Google, DeepMind

Google DeepMind: Hassabis gibt CEO-Posten ab, Jeff Dean gründet Startup

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 20:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Alphabet kündigt umfassenden Umbau der KI-Führung an. Hassabis wird Chairman, Kavukcuoglu übernimmt. Jeff Dean gründet neues KI-Startup.

Alphabet: Hassabis gibt CEO-Posten ab, Jeff Dean verlässt Google
Modernes Büroinnenraum mit abstrakten Visualisierungen neuronaler Netze im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Google-Chef Sundar Pichai hat Anfang August 2026 einen umfassenden Umbau der Führungsspitze von Google DeepMind und dem Mutterkonzern Alphabet eingeleitet. Kernstück: Demis Hassabis gibt den CEO-Posten ab, langjährige Technik-Größen verlassen das Unternehmen.

Die Nachricht schlug am heutigen Sonntag hohe Wellen in der Tech-Branche – und ließ den Aktienkurs von Alphabet um bis zu fünf Prozent einbrechen. Für Deutschlands Digitalwirtschaft ist der Umbau ein wichtiges Signal: Googles KI-Entwicklungen prägen maßgeblich die europäische Tech-Landschaft, von Cloud-Diensten bis zu Open-Source-Modellen, auf die auch viele deutsche Start-ups setzen.

Hassabis wechselt in strategische Rolle

Demis Hassabis, bisheriger CEO von Google DeepMind, wird künftig als Chairman der Einheit und Chief Scientist von Alphabet fungieren. Damit verlässt der KI-Pionier die operative Frontlinie und übernimmt eine strategische Position im Mutterkonzern. Insider berichten, dass Hassabis zunächst einen vollständigen Abschied erwogen habe – gemeinsam mit anderen Spitzenkräften. Letztlich habe man ihn jedoch zu einem Verbleib im neu geschaffenen Chairman-Posten bewegen können, um Stabilität zu gewährleisten.

Die operative Verantwortung übernimmt Koray Kavukcuoglu, der zum Senior Vice President von Google DeepMind aufsteigt. Er wird künftig die täglichen Geschicke der KI-Einheit lenken. Zeitgleich verdichten sich Hinweise, dass Google-Mitgründer Sergey Brin wieder stärker in die strategische Ausrichtung der KI-Entwicklung eingreift.

Jeff Dean geht – und gründet mit Investoren-Unterstützung

Anzeige

Wer sich mit dem Einsatz solch wegweisender KI-Systeme befasst, muss heute auch die rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa genau kennen. Dieser kostenlose Report klärt darüber auf, welche Regeln die EU-KI-Verordnung für Unternehmen aufstellt und was jetzt konkret zu tun ist. Welche KI-Systeme gelten als Hochrisiko? Hier aufklären

Ein schwerer Verlust für den Konzern: Jeff Dean, 27 Jahre bei Google und als 30. Mitarbeiter eine Legende des Unternehmens, verlässt den Konzern. Seinen Abschied verkündete er auf ungewöhnliche Weise – mit Fotos seiner zurückgegebenen Firmenausstattung, inklusive Laptop und Mitarbeiterausweis.

Dean gründet gemeinsam mit Sanjay Ghemawat sowie den renommierten KI-Forschern Oriol Vinyals und Quoc Le das Startup Discovery Loop – eine Public Benefit Corporation, die sich der KI-Forschung widmen will. Neben Alphabet sollen auch die Wagniskapitalgeber Radical Ventures und Khosla Ventures zu den Hauptinvestoren zählen.

Beeindruckende Nutzerzahlen, angespannte Finanzen

Der Führungsumbau erfolgt in einer Phase massiven Wachstums: Die KI-App Gemini verzeichnet inzwischen mehr als 950 Millionen monatlich aktive Nutzer. Die offene Modellfamilie Gemma hat die Marke von 900 Millionen Downloads überschritten. Erst im Mai hatte Google auf der Entwicklerkonferenz I/O mit Gemini Omni ein multimodales Flaggschiff-Modell vorgestellt, das Text, Audio, Video und Bilder gleichzeitig verarbeitet.

Anzeige

Während die technologische Entwicklung rasant voranschreitet, sollten Unternehmen die Compliance nicht aus den Augen verlieren, um empfindliche Strafen zu vermeiden. Sichern Sie sich den kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act mit allen relevanten Übergangsfristen für Ihre IT- und Rechtsabteilung. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern

Doch die Finanzlage trübt das Bild: Im zweiten Quartal 2026 wies Alphabet einen negativen freien Cashflow von 5,9 Milliarden Dollar aus. Die Investitionsausgaben für das Gesamtjahr wurden auf 195 bis 205 Milliarden Dollar angehoben – ein klares Bekenntnis zum milliardenschweren KI-Wettlauf, der auch europäische Konzerne wie SAP oder die Telekom unter Zugzwang setzt.

Bemerkenswert am Rande: Bereits Ende Juni investierte Google DeepMind laut Berichten 75 Millionen Dollar in die Filmproduktionsfirma A24, um gemeinsam KI-Werkzeuge für die Filmbranche zu entwickeln.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69930822 |