Ghost, Pairing

Ghost Pairing: 12 BetrugsfÀlle in Zwickau seit Mitte August

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 06:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Seit Mitte August registrierte die Polizei Zwickau zwölf FÀlle; TÀter lesen Chats mit und bitten Kontakte um Geld.

Ghost Pairing: BetrĂŒger ĂŒbernehmen WhatsApp-Konten per QR-Code
Ein leerer, schwach beleuchteter Flur in einem WohngebÀude mit grauen BetonwÀnden und schattenreichen LichtverhÀltnissen. Illustration mit AI erstellt.

Kriminelle nutzen derzeit verstĂ€rkt gefĂ€lschte Gewinnspiele und Umfragen, um Nutzer zur Installation von Screen-Sharing-Software zu bewegen oder deren Messenger-Konten zu ĂŒbernehmen. Das Ziel der TĂ€ter sind unberechtigte Zahlungen und die Manipulation von Kontakten. Experten warnen in diesem Zusammenhang vor einer Methode, die als „Ghost Pairing“ bezeichnet wird und den TĂ€tern weitgehenden Zugriff auf die Kommunikation der Betroffenen ermöglicht.

Ermittlungen im Raum Zwickau bestÀtigen SchadensfÀlle

Die Polizeidirektion Zwickau berichtete kĂŒrzlich ĂŒber eine Zunahme dieser Delikte in ihrem ZustĂ€ndigkeitsbereich. Seit Mitte August 2026 wurden dort insgesamt 12 BetrugsfĂ€lle nach diesem Muster aktenkundig. Die Ermittler gaben an, dass die Beute in den einzelnen FĂ€llen zwischen 500 und 615 Euro lag.

Das Vorgehen der TĂ€ter folgt dabei einem prĂ€zisen Schema: Nutzer erhalten Nachrichten mit der Bitte, an einer Umfrage oder einer Abstimmung fĂŒr einen Sportler teilzunehmen. Die EmpfĂ€nger werden dazu aufgefordert, einen Link zu öffnen oder einen QR-Code zu scannen. Durch diese Interaktion gelingt es den Angreifern, ein eigenes GerĂ€t mit dem WhatsApp-Konto des Opfers zu verknĂŒpfen.

Funktionsweise des sogenannten Ghost Pairing

Bei diesem Verfahren, das als Ghost Pairing bekannt ist, fĂŒhren die Links oft auf gefĂ€lschte Websites, die Telefonnummern oder Verifizierungscodes abfragen. Sobald die TĂ€ter ĂŒber diese Informationen verfĂŒgen oder der QR-Code gescannt wurde, können sie ihr GerĂ€t als zusĂ€tzliches EndgerĂ€t fĂŒr das Konto des Opfers registrieren.

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Nach der erfolgreichen Übernahme sind die BetrĂŒger in der Lage, Chats mitzulesen sowie Nachrichten im Namen des Nutzers zu versenden oder zu löschen. WĂ€hrenddessen kann die App auf dem Smartphone des Opfers zunĂ€chst völlig normal wirken, was die Entdeckung des unbefugten Zugriffs erschwert.

In der Folge nutzen die TĂ€ter die gekaperten Konten hĂ€ufig dazu, Kontakte aus dem Adressbuch um GeldĂŒberweisungen zu bitten oder schĂ€dliche Links weiterzuverbreiten.

Sicherheitsempfehlungen der Behörden

Um sich vor derartigen Angriffen zu schĂŒtzen, rĂ€t die Polizei Zwickau zur erhöhten Vorsicht im Umgang mit digitalen Anfragen. Unbekannte QR-Codes sollten grundsĂ€tzlich nicht gescannt werden. Zudem wird empfohlen, regelmĂ€ĂŸig in den App-Einstellungen unter dem Punkt „VerknĂŒpfte GerĂ€te“ zu prĂŒfen, ob dort unbekannte EndgerĂ€te aufgefĂŒhrt sind. Sollten verdĂ€chtige VerknĂŒpfungen auffallen, sind diese umgehend zu entfernen.

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Ein wesentlicher Sicherheitsfaktor ist der Umgang mit sensiblen Daten. Verifizierungs- oder Sicherheitscodes dĂŒrfen unter keinen UmstĂ€nden an Dritte weitergegeben werden. Erhalten Nutzer ĂŒber Messenger-Dienste Geldforderungen von Bekannten, sollten diese ĂŒber einen anderen Kommunikationskanal, etwa durch einen direkten Telefonanruf unter der bekannten Nummer, verifiziert werden.

Falls ein Konto bereits durch Dritte ĂŒbernommen wurde, kann laut Polizeiangaben eine erneute Registrierung per SMS dabei helfen, den Zugriff zurĂŒckzuerlangen. Als prĂ€ventive Maßnahme wird zudem die Aktivierung der Zwei-Faktor-Verifizierung innerhalb der Anwendung empfohlen, um den Schutz vor unbefugten GerĂ€teverknĂŒpfungen zu erhöhen.

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de | wissenschaft | 70185609 |