Gehirn-Computer-Schnittstelle, Tetraplegiker

Gehirn-Computer-Schnittstelle: Tetraplegiker spürt Hand wieder dank Mikrochips

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 08:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fünf Mikrochips im Gehirn eines Gelähmten übersetzen Gedanken in Bewegungen. Die Erfolgsquote beim Greifen liegt bei 87 Prozent.

Tetraplegiker spürt Hand: Hirnchips ermöglichen Bewegung
Eine menschliche Hand mit feinen, futuristischen neuronalen Schnittstellenkabeln, die eine Oberfläche berührt und Empfindungen vermittelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Fünf Mikrochips in seinem Gehirn übersetzen Gedanken in Bewegungen, während Sensoren an den Fingerspitzen Berührungen zurückmelden. Die Studie in Nature Medicine zeigt: Die Erfolgsquote beim Greifen eines Eies liegt bei 87 Prozent, die Kraft im rechten Arm stieg um 86 Prozent.

Was passiert, wenn das System ausgeschaltet ist?

Die Verbesserungen bleiben bestehen. Forscher der Feinstein Institutes for Medical Research führen das auf Neuroplastizität zurück – das Gehirn lernt um. Auch ohne Stimulation halten die motorischen und sensorischen Fortschritte an. Ein fünftägiges Training der sogenannten Error-Positivity-Welle verbessert zudem die Fähigkeit, kleinste Fehler zu erkennen. Anwendbar in Chirurgie oder Sturzprävention.

Roboter per Gedanken steuern

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Die Erfolgsquote beim Greifen eines Eies liegt bei 87 Prozent, die Armkraft steigt um 86 Prozent – und die Verbesserungen bleiben bestehen, selbst wenn das System ausgeschaltet ist. Dieses Whitepaper liefert die entscheidenden Hebel für Neuroplastizität, Zulassung und Marktentwicklung. Jetzt kostenloses Whitepaper anfordern

Auf der World AI Conference 2026 in Shanghai zeigten Forscher eine EEG-Kopfbedeckung, die Hirnsignale in weniger als 200 Millisekunden in Befehle für Roboterarme oder Roboterhunde übersetzt. Ziel: intuitive Mensch-Maschine-Interaktion. Komplexe Aufgaben wie das Falten von Kleidung per Gedankensteuerung sind machbar. Die nächste Grenze: Robotern ein tieferes Verständnis für menschliche Intentionen zu vermitteln.

China setzt auf Serienproduktion

Der BCI-Sektor wird industriell. Das Unternehmen NeuroXess startete die Massenfertigung von Hirnchips und strebt 10.000 Sätze pro Jahr an. Das NEO-System – ein invasives BCI zwischen Schädel und Gehirn – erhielt bereits kommerzielle Zulassung. In Bengbu entstehen spezialisierte Innovationszentren. Die Zahlen sprechen für sich: In den ersten sieben Monaten 2026 flossen 6,47 Milliarden Yuan Risikokapital in chinesische BCI-Firmen. Über 60 medizinische Einrichtungen betreiben inzwischen spezialisierte BCI-Zentren.

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