Gehörschutz, Ernährung

Gehörschutz durch Ernährung: 30% weniger Hörverlust mit Mittelmeer-Diät

26.06.2026 - 20:50:16 | boerse-global.de

Pflanzenbasierte Kost senkt Entzündungen und Krebsrisiko. Neue Studien belegen Schutzeffekte der Mittelmeerdiät auf das Gehör.

Ernährung als Medizin: So beugen Sie Krankheiten vor
Gehörschutz - Eine Nahaufnahme einer Auswahl an frischem Gemüse, Obst, Nüssen und Lachs, ansprechend auf einem Holztisch arrangiert. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Experten liefern konkrete Handlungsempfehlungen.

Pflanzenbasierte Kost gegen Entzündungen

Chronische Entzündungen gelten als Wegbereiter für zahlreiche Zivilisationskrankheiten. Fachärzte wie der Diabetologe Matthias Riedl und der Internist Jörn Klasen setzen auf gezielte Lebensmittelauswahl zur Dämpfung dieser Prozesse.

Besonders wirksam: eine pflanzenbasierte Kost mit täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen zuckerarmem Obst. Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren aus Walnüssen, Leinsamen oder Lachs spielen eine zentrale Rolle. Zucker, Weißmehlprodukte sowie verarbeitetes Fleisch und Schweinefleisch fördern dagegen entzündliche Vorgänge.

Bauchfett begünstigt die Ausschüttung entzündungsfördernder Stoffe. Regelmäßige Bewegung wirkt dem entgegen.

Darmkrebs: Jüngere immer häufiger betroffen

Rund 56.000 Neuerkrankungen an Darmkrebs registriert Deutschland jährlich. Fünf Prozent der Fälle betreffen jüngere Menschen. Das Projekt „Science Snack“ der Technischen Universität München klärt genau diese Zielgruppe über präventive Kochgewohnheiten auf.

Schutzfaktor Nummer eins: mindestens 30 Gramm Ballaststoffe täglich. Risiken sind Bewegungsmangel, Übergewicht sowie Alkohol und rotes Fleisch.

Die Folgen von Fast Food sind messbar: Bereits nach fünf Tagen zeigen sich Schäden im Gehirn. Bei vier oder mehr Portionen täglich steigt das Risiko eines vorzeitigen Todes um 60 Prozent. Verdauungsprobleme, Blutdruckanstiege und Blutzuckerschwankungen treten als unmittelbare Folgen auf.

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Nutri-Score: Strengere Regeln seit 2026

Die Kriterien für den Nutri-Score wurden Anfang 2026 verschärft. Zucker und Salz werden nun negativer gewichtet, Ballaststoffe und hoher Eiweißgehalt positiv. Bei Getränken führen Süßstoffe zu Punktabzügen.

Die Kennzeichnung bleibt für Hersteller freiwillig. Rund 1.040 Anwender mit 1.550 Marken haben sich in Deutschland registriert. Interessenvertreter fordern einen verstärkten Dialog, um die Wirksamkeit weiter zu erhöhen.

Mittelmeerküche schützt das Gehör

Eine Langzeituntersuchung über 22 Jahre mit rund 70.000 Frauen zeigt: Ernährung nach Mittelmeer- oder DASH-Diät senkt das Risiko für Hörverlust um mindestens 30 Prozent. Kalium, Magnesium, Zink und Omega-3-Fettsäuren schützen die sensorischen Funktionen.

Hoher Salzkonsum – besonders häufiges Nachsalzen – erhöht das Risiko um 23 Prozent.

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Für den Erhalt der Muskulatur empfehlen Experten 1,2 bis 1,6 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. Ideal: gleichmäßige Verteilung über den Tag mit tierischen Quellen wie Magerquark oder Fisch und pflanzlichen Alternativen wie Linsen, Tofu und Haferflocken.

Hitzewellen: Wenn die Ernährung zur Gefahr wird

Bei extremen Wetterereignissen steigen die gesundheitlichen Anforderungen zusätzlich. Stark gezuckerte Getränke und Alkohol entziehen dem Körper Flüssigkeit. In Kliniken rechnet man in solchen Perioden mit 10 bis 20 Prozent mehr Notfällen – Dehydrierung und Herz-Kreislauf-Probleme stehen im Vordergrund. Pflegeeinrichtungen setzen daher auf engmaschige Flüssigkeitskontrollen und angepasste Ernährungspläne.

de | wissenschaft | 69635513 |