Gehirn, ZĂ€hne

Gehirn und ZÀhne: Stammzellen aus WeisheitszÀhnen werden zu Neuronen

11.06.2026 - 15:08:18 | boerse-global.de

Studien belegen enge Verbindung zwischen Zahnpflege, ErnĂ€hrung und Gehirnleistung. Stammzellen aus ZĂ€hnen bieten Potenzial fĂŒr Neurologie.

Mundgesundheit und ErnÀhrung: Neue Erkenntnisse zu kognitiver Fitness
Gehirn - Nahaufnahme eines Mundes, der ZĂ€hne und Zahnfleisch zeigt, mit ĂŒberlagerten abstrakten neuronalen Netzlinien, die die Gehirnverbindung symbolisieren. 11.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Aktuelle Forschung zeigt: ZÀhne, Zahnfleisch und ErnÀhrung hÀngen enger mit der kognitiven LeistungsfÀhigkeit zusammen als bisher angenommen.

Stammzellen aus WeisheitszÀhnen

Forscher der UniversitÀt des Baskenlandes haben einen Durchbruch erzielt. Ihnen gelang es, Stammzellen aus dem Zahnmark von WeisheitszÀhnen in lebende neuronale Zellen umzuwandeln. Die am 10. Juni veröffentlichte Studie zeigt: Diese Zellen können Aktionspotenziale erzeugen und sich vollstÀndig erholen.

Das Besondere: ZĂ€hne sind eine leicht zugĂ€ngliche Quelle fĂŒr körpereigene Stammzellen. Der Ansatz könnte kĂŒnftig neue Wege in der regenerativen Medizin bei neurologischen Erkrankungen eröffnen.

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EntzĂŒndungen im Mund gefĂ€hrden das Gehirn

Chronische EntzĂŒndungen wie Parodontitis gelten als Risikofaktor fĂŒr degenerative Prozesse. Eine Untersuchung des King's College London untermauert diesen Zusammenhang nun. Die am 11. Juni vorgestellte Analyse von 28 Patienten zeigt: Eine kurzzeitige, das Fasten imitierende DiĂ€t senkt die EntzĂŒndungswerte (CRP-Marker) sowohl im Blut als auch direkt im Zahnfleischgewebe.

Die Botschaft ist klar: Wer seine ZahnfleischentzĂŒndungen in den Griff bekommt, schĂŒtzt langfristig auch sein Gehirn.

HĂ€usliche Pflege schont Umwelt und Nerven

Eine Lebenszyklusanalyse von P&G Oral Care, erschienen am 9. Juni im Journal of Dentistry, verglich die Umweltauswirkungen verschiedener BehandlungsansÀtze. Das Ergebnis: HÀusliche PrÀvention ist deutlich ressourcenschonender als klinische Eingriffe bei fortgeschrittener Parodontitis.

Konsequente Mundhygiene dient also gleich zweifach der Gesundheit – sie erhĂ€lt die Zahnsubstanz und reduziert die systemische Belastung durch entzĂŒndliche Prozesse.

Der Blinddarm als Alzheimer-SchlĂŒssel?

Eine KI-gestĂŒtzte Studie der University of Technology Sydney und des Massachusetts General Hospital liefert ĂŒberraschende Ergebnisse. Die am 10. Juni veröffentlichte Untersuchung von 10.000 Probanden identifizierte die operative Entfernung des Blinddarms als starken PrĂ€diktor fĂŒr ein erhöhtes Alzheimer-Risiko.

Die Forscher fĂŒhren dies auf die zentrale Rolle des Darmmikrobioms und die damit verbundene Immunregulation zurĂŒck. Ein weiteres PuzzlestĂŒck im komplexen Bild der Darm-Hirn-Achse.

Vitamin C und graue Substanz

Die Hirosaki University untersuchte ĂŒber 2.000 japanische Probanden. Ergebnis: Niedrige Vitamin-C-Werte im Blut sind mit einem geringeren Volumen der grauen Substanz und schwĂ€cherer KonnektivitĂ€t im Gehirn assoziiert. Die Studie wurde am 10. Juni veröffentlicht.

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Kaffee, NĂŒsse und Ballaststoffe schĂŒtzen

Die richtige ErnĂ€hrung spielt eine entscheidende Rolle fĂŒr die kognitive Gesundheit:

NĂŒsse: Mandeln und ErdnĂŒsse fördern die Herz-Kreislauf-Gesundheit, was wiederum die Hirndurchblutung unterstĂŒtzt.

Kaffee: Eine Untersuchung der UniversitĂ€t Fuzhou mit ĂŒber 460.000 Teilnehmern ĂŒber 13 Jahre ergab: Zwei bis drei Tassen tĂ€glich senken das Risiko fĂŒr Depressionen. Die Studie erschien am 10. Juni.

Komplexe Kohlenhydrate: Experten des Max-Planck-Instituts raten zu resistenter StĂ€rke und Ballaststoffen – mindestens 30 Gramm tĂ€glich. Das stabilisiert den Stoffwechsel und erzielt prĂ€biotische Effekte.

Die Forschungsergebnisse zeigen: Die Gesundheit des Gehirns ist eng mit der FunktionalitĂ€t von Mund- und Verdauungssystem verknĂŒpft. Von dentalen Stammzellen bis zur ErnĂ€hrung – die biologischen Wechselwirkungen gehen weit ĂŒber die reine Nahrungszerkleinerung hinaus.

de | wissenschaft | 69520980 |