Glukosesensoren, Typ-2-Diabetes

Glukosesensoren bei Typ-2-Diabetes: Sterberisiko nach einem Jahr um 44 Prozent geringer

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 23:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bei Basalinsulin-Patienten war die Sensornutzung mit weniger Todesfällen und kardiovaskulären Ereignissen verbunden.

Glukosesensoren bei Typ-2-Diabetes: Studie zeigt geringere Sterblichkeit
Ein minimalistischer, klinischer Untersuchungsraum mit medizinischem Mobiliar in hellem, natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Einsatz von Systemen zur kontinuierlichen Glukosemessung geht bei Menschen mit Typ-2-Diabetes mit einer signifikanten Verringerung der Sterblichkeit und kardiovaskulärer Risiken einher. Das zeigen neue Forschungsergebnisse, die auf dem Jahreskongress der Europäischen Gesellschaft für das Studium des Diabetes vorgestellt wurden.

Die Untersuchung liefert den ersten Nachweis für einen direkten Zusammenhang zwischen modernen Sensortechnologien und einer verminderten Sterberate in dieser Patientengruppe.

Die von Abbott und Partnern präsentierte Analyse stützt sich auf anonymisierte elektronische Gesundheitsdaten von mehr als 140 Millionen US-Amerikanern, die über die Truveta-Plattform im Rahmen einer zielgerichteten Studienemulation ausgewertet wurden.

Untersucht wurden Verläufe von Typ-2-Diabetes-Patienten unter einer Therapie mit Basalinsulin. Für den Vergleich wurden jeweils 13.935 Personen mit kontinuierlicher Glukosemessung sowie 13.935 Patienten ohne diese Technologie gegenübergestellt.

Deutlicher Rückgang bei Gesamtmortalität und Gefäßereignissen

Die Auswertungen ergaben erhebliche Unterschiede im langfristigen Krankheitsverlauf. Patienten, die eine kontinuierliche Glukosemessung starteten, wiesen nach einem Jahr ein um 44 Prozent geringeres Sterberisiko jeglicher Ursache im Vergleich zu Nicht-Nutzern auf. Nach einem Beobachtungszeitraum von zwei Jahren lag das Sterberisiko immer noch um 35 Prozent niedriger.

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Neben der Gesamtmortalität reduzierten sich auch schwerwiegende Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems messbar. Das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse sank in der Gruppe mit Glukosesensoren nach 12 Monaten um 26 Prozent und nach 24 Monaten um 24 Prozent.

Konkret traten neue makrovaskuläre Ereignisse bei den Nutzern kontinuierlicher Messsysteme nach 12 Monaten in 1,03 Prozent der Fälle auf, während der Anteil in der Vergleichsgruppe bei 1,39 Prozent lag. Nach 24 Monaten betrug diese Rate 1,64 Prozent bei den Sensornutzern gegenüber 2,17 Prozent bei den Patienten ohne die Systeme.

Wachsende Evidenz für den Technologieeinsatz

Die auf der Fachtagung vorgestellten Daten unterstreichen das Potenzial digitaler Glukoseüberwachung über die bisherigen Standardanwendungen hinaus. Während Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung in der Versorgung traditionell vor allem mit Typ-1-Diabetes oder intensivierten Insulinschemata verknüpft werden, belegen die aktuellen Analysen den klinischen Nutzen auch für Personen mit Typ-2-Diabetes unter Basalinsulintherapie.

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Die Auswertungen der elektronischen Registerdaten verdeutlichen, dass der frühzeitige Zugang zu kontinuierlichen Glukosewerten schwerwiegende kardiovaskuläre Komplikationen vermindern und die Überlebenschancen messbar verbessern kann.

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