Glucosamin-Risiko, NahrungsergÀnzung

Glucosamin-Risiko: NahrungsergÀnzung erhöht Alzheimer-Gefahr um 25%

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue Forschung zeigt: Glucosamin kann kognitive Verschlechterung fördern. WHO aktualisiert Leitlinien zur PrÀvention von Demenz.

Glucosamin-Studie: Risiko fĂŒr geistigen Abbau bei Demenz erhöht
Eine Nahaufnahme der Hand einer Ă€lteren Person, die eine weiße Pille hĂ€lt, mit einem unscharfen medizinischen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt eine aktuelle Untersuchung aus den USA. Weltweit sind rund 57 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, jÀhrlich kommen zehn Millionen Neudiagnosen hinzu.

Risiken durch Glucosamin-Einnahme bei kognitiven EinschrÀnkungen

Eine im Juli 2026 in Nature Metabolism veröffentlichte Studie der University of Florida liefert alarmierende Ergebnisse. Die Forscher werteten Gesundheitsakten von rund 66.000 Patienten aus – darunter 24.000 Demenzkranke und 41.000 Personen mit leichter kognitiver EinschrĂ€nkung (MCI).

Das Ergebnis: Patienten mit MCI, die Glucosamin einnahmen, hatten ein um 25 Prozent höheres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Bei bereits an Demenz erkrankten Personen stieg die Sterblichkeit innerhalb von fĂŒnf Jahren ebenfalls um 25 Prozent. Die biologische Ursache sehen Fachleute in einer sogenannten Hyperglykosylierung im Gehirn. Dabei binden ZuckermolekĂŒle ĂŒbermĂ€ĂŸig an Proteine und beeintrĂ€chtigen die neuronale Funktion.

Mausversuche stĂŒtzen diese These. Die Verabreichung von Glucosamin fĂŒhrte bei den Tieren zu einer Verschlechterung der GedĂ€chtnisleistung. Allein in den USA nutzen jĂ€hrlich rund 40 Millionen Menschen entsprechende PrĂ€parate.

WHO aktualisiert Leitlinien zur PrÀvention

Parallel zu diesen Befunden hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Juli 2026 ihre Leitlinien zur DemenzprĂ€vention aktualisiert. Die Experten schĂ€tzen, dass sich bis zu 45 Prozent der weltweiten DemenzfĂ€lle vermeiden oder hinauszögern ließen – durch die gezielte Beeinflussung von zwölf Risikofaktoren.

Zu den zentralen Empfehlungen gehören regelmĂ€ĂŸige Bewegung, Tabakverzicht, moderater Alkoholkonsum und gesunde ErnĂ€hrung. Auch soziale Kontakte, die Behandlung von Hörverlust durch HörgerĂ€te und die Reduktion von Feinstaubbelastung spielen eine wichtige Rolle.

Die Relevanz von Bewegung untermauert eine weitere Studie aus Juli 2026 in Nature Medicine. 300 Teilnehmer zeigten: Bereits 3.000 Schritte tĂ€glich verlangsamen die Ausbreitung des Tau-Proteins im Gehirn – ein Indikator fĂŒr Alzheimer. Ein deutlicherer Effekt zeigte sich bei 5.000 bis 7.500 Schritten. Eine Metaanalyse aus 2025 in The Lancet Public Health bestĂ€tigte zudem, dass 7.000 Schritte pro Tag das Risiko fĂŒr Demenz, Diabetes und Depressionen signifikant senken.

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ErnÀhrung als Schutzfaktor

Auch die ErnĂ€hrungsweise spielt eine wesentliche Rolle. Eine Langzeitstudie mit ĂŒber 1.800 Teilnehmern, veröffentlicht im Juni 2026 in JAMA Network Open, untersuchte die Wirkung einer antientzĂŒndlichen ErnĂ€hrung. Eine Kost mit viel GemĂŒse, Obst, NĂŒssen und Vollkornprodukten sowie wenig rotem Fleisch und zuckerhaltigen GetrĂ€nken korrelierte mit einem um 29 Prozent geringeren Demenzrisiko. Dieser Schutz war selbst bei Personen mit erhöhten Alzheimer-Biomarkern nachweisbar.

Diabetes-Medikamente zeigen Potenzial

Im Bereich der Pharmakologie zeichnen sich neue HoffnungstrÀger ab. Studien vom Sommer 2026 zeigen, dass Medikamente gegen Typ-2-Diabetes auch das Alzheimer-Risiko senken könnten. SGLT2-Inhibitoren reduzierten das Risiko laut JAMA Network Open um bis zu 43 Prozent, GLP-1-Rezeptoragonisten um 33 Prozent. Das ist besonders relevant, da Typ-2-Diabetes das Alzheimer-Risiko generell um etwa 50 Prozent erhöht.

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KI und Bluttests verbessern FrĂŒherkennung

Die technologische Entwicklung ermöglicht prĂ€zisere Prognosen. Neue KI-Modelle können Alzheimer im Sommer 2026 mit einer Genauigkeit von ĂŒber 92 Prozent vorhersagen – teils bis zu sieben Jahre vor den ersten Symptomen. ErgĂ€nzt wird dies durch Bluttests auf den Biomarker p-tau217. Bei erhöhten Werten liegt das Risiko fĂŒr eine Erkrankung innerhalb des nĂ€chsten Jahrzehnts bei 78 Prozent.

Experimentelle Therapie: Kohlendioxid gegen Alzheimer?

Ein ungewöhnlicher Behandlungsansatz sorgt fĂŒr Aufsehen. Auf einem Fachkongress in London stellten Forscher im Juli 2026 eine Pilotstudie vor: Teilnehmer inhalierten intermittierend hochdosiertes CO2. Die Aufnahmen zeigten eine Aktivierung des glympathischen Systems, das fĂŒr die Reinigung des Gehirns von StoffwechselabfĂ€llen zustĂ€ndig ist. Kurz nach der Anwendung ließen sich erhöhte Werte von Beta-Amyloid im Blut nachweisen – ein Hinweis auf den Abtransport dieser Proteine. GroßflĂ€chige Studien zur Sicherheit und Wirksamkeit stehen jedoch noch aus.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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