Glarus genehmigt Vereinbarung: Neue Regeln zur Heilmittelkontrolle ab 1. November
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 12:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat eine neue Verwaltungsvereinbarung zur gemeinsamen Heilmittelkontrolle mit den Kantonen Schwyz, Uri, Obwalden und Nidwalden genehmigt, wie glarus24.ch berichtete. Die Vereinbarung bildet die rechtliche Grundlage fĂŒr eine Zusammenarbeit, die in dieser Form schon seit Jahrzehnten besteht, und passt die ModalitĂ€ten an aktuelle Anforderungen an.
LangjÀhrige Zusammenarbeit als Basis
Die interkantonale Kooperation in der Heilmittelkontrolle reicht bis ins Jahr 1998 zurĂŒck, als sich Schwyz, Uri, Obwalden und Nidwalden erstmals zusammenschlossen. Glarus stiess 2004 dazu und ist seither Teil dieses Verbunds.
Ăber die Jahre hat sich damit eine gemeinsame Struktur etabliert, die es den beteiligten Kantonen erlaubt, Ressourcen und Fachwissen im Bereich der Heilmittelaufsicht zu bĂŒndeln, statt eigene Kontrollapparate parallel aufzubauen.
Aufgaben liegen bei der Kantonsapothekerin Schwyz
Zentrale Ansprechstelle fĂŒr die operative Umsetzung ist die Kantonsapothekerin Schwyz. Sie ĂŒbernimmt fĂŒr die beteiligten Kantone die Betriebsinspektionen sowie die Kontrolle von Heilmitteln und BetĂ€ubungsmitteln. ErgĂ€nzend berĂ€t sie die Kantone in entsprechenden Fachfragen. Damit deckt die Zusammenarbeit einen Bereich ab, der fĂŒr die Kantone einzeln nur mit erheblichem personellem und fachlichem Aufwand zu stemmen wĂ€re.
PrÀzisierungen in der neuen Vereinbarung
Die nun genehmigte Vereinbarung schreibt die bestehende Praxis nicht bloss fort, sondern konkretisiert mehrere Punkte, die bislang offener geregelt waren. Dazu gehört der genaue Leistungsumfang der Kantonsapothekerin Schwyz, ebenso wie Fragen der Priorisierung, wenn mehrere Kontrollen oder Anfragen gleichzeitig anfallen.
Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat die neue Verwaltungsvereinbarung zur gemeinsamen Heilmittelkontrolle genehmigt. Ab dem 1. November 2026 gelten prĂ€zisierte Regeln zu Leistungsumfang, Datenumgang und Kostenaufteilung. FĂŒr Betriebe, die Heilmittel herstellen, lagern oder abgeben, bleibt die ZustĂ€ndigkeit bei der Kantonsapothekerin Schwyz â doch wer seine Unterlagen kennt, geht entspannter in die nĂ€chste Inspektion. Kostenlosen Leitfaden zur Heilmittelkontrolle anfordern
Auch der Umgang mit Daten, die im Rahmen der Kontrollen erhoben werden, wird in der neuen Fassung genauer definiert. Solche Klarstellungen sollen dafĂŒr sorgen, dass die Zusammenarbeit auch bei steigenden Anforderungen an Dokumentation und Datenschutz auf einer eindeutigen rechtlichen Grundlage steht.
Angepasste EntschÀdigung
Ein weiterer Bestandteil der Neuregelung betrifft die finanzielle Seite der Kooperation: Die EntschĂ€digung fĂŒr die von der Kantonsapothekerin Schwyz erbrachten Leistungen wurde an den gestiegenen Aufwand angepasst.
ZusĂ€tzlich wird festgelegt, dass allgemeine AufwĂ€nde, die nicht einem einzelnen Kanton eindeutig zugeordnet werden können, nach einem festen VerteilschlĂŒssel unter den beteiligten Kantonen aufgeteilt werden. Diese Regelung soll fĂŒr mehr Transparenz bei der Kostenverteilung sorgen und Diskussionen ĂŒber einzelne Rechnungsposten kĂŒnftig vermeiden helfen.
Inkrafttreten und Bedeutung fĂŒr die Praxis
Die entsprechende Ănderung der kantonalen Vollzugsverordnung tritt am 1. November 2026 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt gelten die prĂ€zisierten Regelungen zu Leistungsumfang, Datenumgang und Kostenaufteilung verbindlich fĂŒr alle fĂŒnf beteiligten Kantone.
Kontrollen und Anfragen können gleichzeitig anfallen â die neue Vereinbarung regelt erstmals ausdrĂŒcklich, wie dann priorisiert wird. Wer heute nicht weiĂ, welche Daten bei einer Betriebsinspektion erhoben werden und wer welche Kosten trĂ€gt, verliert bei der Abrechnung Zeit. Der Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie Datenumgang und Kostenaufteilung sauber vorbereiten. Datenumgang bei Inspektionen jetzt klĂ€ren
FĂŒr Betriebe, die Heilmittel herstellen, lagern oder abgeben, Ă€ndert sich an der grundsĂ€tzlichen Kontrollpraxis wenig â die ZustĂ€ndigkeit bleibt bei der Kantonsapothekerin Schwyz.
FĂŒr die Kantone selbst schafft die neue Vereinbarung jedoch eine belastbarere Grundlage, um auf gestiegene fachliche und administrative Anforderungen in der Heilmittelaufsicht reagieren zu können, ohne die bewĂ€hrte gemeinsame Struktur aufzugeben.
