Google, Taiwan

Google AI Pro in Taiwan: Abrechnungslücke beendet, Abos storniert

Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 19:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach der Stornierung fehlerhafter Google-AI-Pro-Abos sank der Speicherplatz Betroffener; Uploads und Gmail-Empfang waren teils blockiert.
Reihen von leeren, dunklen Server-Racks in einem modernen Rechenzentrum mit kühler, minimalistischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Der Technologiekonzern Google hat eine Abrechnungslücke geschlossen, die es Studierenden in Taiwan ermöglichte, das Abonnement Google AI Pro über Jahre hinweg zu einem Bruchteil der regulären Kosten zu nutzen.

Durch eine Fehlfunktion im System konnten berechtigte Nutzer den Dienst inklusive eines Cloud-Speichervolumens von 5TB für eine einmalige Zahlung von 160 TWD bis Ende 2027 in Anspruch nehmen, anstatt die dafür eigentlich monatlich fällige Gebühr von 160 TWD zu entrichten.

Ursache lag im Upgrade-Prozess

Ausgangspunkt der Lücke war ein reguläres Angebot für den Bildungsbereich: Berechtigte Studierende in Taiwan erhielten die Möglichkeit, die Stufe Google AI Plus für ein Jahr kostenfrei zu abonnieren. Dieses Paket umfasst regulär 400GB Cloud-Speicher.

Führten berechtigte Personen aus diesem Tarif heraus ein Upgrade auf das höherwertige Paket Google AI Pro durch, griff eine fehlerhafte Verrechnung. Das System stufte die Transaktion fälschlicherweise als Einmalabrechnung ein und verlängerte die Laufzeit des Tarifs bis Ende 2027, anstatt den Betrag fortan monatlich abzubuchen.

Stornierungen führen zu Einschränkungen bei Konten

Google reagierte auf den Vorfall, erstattete den Betrag von 160 TWD an die Betroffenen zurück und stornierte die entsprechenden Abonnements. Zudem setzte der Konzern die betroffenen Konten zurück.

Diese Rückabwicklung brachte für viele Anwender unmittelbare technische Probleme mit sich. Da der Speicherplatz abrupt von 5TB auf die 15GB der kostenlosen Basisversion herabgestuft wurde, überstieg die bereits in der Cloud abgelegte Datenmenge bei Weitem die erlaubte Kapazität.

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Einige Betroffene hatten zuvor bereits hunderte Gigabyte an Daten gesichert. Die Überschreitung des Limits blockierte in der Folge weitere Datei-Uploads und führte dazu, dass Google Fotos die automatische Sicherung einstellte.

Zudem war der Dienst Gmail in den betroffenen Konten nicht mehr in der Lage, neue Nachrichten zu empfangen. Bei einigen Nutzern verschwand durch die Zurücksetzung zudem der reguläre Anspruch auf das einjährige Gratismodell Google AI Plus mit 400GB Speicher.

Lösungswege für betroffene Nutzer

Um die Sperren im Google-Konto aufzuheben und Basisfunktionen wie den Empfang von E-Mails wiederherzustellen, stehen Anwendern mehrere Schritte offen. Eine Möglichkeit besteht darin, die belegte Datenmenge manuell unter die Freigrenze von 15GB zu reduzieren.

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Alternativ kann der Speicherbedarf über reguläre, kostenpflichtige Tarife von Google One mit Stufen von 100GB oder 2TB abgedeckt werden. Sofern der reguläre Bildungsrabatt im Zuge der Stornierung verloren ging, lässt sich der Studentenstatus zudem über den Verifizierungsdienst SheerID erneut bestätigen.

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