wurden in Bayern mehrere Einrichtungen eröffnet, bei denen gartenbauliche Aspekte zentraler Bestandteil sind:

  • Augsburg-Herrenbach: Ein neues Seniorenheim der AWO mit einem speziellen Gerontogarten fĂŒr Demenzkranke. Das GebĂ€ude erfĂŒllt hohe Nachhaltigkeitsstandards – unter anderem durch ein 700 Quadratmeter großes GrĂŒndach und eine Photovoltaikanlage. Das Land Bayern förderte das Projekt mit rund 4,2 Millionen Euro.
  • Thierhaupten: Das dortige Seniorenzentrum wurde von Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach eingeweiht. Mit 775.000 Euro aus dem Programm „PflegesoNah“ ist die Einrichtung demenzsensibel gestaltet und als BegegnungsstĂ€tte konzipiert.
  • Leinefelde: Der „Leinefelder Hof“ fungiert als erstes GebĂ€ude einer kĂŒnftigen „Gartenstadt“, die an das Areal einer Landesgartenschau angrenzt.

Seit 2020 wurden laut bayerischem Gesundheitsministerium rund 410 Millionen Euro investiert. Damit konnten ĂŒber 8.880 PflegeplĂ€tze modernisiert oder neu geschaffen werden – mit Fokus auf wohnortnahe und bedĂŒrfnisgerechte Konzepte.

Urban Gardening und Slow Gardening

Auch außerhalb stationĂ€rer Einrichtungen gewinnen Gartenprojekte an Bedeutung. In Amstetten wurde im Juli 2026 die erste Ernte eines Urban-Gardening-Projekts im Pfarrgarten St. Stephan eingebracht. Soziale Dienstleister und die Stadtpflege betreuen die Initiative – der Fokus liegt auf sozialem Mehrwert und Naturerlebnis.

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Ähnlich gelagert ist der HeilkrĂ€utergarten in Eberbach. Dort pflegen Ehrenamtliche ĂŒber 150 verschiedene KrĂ€uterarten. Diese Projekte passen zum Trend des „Slow Gardening“. Entschleunigung, Nachhaltigkeit und die Schaffung tierfreundlicher LebensrĂ€ume stehen im Vordergrund. Experten beobachten eine bewusste Abkehr von rein funktionalen Gartenstrukturen hin zu ökologisch wertvollen Oasen der Ruhe.

Dass das Interesse der Ă€lteren Generation an gĂ€rtnerischer Ästhetik ungebrochen ist, zeigt eine Exkursion aus MaxhĂŒtte-Haidhof. Senioren-BeirĂ€te besuchten im Juli 2026 einen großflĂ€chigen Blumenpark – ein weiteres Zeichen dafĂŒr, wie sehr Pflanzen und GĂ€rten den Alltag im Alter bereichern können.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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