Gemini erhÀlt Musikgenerator Lyria 3: Musik aus Text, Bild und Video
18.06.2026 - 18:54:29 | boerse-global.de
Google rĂŒstet seine KI-App Gemini mit einem mĂ€chtigen Musikgenerator auf â und macht kreative Inhalte per Sprachbefehl möglich.
Der Suchmaschinenriese hat den von DeepMind entwickelten Musikgenerator Lyria 3 in die Gemini-Anwendung integriert. Seit dieser Woche können Nutzer damit kurze MusikstĂŒcke erstellen â und zwar nicht nur per Textbefehl, sondern auch auf Basis von Bildern oder Videomaterial.
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Musik aus Text, Bild und Video
Das Besondere an Lyria 3: Es verarbeitet verschiedene Eingabeformate. Ein Nutzer kann etwa ein Foto hochladen und Gemini bittet, dazu passende Musik zu generieren. Oder er beschreibt die gewĂŒnschte Stimmung per Text. Herauskommen 30-sekĂŒndige Audioclips, die direkt in der App erstellt werden.
Der Dienst richtet sich an Nutzer ab 18 Jahren und unterstĂŒtzt acht Sprachen â darunter Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Hindi, Japanisch, Koreanisch und Portugiesisch. Google bringt Lyria 3 zudem zu YouTube Dream Track. WĂ€hrend die Gemini-Integration auf kurze Clips abzielt, gibt es mit Lyria 3 Pro eine professionelle Version auf der Vertex-Plattform. Sie kann strukturierte Songs von bis zu drei Minuten LĂ€nge generieren â mit Intro, Strophen und Refrain.
Teil des groĂen Juni-Updates
Die Musikfunktion kommt im Rahmen des June Pixel Drop, der am 17. und 18. Juni 2026 ausgerollt wird. Das saisonale Update fĂ€llt mit der Veröffentlichung von Android 17 und Wear OS 7 zusammen. Neben der Musikgenerierung bringt das Juni-Update weitere KI-Features fĂŒr Pixel-GerĂ€te:
- Gemini Omni: Ein KI-Videotool, das Videoerstellung und -bearbeitung per Chat-Befehl ermöglicht
- Screen Reactions: Eine Funktion, die ein Selfie-Video-Overlay in Bildschirmaufnahmen einblendet
- Voice Translate: Echtzeit-Ăbersetzung fĂŒr das Pixel 10a, unter anderem fĂŒr Deutsch, Englisch und Hindi
- Sicherheitsupdates: Neue Notfall-Freigabefunktionen mit Unfall-, Sturz- und Pulserkennung fĂŒr Wearables
Diese Neuerungen folgen auf AnkĂŒndigungen von der Google I/O 2026 Mitte Mai, wo das Unternehmen Gemini 3.5 Flash und den stĂ€ndig aktiven KI-Agenten Gemini Spark vorstellte. Bereits im Februar war Gemini 3.1 Pro erschienen, das die logische Argumentation und Visualisierungsleistung des Modells deutlich verbesserte.
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Urheberrecht und digitale Wasserzeichen
Google hat bei Lyria 3 mehrere Schutzmechanismen eingebaut. Das KI-Modell wurde mit lizenzierten Materialien trainiert, und die Software ist so programmiert, dass sie bestehende KĂŒnstler nicht nachahmt.
SĂ€mtliche mit Lyria 3 erstellte Musik enthĂ€lt zudem SynthID-Wasserzeichen. Diese von DeepMind entwickelte Technologie bettet eine unsichtbare digitale Signatur in den Audiostream ein. Selbst nach Bearbeitung oder Komprimierung lĂ€sst sich der Inhalt so als KI-generiert identifizieren. Das entspricht den branchenweiten BemĂŒhungen um mehr Transparenz bei KI-Inhalten. Ăhnliche Wasserzeichen- Standards wie C2PA wurden nach der Entwicklerkonferenz im Mai 2026 in Chrome und die Google-Suche integriert.
