Google Fotos: Immich sichert Smartphone-Bilder kostenlos auf dem Heimserver
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 01:54 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer kostenlose Speicherplatz von 15 GB bei Google Fotos stößt bei vielen Smartphone-Nutzern schnell an seine Grenzen. Da dieser Speicher auch für E-Mails und Clouddokumente genutzt wird, droht ohne Gegenmaßnahmen rasch der Umstieg auf ein kostenpflichtiges Google-One-Abonnement.
Ein aktueller Bericht thematisiert nun Alternativen zum Cloud-Abo, zu denen insbesondere die Einrichtung eines eigenen Foto-Dienstes auf einem Heimserver oder Netzwerkspeicher zählt.
Heimserver und Open-Source-Dienste als Alternative
Wer monatliche Gebühren umgehen möchte, kann die Bildverwaltung auf eigener Hardware betreiben. Eine Möglichkeit bietet beispielsweise die App Photos des NAS-Herstellers Synology, wenngleich Bewertungen im Google Play Store auf bestehende Probleme hinweisen.
Als Alternative wird die Open-Source-Lösung Immich hervorgehoben. Diese Anwendung ist kostenlos, bietet eine aufgeräumte Benutzeroberfläche und unterstützt automatisierte Hintergrund-Uploads vom Smartphone, sobald eine Verbindung zum Server besteht.
Funktionell orientiert sich Immich stark an Google Fotos: Über eine lokal auf dem Server ausgeführte künstliche Intelligenz lassen sich Aufnahmen nach erkannten Gesichtern oder Aufnahmeorten filtern.
Bei solchen selbst gehosteten Systemen liegt die Verantwortung für die Datensicherung allerdings vollständig beim Nutzer. Zudem zeigen Erfahrungen aus der Vergangenheit, dass sich selbst betriebene Software verändern kann.
So verlegte Plex Funktionen hinter eine Bezahlschranke, führte ein teureres Abo-Modell für Remote-Streaming ein und erhöhte den Preis für den lebenslangen Zugang. Auch MinIO entfernte im Jahr 2025 die Web-Oberfläche aus der kostenlosen Version, sodass für Homelab-Nutzer nur die Kommandozeile verblieb.
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Lokale Backups und Speicherhygiene
Neben Serverlösungen existieren einfache Methoden zur cloudfreien Sicherung von Smartphone-Aufnahmen. Dazu gehören externe Festplatten, die per USB-Kabel oder Adapter direkt an das Mobiltelefon angeschlossen werden, sowie die manuelle Übertragung auf einen Computer per Dateiverwaltung.
Bei Geräten mit erweiterbarem Speicher bieten sich zudem SD-Karten mit Adaptern an. Ergänzend kann dedizierte Backup-Software genutzt werden, die eine automatische Synchronisierung, Kompression und Verschlüsselung übernimmt. Experten raten dazu, manuelle Sicherungen je nach Aufnahmehäufigkeit wöchentlich oder monatlich zu wiederholen.
Vor einer Speichererweiterung empfiehlt sich zudem die Bereinigung des bestehenden Digitalbestands durch das Löschen alter Screenshots, misslungener Aufnahmen und Duplikate. Um lokalen Handyspeicher freizugeben, eignet sich Google Fotos gezielt zum Entfernen bereits in der Cloud gesicherter Kopien, während Google Drive flexibler für Dokumente ist.
Laufende Kosten kommerzieller Cloud-Anbieter
Ein Blick auf den Cloud-Markt zeigt, dass kostenlose Kontingente generell stark begrenzt sind. Während das Basis-Konto von Google One 15 GB bietet, stellen Proton Drive und Microsoft OneDrive dauerhaft 5 GB gratis bereit; Anbieter wie pCloud, STRATO HiDrive und Jottacloud bieten kein offiziell bestätigtes Gratis-Kontingent.
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Größere Speicheranforderungen führen schnell zu spürbaren Ausgaben. Proton Drive verlangt für 200 GB im Tarif Drive Plus 47,88 Euro pro Jahr, 500 GB kosten 119,88 Euro und der Duo-Tarif mit 2 TB für bis zu zwei Nutzer liegt bei 179,88 Euro jährlich.
Microsoft führte für OneDrive am 8. Oktober 2026 neue Pro-Abonnements mit geteilten 5 TB ein, während Google One bis zu 20 TB über Google AI Ultra anbietet. pCloud wiederum staffelt Angebote in 500 GB, 2 TB und 10 TB und hält vom 19. bis 31. Oktober 2026 Rabattaktionen für Zusatzfunktionen ab.
Eine unkoordinierte Kombination mehrerer Dienste wie iCloud, Google Workspace, OneDrive und Dropbox kann bei einem Gesamtvolumen von über 3 TB jährlich fast 800 US-Dollar kosten.
