GedĂ€chtnis: Ăber 5 Stunden Social Media tĂ€glich schwĂ€cht es messbar
19.06.2026 - 19:54:11 | boerse-global.de
MedienhÀuser setzen zunehmend auf Quizformate, um Leser zu unterhalten und gleichzeitig kognitive FÀhigkeiten zu fördern.
STERN.de veröffentlichte am 19. Juni ein Quiz mit 17 Fragen aus Politik, Wirtschaft, Naturwissenschaften, Mode und Film. Die WELT zog nach â mit einem zehn Fragen umfassenden Test zu Geschichte, Literatur und Geografie. Die Bestehensgrenze: acht richtige Antworten.
Solche Formate aktivieren unterschiedliche Wissensressourcen. Sie verbinden Unterhaltung mit mentaler Herausforderung.
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Vom digitalen Quiz zum gedruckten Buch
Der Tessloff Verlag bringt am 22. Juni das Buch âWAS IST WAS Quiz LĂ€nder der Weltâ auf den Markt. Die systematische Sammlung bietet eine haptische Alternative zu digitalen Angeboten â gedacht fĂŒr gezielte Wissenserweiterung.
Besonders jĂŒngere Zielgruppen sollen so fĂŒr spezifische Themen begeistert werden.
Wenn FuĂballprofis ihr Wissen testen
Auch im Sport setzt man auf Quizformate. Am 18. Juni traten Thomas MĂŒller und Mats Hummels bei MagentaTV in einem WM-Quiz gegeneinander an. Die Fragen drehten sich um den ersten Spieltag der Weltmeisterschaft 2026.
MĂŒller gewann knapp mit 4:3 Punkten. Die Aufgaben verlangten spezifische Daten: Ballbesitzanteile, TorschĂŒsse, Trainer-Bilanzen.
STERN.de begleitete das GroĂereignis mit mehreren Quizzen â bis zu 12 Fragen, teilweise mit 20 Sekunden Zeitlimit pro Antwort. Der Druck fördert den schnellen Wissensabruf.
Kognitives Training in der Pflege
Ăber Unterhaltung hinaus: In Pflegeheimen setzen Fachleute auf personalisierte AktivitĂ€ten. Grundlage sind die individuelle Lebensgeschichte, persönliche Interessen und vorhandene FĂ€higkeiten.
Ziel ist die PrĂ€vention von Verhaltensstörungen wie Unruhe, Apathie oder Aggression. Das Spektrum reicht von kognitiven ĂŒber körperliche bis zu kreativen und sozialen MaĂnahmen.
Eine strukturierte Tagesroutine gibt Ă€lteren Menschen mit kognitiven EinschrĂ€nkungen Orientierung. Sie reduziert Ăngste. Wichtig: Die Routine muss flexibel bleiben, um nicht in starre Muster zu verfallen.
Die Schattenseite: Social Media als GedÀchtniskiller
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WĂ€hrend aktive Wissensabfragen fördern, zeigt eine Studie Risiken durch ĂŒbermĂ€Ăigen digitalen Konsum. Die Camilo-JosĂ©-Cela-UniversitĂ€t Madrid und die UniversitĂ€t Bergen befragten 943 Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren.
Das Ergebnis: TĂ€gliche Social-Media-Nutzung von ĂŒber fĂŒnf Stunden sowie problematisches Nutzungsverhalten korrelieren mit hĂ€ufigeren GedĂ€chtnislĂŒcken. Die Daten basieren auf SelbsteinschĂ€tzungen der Teilnehmer.
Die Botschaft der Forscher: Bewusste Mediennutzung schĂŒtzt die kognitive IntegritĂ€t. Die Art der geistigen BeschĂ€ftigung entscheidet â passiver Konsum schadet, aktive Wissensabfrage stĂ€rkt das GedĂ€chtnis.
