Google-Cloud-Ausfall in London legt Bank-Apps teilweise lahm
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 14:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBankdienste und Cloud-Infrastruktur betroffen
- Die betroffenen Google-Infrastrukturen liegen in der Region London.
- Auch bei ING waren Dienste beeinträchtigt, unabhängig von der Google-Störung.
- Google arbeitete an der Behebung und analysierte Ursache sowie internationales Ausmaß.
Google-Cloud-Ausfall trifft digitale Finanzdienste
Ein größerer Ausfall von Google-Cloud-Diensten in Großbritannien hat massive technische Störungen im europäischen Raum ausgelöst. Betroffen waren unter anderem der digitale Zahlungsverkehr und Kontodienste von Finanzdienstleistern wie Revolut.
Störungen bei Apps und Transaktionen
Nutzer verschiedener Banking-Apps meldeten zeitweise Probleme beim Zugriff auf ihre Konten und bei Transaktionen. Auch zahlreiche Webseiten und Unternehmensanwendungen, die auf Googles Cloud-Infrastruktur angewiesen sind, verzeichneten Störungen.
Anzeige | trading-house Börsenakademie
Referent: Leo
Trading von Grund auf lernen: kostenloses Live-Webinar für Einsteiger
Ohne Vorwissen starten. Im wöchentlichen Live-Webinar der trading-house Börsenakademie lernst Du Schritt für Schritt, wie Trader Charts lesen, Positionen eröffnen, absichern und wieder schließen. Du siehst echte Beispiele am Markt und kannst jederzeit Fragen stellen. Kostenlos, jeden Mittwoch um 15:15 Uhr; einmal anmelden und wöchentlich dabei sein.
Google untersucht die Ursache
Google räumte die technischen Schwierigkeiten über seine Status-Seiten ein und arbeitete an der Behebung. Die betroffene Infrastruktur befindet sich in der Region London; Ursache und internationales Ausmaß der Schäden wurden weiter analysiert.
Auch bei der Bank ING waren Dienste beeinträchtigt. Ein Sprecher erklärte, dies sei nicht auf die Google-Störung zurückzuführen, und teilte mit: «Alle unsere Services stehen unseren Kundinnen und Kunden wieder vollständig zur Verfügung.»
Ausmaß bleibt zunächst offen
Die Störungen wirkten über Großbritannien hinaus auf Nutzer in verschiedenen europäischen Ländern. Neben Finanzdiensten waren auch weitere Online-Angebote und Unternehmensanwendungen betroffen.
Der Ausfall zeigt, wie stark digitale Finanzdienste von wenigen großen Cloud-Infrastrukturen abhängen. Banken und Fintechs betreiben ihre Apps, Authentifizierungsdienste und Teile des Zahlungsverkehrs häufig nicht vollständig auf eigenen Servern. Fällt eine zentrale Plattform aus, können dadurch mehrere voneinander unabhängige Angebote gleichzeitig beeinträchtigt werden.
Besonders relevant ist die regionale Konzentration. Google nannte London als betroffene Infrastrukturregion; Störungen dort können auch Nutzer außerhalb Großbritanniens erreichen, wenn Anwendungen zentrale Dienste oder Datenverbindungen über diese Region nutzen. Für Kundinnen und Kunden kann sich das in fehlenden Kontozugriffen, abgelehnten Zahlungen oder verzögerten Transaktionen äußern.
Abhängigkeit von Cloud-Anbietern
Die Ereignisse rücken zugleich die Anforderungen an Ausfallsicherheit in den Vordergrund. Mehrere Rechenzentren, alternative Cloud-Anbieter und verfügbare Notfallverfahren können die Folgen eines technischen Defekts begrenzen, beseitigen aber nicht jede Abhängigkeit. Entscheidend ist außerdem, wie schnell Banken ihre Kunden informieren und auf Ersatzwege verweisen können.
Für Verbraucher bedeutet ein solcher Ausfall, dass digitale Konten und Karten nicht jederzeit verfügbar sein müssen. Bei dringenden Zahlungen können deshalb alternative Zahlungsmittel oder ein zweiter Zugang zu einem Konto hilfreich sein. Die konkrete Ursache und das internationale Ausmaß des Google-Ausfalls werden weiter untersucht.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ntv: „Störung sorgt für Probleme bei Google-Clouddiensten“ (20.10.2026)
Der Beitrag bestätigt die schweren Netzwerkstörungen in einem Londoner Google-Rechenzentrum und die Auswirkungen auf mehrere Clouddienste. Als zusätzlichen Schwerpunkt nennt er Nutzerberichte zu Problemen bei weiteren Finanz- und Onlineangeboten.
Euronews: „Digitale Bank Revolut weltweit gestört: Große Störung legt Dienst lahm“ (20.10.2026)
Der Artikel konzentriert sich auf die Folgen für Revolut-Kunden, darunter abgelehnte Zahlungen und fehlender Kontozugriff. Er stellt die internationale Reichweite der Beschwerden heraus; Ursache und Zeitpunkt der vollständigen Behebung bleiben offen.
Beide Beiträge ordnen London als Ausgangspunkt der Cloud-Störung und Revolut als besonders betroffenen Dienst ein. Der Schwerpunkt liegt bei ntv auf der technischen Infrastruktur und bei Euronews auf den unmittelbaren Folgen für Bankkunden.

