GeForce NOW: NVIDIA startet Cloud-Gaming offiziell für Linux
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 08:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Technologiekonzern NVIDIA hat am 13. August 2026 die offizielle Anwendung seines Cloud-Gaming-Dienstes GeForce NOW für Linux-Betriebssysteme freigegeben. Damit verlässt der Client eine rund sieben Monate andauernde Beta-Phase und steht nun als stabile Version zur Verfügung.
Die Software unterstützt laut Unternehmensangaben Distributionen ab Ubuntu 24.04 und wird zudem über das offizielle Flatpak-Repository verteilt, was die Installation auf einer Vielzahl von Linux-Derivaten vereinfacht.
Performance-Optimierungen und technischer Ausbau
Parallel zum offiziellen Start auf Linux hat NVIDIA technische Verbesserungen an seinem Dienst vorgenommen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Optimierung der DLSS Frame Generation. Mitglieder des Performance-Tarifs erhalten durch diese Aktualisierungen höhere Bildraten. Branchenberichte weisen zudem darauf hin, dass gezielte Verbesserungen bei der CPU-Leistung erzielt wurden, um Engpässe in der Cloud-Infrastruktur zu minimieren.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Reduzierung der Latenz gelegt. Diese Optimierungen greifen insbesondere bei Bildwiederholraten von 60 und 120 Bildern pro Sekunde, was die Eingabeverzögerung für Nutzer des Performance-Tiers spürbar verringern soll. Damit zielt der Anbieter darauf ab, das Spielerlebnis in der Cloud näher an die Qualität lokaler Hardware heranzuführen.
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Bibliothekszuwachs und Tarifstrukturen
Zeitgleich mit dem App-Launch wurden neun neue Spiele in den Dienst integriert. Laut Marktbeobachtern von PCGamesN umfasst die gesamte Bibliothek von GeForce NOW damit mittlerweile über 4.500 Titel. Das Angebot ist weiterhin in verschiedene Leistungsstufen unterteilt.
Der kostenlose Tarif bietet Zugriff auf etwa 2.000 Spiele, ist jedoch mit technischen Einschränkungen verbunden: Die maximale Auflösung beträgt 1080p, Raytracing-Effekte sind deaktiviert und die Spielzeit ist auf eine Stunde pro Sitzung begrenzt.
Seit dem Jahr 2026 gilt zudem ein monatliches Limit von 100 Spielstunden für die Nutzer. Um neue Zielgruppen zu erschließen, bietet das Unternehmen im Rahmen eines speziellen Programms für Chromebook-Nutzer einen sogenannten „Fast Pass“ an, der eine kostenlose Nutzung des Dienstes für die Dauer eines Jahres ermöglicht.
Sicherheitsbedenken durch Sandbox-Escape am Vortag
Trotz der offiziellen Veröffentlichung der Linux-App wird der Dienst aktuell mit Berichten über eine Sicherheitslücke konfrontiert. Ein Modder namens Zortos konnte am 12. August 2026 die Sicherheitsbarrieren der GeForce NOW-Sandbox über das Spiel Trove umgehen. Dieser sogenannte Sandbox-Escape ermöglichte den unautorisierten Zugriff auf einen vollständigen Windows-Desktop innerhalb der Cloud-Server von NVIDIA.
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Wie Hardwareluxx berichtet, wurde die Lücke genutzt, um die KI-Software LM Studio und das Modell Gemma auf einer RTX Pro 6000D mit 48 GB Grafikspeicher auszuführen. Damit wurde die Gaming-Hardware zweckentfremdet, um lokale KI-Berechnungen in der Cloud durchzuführen.
NVIDIA hat sich bis zum 12. August nicht offiziell zu diesem Vorfall geäußert. Branchenkenner erwarten zeitnah einen Patch, um die Schwachstelle zu schließen. Nutzer wurden gleichzeitig gewarnt, dass Versuche, diese Sicherheitslücke auszunutzen, zur Sperrung des eigenen Benutzerkontos führen können.
