Gigabyte, W775-V10-L01

Gigabyte W775-V10-L01: Neue Workstation kombiniert 72-Kern-CPU und GB300

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 05:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gigabyte kombiniert Grace-CPU und B300-Grafikprozessor in einer wassergekühlten Workstation für lokale KI-Entwicklung und sensible Daten.

Gigabyte W775-V10-L01: Neue GB300-Workstation für lokale KI-Rechenaufgaben
Ein technisches Labor mit industriellen Kühlleitungen und polierten Metallrohren in einer sauberen Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Der Hardwarehersteller Gigabyte hat mit der W775-V10-L01 eine neue Workstation vorgestellt, die auf Nvidias GB300-Architektur basiert. Das wassergekühlte System richtet sich an anspruchsvolle Entwicklungs- und Rechenaufgaben und kombiniert eine Grace-CPU mit 72 Kernen und einen Blackwell-Ultra-Grafikprozessor (B300). Die GPU verfügt über 252 GB HBM3E-Speicher mit einer Bandbreite von 7,1 TB/s.

Architektur und Speicheranbindung des Towersystems

Wie aus einem Branchenbericht von servethehome.com vom 6. Oktober 2026 hervorgeht, ist das Modell W775-V10-L01 als DGX-Station-GB300-Towersystem konzipiert. Neben dem Grafikspeicher stehen der Grace-Zentraleinheit 496 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher mit einer Transferrate von 396 GB/s zur Verfügung.

CPU und GPU sind über eine Chip-to-Chip-Verbindung (C2C) gekoppelt, die eine bidirektionale Bandbreite von 900 GB/s bereitstellt. Durch diese enge Verzahnung kann das System Daten ohne typische Bus-Engpässe zwischen Prozessor und Grafikeinheit austauschen.

Laut einem Bericht von prnewswire.com vom 6. Oktober 2026 erreicht die W775-V10-Variante mit Nvidia GB300 Grace Blackwell Ultra bis zu 20 PFLOPS an FP4-Rechenleistung und bietet einen kohärenten Gesamtspeicher von 748 GB. Damit ließen sich bis zu 400 gleichzeitige Anfragen bedienen.

Hohe Inferenzleistung und Netzwerkanbindung

Im Praxistest zeigte das System beträchtliche Durchsatzraten bei generativen Sprachmodellen. Laut servethehome.com erzielte die Workstation mit dem Modell Qwen3.6-35B-A3B Flash NVFP4 eine Inferenzgeschwindigkeit von über 26.000 Tokens pro Sekunde, was einer rechnerischen Leistung von mehr als 2,2 Milliarden Tokens pro Tag entspricht.

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Für die Einbindung in bestehende Cluster- und Rechenzentrumsumgebungen ist die W775-V10-L01 mit zwei ConnectX-8-QSFP112-Anschlüssen ausgestattet. Diese ermöglichen RDMA-Übertragungsraten von jeweils 400 Gbit/s und gewährleisten eine breitbandige Datenkommunikation für verteilte Trainings- und Rechenprozesse.

Anforderungen an die Stromversorgung und Zielgruppen

Die kompakte Hochleistungsarchitektur stellt besondere Ansprüche an die Betriebsumgebung. Das Gerät bringt ein Gewicht von 29 kg auf die Waage und verfügt über ein 1600-W-Netzteil. Laut einem Bericht von lavx.hu vom 6. Oktober 2026 liegt der Spitzenverbrauch bei 1,6 kW, weshalb für einen stabilen Betrieb ein eigener 20-A-Stromkreis erforderlich ist.

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Hinsichtlich der Einsatzbereiche verweist Gigabyte laut techedgeai.com auf Arbeitsfelder mit hohen Sicherheitsanforderungen. Die Workstation sei für die lokale Softwareentwicklung, das Fine-Tuning sowie die Verarbeitung sensibler Daten ausgelegt. Sie richte sich insbesondere an Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die lokale KI-Entwicklungen auf Basis proprietärer oder stark regulierter Datenbestände durchführen müssen und daher auf ausgelagerte Cloud-Lösungen verzichten wollen.

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