Gemini-Custody: MPC und Passkeys sichern Krypto-Auszahlungen neu ab
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 03:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Krypto-Unternehmen Gemini hat am 8. Oktober 2026 eine umfassende Modernisierung seines institutionellen Verwahrungsdienstes angekĂŒndigt. Die Plattform stellt ihre Custody-Infrastruktur kĂŒnftig auf Multi-Party Computation (MPC) um. Neukunden starten ab sofort direkt auf der neuen Architektur, wĂ€hrend bestehende Kunden schrittweise auf das modernisierte System migriert werden.
Mit dem Wechsel zu MPC reagiert das Unternehmen auf gestiegene Anforderungen an Sicherheit und Verarbeitungsgeschwindigkeit bei der Verwahrung digitaler Vermögenswerte. Bisherige Verwahrungsmodelle stĂŒtzten sich hĂ€ufig auf traditionelle Cold-Storage-Verfahren mit festen zeitlichen Intervallen.
Wie das Unternehmen mitteilte, dauern Auszahlungen unter der neuen Infrastruktur typischerweise nur noch wenige Minuten. Bislang waren institutionelle Nutzer teilweise auf tÀgliche VerarbeitungslÀufe angewiesen, um Transaktionen abzuwickeln.
Erhöhte Sicherheit durch verteilte SchlĂŒssel und Passkeys
Der technologische Kern des Upgrades liegt in der Funktionsweise der Multi-Party Computation. Bei dieser kryptografischen Methode werden die Anteile privater SchlĂŒssel auf mehrere voneinander getrennte Parteien verteilt.
Die Transaktionssignaturen werden gemeinschaftlich berechnet, ohne dass der vollstĂ€ndige private SchlĂŒssel jemals an einem einzigen Ort zusammengefĂŒhrt werden muss. Gemini betonte, dass der vollstĂ€ndige private SchlĂŒssel zu keinem Zeitpunkt im Gesamten zusammengesetzt werde, was das Risiko von DiebstĂ€hlen und unbefugten Zugriffen minimiert.
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ZusĂ€tzlich setzt das Unternehmen bei der operativen Freigabe auf moderne Authentifizierungsverfahren. Kunden mĂŒssen Auszahlungen sowie Ănderungen im Adressbuch kĂŒnftig mit eigenen Passkeys bestĂ€tigen. Dieser Ansatz soll den Autorisierungsprozess enger an biometrische oder hardwaregestĂŒtzte Sicherheitsstandards der jeweiligen EndgerĂ€te der Nutzer binden und traditionelle Passwörter oder weniger sichere BestĂ€tigungsformen ersetzen.
Trotz der verÀnderten technischen Architektur bleiben die regulatorischen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Verwahrung unverÀndert bestehen. SÀmtliche Vermögenswerte verbleiben weiterhin bei der Gemini Trust Company, LLC. Zudem werden die BestÀnde der institutionellen Kunden weiterhin On-Chain getrennt voneinander verwahrt, um eine klare Zuordnung sicherzustellen.
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UnterstĂŒtzung weiterer Blockchains und moderner Signaturen
Neben Geschwindigkeitsgewinnen und kryptografischen Anpassungen erweitert das Upgrade auch die funktionale Abdeckung des Dienstes. Gemini integriert im Zuge der Umstellung die UnterstĂŒtzung fĂŒr mehrere zusĂ€tzliche Blockchain-Netzwerke.
Neu unterstĂŒtzt werden unter anderem Tron, SUI, MON, Hype, Arbitrum und XRPL. DarĂŒber hinaus ermöglicht die modernisierte Plattform den Einsatz neuerer Signaturschemata, wodurch institutionellen Nutzern eine breitere Palette an Krypto-Assets innerhalb der regulierten Verwahrungsumgebung zur VerfĂŒgung steht.

