Gelenkschmerzen in der Menopause: Metastudie zeigt 60% Betroffene
13.06.2026 - 11:02:50 | boerse-global.de
Besonders auffĂ€llig: Frauen erkranken bis zu viermal hĂ€ufiger als MĂ€nner. Die Heilung kann sich ĂŒber 1,5 Jahre hinziehen.
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Warum die Diagnose oft spÀt kommt
Die Symptome einer Frozen Shoulder Ă€hneln anderen Schulterproblemen. Betroffene denken oft zuerst an eine harmlose Sehnenreizung oder Ăberlastung. Ărzte mĂŒssen die Erkrankung von Rotatorenmanschettenrupturen, Impingement-Syndrom, Arthrose oder Kalkschulter abgrenzen.
Die Diagnose stĂŒtzt sich auf Anamnese, körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen, MRT oder CT. Trotzdem berichten Patientenvertreter regelmĂ€Ăig von Verzögerungen. Das Problem wird im Kontext des âGender Health Gapâ diskutiert â Ă€hnlich wie bei Endometriose, wo die Diagnose in Deutschland im Schnitt ĂŒber zehn Jahre dauert.
Hormone als möglicher Auslöser
Die Forschung untersucht zunehmend den Zusammenhang zwischen hormonellen VerÀnderungen und Gelenkbeschwerden. Eine Metastudie vom Januar 2026 liefert klare Zahlen:
- 40 Prozent der Frauen in der frĂŒhen Menopause berichten ĂŒber Gelenkschmerzen
- In der Perimenopause steigt der Anteil auf 57 Prozent
- Postmenopausal sind fast 60 Prozent betroffen
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Ein direkter Kausalbeleg zur Frozen Shoulder fehlt noch. Die Daten legen jedoch eine hormonelle Mitbeteiligung nahe. Experten fordern daher mehr geschlechtsspezifische Forschung.
Therapie: Vom konservativen Start bis zur OP
Die Behandlung folgt einem Stufenplan. Zuerst stehen konservative Methoden im Fokus:
- Physiotherapie zur Wiederherstellung der Beweglichkeit
- Medikamente wie Schmerzmittel oder lokale Infiltrationen
- Physikalische Therapie mit TENS oder StoĂwellen
Erst wenn diese MaĂnahmen ĂŒber lĂ€ngere Zeit nicht wirken, ziehen Ărzte operative Eingriffe in Betracht. Die Erkrankung verlĂ€uft in Phasen â von der EntzĂŒndung ĂŒber die Einsteifung bis zur Lösung. Die Therapie muss sich daran anpassen.
