GedÀchtnis-Test, Smartphone

GedĂ€chtnis-Test per Smartphone: DZNE findet frĂŒhe Demenz-Zeichen

12.06.2026 - 06:23:50 | boerse-global.de

Eine DZNE-Studie belegt: Digitale GedĂ€chtnisprĂŒfungen per App zeigen kognitive VerĂ€nderungen frĂŒher an als klassische Verfahren.

Smartphone-Tests erkennen Demenz-FrĂŒhzeichen schneller
GedĂ€chtnis-Test - Abstraktes Bild eines leuchtenden neuronalen Netzwerks mit integrierten Puzzleteilen, das kognitive Stimulation darstellt. 12.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Eine neue Studie zeigt: Smartphone-basierte GedĂ€chtnistests können kognitive VerĂ€nderungen schneller erfassen als herkömmliche Methoden. Die Forschung des Deutschen Zentrums fĂŒr Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) wurde am 10. Juni im Fachjournal „npj digital medicine“ veröffentlicht.

Smartphone-App als FrĂŒhwarnsystem

202 Probanden im Alter von 52 bis 85 Jahren absolvierten ĂŒber sieben bis zwölf Monate alle zwei Wochen GedĂ€chtnistests per neotiv-App. Die Ergebnisse korrelierten mit Langzeitbeobachtungen aus acht Jahren. Besonders bei Patienten mit leichter kognitiver BeeintrĂ€chtigung (MCI) erkannten die digitalen Verfahren VerĂ€nderungen frĂŒher.

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Experten sehen enormes Potenzial: Die Methode könnte klinische Therapiestudien beschleunigen und das individuelle Patienten-Monitoring verbessern.

Spielen als Therapie – fĂŒr Jung und Alt

Doch es geht nicht nur um Diagnostik. Der Psychotherapeut Necip Yurddas betont: Spielen ist fĂŒr Kinder die essenzielle Form des Lernens und der emotionalen Verarbeitung. Fehlen SpielrĂ€ume, drohen emotionale Belastungen.

Diese Erkenntnisse nutzt man auch in der Seniorenbetreuung. Das CafĂ© Malta in Blumberg bietet seit Juli 2022 wöchentliche Treffen fĂŒr Menschen mit beginnender Demenz. Bei einem BetreuungsschlĂŒssel von 1:2 fördern Malen, Basteln, Singen und RĂ€tseln die soziale Teilhabe. Ziel: Die kognitive Degeneration verlangsamen.

Das Kartenspiel „Digitale Achtsamkeit“ geht einen anderen Weg. Es trainiert den kritischen Umgang mit digitalen ZwĂ€ngen – kooperativ und fĂŒr Spieler ab neun Jahren. Markus Utomo veröffentlichte das Spiel fĂŒr rund 35 Euro. QR-Codes liefern fundierte Hintergrundinfos.

Jonglieren fĂŒrs Gehirn

Die REHORULI-Methode verbindet motorisches Training mit neurowissenschaftlichen Inhalten. Onlinekurse mit 34 Übungen und Videomaterial lehren das Jonglieren. Das schult Koordination und schafft aktive Pausen – fĂŒr rund 29 bis 30 Euro.

Selbst Musikspiele werden smarter: „Hitster“ bindet Spotify ein und fordert Spieler auf, Musiktitel aus 100 Jahren zeitlich korrekt einzuordnen. Das trainiert das GedĂ€chtnis und fördert den Austausch zwischen Generationen.

Rekordbeteiligung bei Mathe-Wettbewerben

Die Mathe-Begeisterung in Deutschland ist ungebrochen. Mitte MĂ€rz 2026 nahmen rund 930.000 SchĂŒler aus etwa 13.000 Schulen am KĂ€nguru-Wettbewerb teil. Parallel qualifizierten sich Teilnehmer fĂŒr das Finale des Pangea-Wettbewerbs am 13. Juni in Essen – insgesamt 74.500 SchĂŒler waren beteiligt.

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Ein besonderes Talent: Der sechsjÀhrige Bui Le Quang Hung aus Vietnam löste komplexe Aufgaben zum Periodensystem und klassifizierte 150 Zahlen.

KI knackt 80 Jahre altes RĂ€tsel

Auch die Forschung meldet Fortschritte. Im Juni 2026 gelang es einer KĂŒnstlichen Intelligenz, ein rund 80 Jahre altes mathematisches Problem zu lösen. Das erinnert an den Mathematiker Gerd Faltings, der fĂŒr den Beweis der Mordellschen Vermutung – ein jahrzehntelanger Prozess – den Abelpreis erhielt.

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