GefÀlschte Zahlungs-Apps: Manipulierte KontostÀnde tÀuschen Nutzer bei Betrug
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 08:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sicherheitsexperten warnen vor einer perfiden Betrugsmasche mit manipulierten Zahlungsanwendungen. Kriminelle setzen zunehmend gefÀlschte Apps ein, die darauf ausgelegt sind, KontostÀnde optisch zu manipulieren und frei erfundene Transaktionsbelege zu generieren.
Wie aus einem Bericht von chip.de vom 29. September 2026 hervorgeht, dienen diese Anwendungen dazu, Nutzer bei verschiedenen Betrugsszenarien gezielt in die Irre zu fĂŒhren und ihnen vorzugaukeln, dass Zahlungen tatsĂ€chlich eingegangen oder Guthaben vorhanden seien.
Warnung vor gefĂ€lschten Sicherheits-Apps in Ăsterreich
Parallel zu dieser Entwicklung schlagen Finanzinstitute Alarm. Die Erste Bank und die Sparkassen in Ăsterreich warnen vor betrĂŒgerischen Telefonanrufen. Dabei geben Kriminelle gegenĂŒber den Kunden vor, dass unbefugte Zugriffe auf das Bankkonto festgestellt worden seien.
Um das angebliche Problem zu lösen, senden die Anrufer den Betroffenen einen Link ĂŒber den Nachrichtendienst WhatsApp, der zur Installation einer vorgeblichen Sicherheits-App fĂŒr Android fĂŒhrt.
Millionen Deutsche nutzen tĂ€glich Online-Banking per Smartphone â ohne einen wirksamen Schutz gegen manipulierte Apps ist das gefĂ€hrlich. Experten warnen vor Datenverlust und finanziellen SchĂ€den, doch diese fĂŒnf MaĂnahmen helfen Ihnen, Ihr GerĂ€t sofort abzusichern. 5 sofort umsetzbare SchutzmaĂnahmen entdecken
In dieser manipulierten Software werden die Opfer dazu angeleitet, die Nahfeldkommunikation (NFC) auf ihrem Smartphone zu aktivieren. AnschlieĂend sollen sie ihre Bankkarte direkt an das Mobiltelefon halten und ihre persönliche Identifikationsnummer (PIN) eintippen. Auf diesem Weg gelingt es den TĂ€tern, die Kartendaten digital abzugreifen und im Anschluss fĂŒr unberechtigte Abbuchungen zu verwenden.
Deutlicher Anstieg bei Angriffen auf NFC-Schnittstellen
Die Vorgehensweise reiht sich in einen breiteren Trend digitaler Angriffe ein. Das Cybersicherheitsunternehmen Group-IB beobachtete im Jahr 2026 bereits sogenannte WindRelay-Angriffe in Tschechien, der Slowakei und Slowenien. Ob zwischen diesen Attacken und den aktuellen VorfĂ€llen in Ăsterreich ein direkter Zusammenhang besteht, ist derzeit unklar.
Dass Angreifer mobile Schnittstellen verstÀrkt ins Visier nehmen, belegen auch Analysen des Sicherheitsunternehmens Kaspersky. Demnach stiegen die NFC-Angriffe auf Android-GerÀte in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 um 188 Prozent an.
Wer sich mit dem Schutz seiner digitalen Konten befasst, erkennt schnell, dass regelmĂ€Ăige Software-Updates die wichtigste Verteidigungslinie gegen neue Angriffsmethoden darstellen. Wie Sie automatische Updates richtig nutzen und gefĂ€hrliche Apps rechtzeitig erkennen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden. Kostenlosen Android-Sicherheits-Report herunterladen
Schutzlösungen des Anbieters blockierten in diesem Zeitraum rund 35.600 derartige Attacken, was einem Zuwachs gegenĂŒber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht.
Sicherheitsfachleute und Banken raten Smartphone-Nutzern generell dazu, keine Anwendungsdateien aus unbekannten Quellen oder ĂŒber Messaging-Dienste zu installieren und Kartendaten keinesfalls ĂŒber externe Aufforderungen via NFC am eigenen Telefon einzulesen.
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von CHIP.
