Gemini in Google Sheets: KI erstellt Budgets und Pivot-Tabellen
Veröffentlicht: 17.07.2026 um 12:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Neue Methoden und KI-Tools machen Microsoft Excel fit für die Datenflut der Zukunft.
Wer schon einmal versucht hat, zehntausende Zeilen in einer Excel-Tabelle zu verwalten, kennt das Problem: Das Programm wird träge, die Übersicht leidet. Genau hier setzen gleich mehrere Neuerungen an, die im Juli 2026 vorgestellt wurden. Sie kombinieren clevere Tabellenarchitektur mit künstlicher Intelligenz und schaffen so völlig neue Arbeitsabläufe – vom automatisierten Report bis zur Sicherheitslücke, die es zu stopfen gilt.
Modulbaukasten für unendliche Datenmengen
Ein neues Paginierungssystem verspricht Abhilfe bei überquellenden Arbeitsmappen. Es wurde speziell für unbegrenzte Berichte innerhalb von Excel entwickelt und setzt auf eine clevere Kombination dynamischer Array-Funktionen wie FILTER, HSTACK, ROWS, SEQUENCE und ROUNDUP.
Das Herzstück ist ein dreiteiliges Architektur-Modell:
- Übersicht: Die zentrale Anzeige für den Nutzer, die paginierte Ergebnisse darstellt.
- Berechnungen: Eine Hintergrundebene, auf der alle Kalkulationen und Sortierungen ablaufen.
- Daten: Der reine Rohdaten-Speicher.
Dank Dropdown-Navigation und bedingter Formatierung können Anwender durch riesige Datensätze blättern, ohne dass die Tabelle zusammenbricht oder die Benutzeroberfläche überladen wirkt. Das Prinzip: Zeigen, was gerade gebraucht wird, nicht alles auf einmal.
KI als persönlicher Excel-Assistent
Die wohl größte Neuerung betrifft den Einsatz generativer KI. Branchenberichte zeigen, wie Claude AI genutzt wird, um komplette Excel-Automatismen zu erstellen – etwa für die Mitarbeiter-Einarbeitung oder wiederverwendbare Reportsysteme. Die KI generiert dabei nicht nur Makros (VBA-Code), sondern auch Dashboards und automatisierte Dropdown-Menüs. Die manuelle Einrichtungszeit sinkt dadurch drastisch.
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Auch Google zieht nach: Seit dem 15. Juli 2026 können berechtigte Workspace-Kunden Gemini in Google Sheets nutzen. Per natürlicher Sprachbefehle lassen sich Tracker und Pivot-Tabellen erstellen. Ein Beispiel: Der Befehl „Erstelle eine monatliche Budgetstruktur mit Ausgabenkategorien“ reicht aus, um automatisch ein vollständiges Tabellenblatt mit Diagrammen zu generieren.
Neue Verbindungen: Vom Reiseplaner zur Datenbank
Das Excel-Ökosystem wächst über die Grenzen der Tabellenkalkulation hinaus. Zwei neue, browserbasierte Reiseplaner des Anbieters Real Tested Inc. exportieren automatisch erstellte Reiserouten direkt nach Excel, Google Sheets oder als CSV-Datei. Die Tools kommen ohne Benutzerkonto aus und speichern alle Daten lokal auf dem Gerät – ein Plus für den Datenschutz.
Für Datenwissenschaftler gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Google hat BigQuery-SQL-Zellen in Open-Source-Notebooks integriert. Seit dem 16. Juli 2026 lassen sich SQL-Abfragen direkt auf lokalen pandas-DataFrames ausführen. Das bedeutet: Daten aus Excel-Dateien können nahtlos in Jupyter- oder Colab-Umgebungen gezogen werden, um sie mit Python zu visualisieren und zu filtern.
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Sicherheitslücken geschlossen, neue Analysen geplant
Doch nicht nur die Produktivität schreitet voran. Microsoft hat am 14. Juli 2026 zwei kritische Sicherheitslücken geschlossen, die Excel-Nutzer betrafen:
- CVE-2026-55131: Ein Heap-Buffer-Overflow, der eine Remotecodeausführung über eine manipulierte Datei ermöglichte.
- CVE-2026-55949: Ein Fehler bei der Nutzung nicht initialisierter Ressourcen (CVSS-Score: 7,8).
Die Patches betreffen Excel 2016 und neuere Versionen, einschließlich Microsoft 365 Apps und Office Online Server. Nutzer sollten auf die aktualisierten Builds umsteigen – etwa Version 16.0.5561.1001 für Excel 2016 oder 16.111.26071215 für die Mac-Version.
Ein Blick nach vorne: Zwischen August und September 2026 plant Microsoft das Rollout für Viva Insights. Berechtigte Nutzer können dann Power-BI-Berichte direkt in der Plattform erstellen und anpassen – mit Zugriff auf bis zu 13 Monate historische Daten für Copilot-Analysen. Dies folgt auf die allgemeine Verfügbarkeit des Copilot Agent Builder im Juni 2026, der nun SharePoint-Listen mit bis zu 20.000 Einträgen als Wissensquellen unterstützt.
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