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Google Fotos: KI-Bearbeitung per Sprachbefehl kommt nach Europa

25.06.2026 - 21:26:41 | boerse-global.de

Google bringt die KI-Fotobearbeitung "Edit with Ask Photos" nach Europa und erweitert Google Home um Kleidungs- und Größen-Erkennung.

Google Fotos: KI-Bearbeitung startet in Europa und Smart-Home-Update
Google - Minimalistischer Kleiderschrank mit ordentlich organisierter Kleidung, beleuchtet von einer holografischen Schnittstelle mit digitalen Kleidungsetiketten. 25.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Suchmaschinenriese bringt seine KI-gestützte Foto-Bearbeitung nach Europa und rüstet gleichzeitig das Smart-Home-System mit neuen Erkennungsfunktionen auf.

Ab sofort können Nutzer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien die Funktion "Edit with Ask Photos" nutzen. Die auf der hauseigenen Gemini-KI basierende Technologie erlaubt es, Fotos per Sprachbefehl zu bearbeiten oder gezielt in der eigenen Bildbibliothek zu suchen. Bislang war das Feature nur in den USA, Indien, Japan und Australien verfügbar.

Natürliche Sprache statt komplizierter Menüs

Die Neuerung richtet sich an die 1,5 Milliarden Nutzer des Google-Foto-Dienstes. Statt durch Untermenüs zu navigieren, reicht künftig eine einfache Texteingabe – etwa „Entferne die Spiegelung" oder „Zeig mir alle Bilder vom letzten Strandurlaub". Die KI analysiert den Bildinhalt und setzt die Anweisung um.

Parallel dazu arbeitet Google an sogenannten "Moods" – acht KI-Filtern wie „Crisp 35mm" oder „2000's cinema", die Lichtverhältnisse und Farben automatisch analysieren und das Bild entsprechend optimieren sollen.

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Smarte Kameras erkennen Kleidung und Körpergröße

Auch das Smart-Home-System Google Home bekommt ein Update. Version 4.20, ausgerollt am 23. Juni, erweitert die Funktion „Familiar Faces" (bekannte Gesichter). Die Software kann Personen nun nicht nur am Gesicht erkennen, sondern auch an Körpergröße und Kleidungsfarbe. Das eröffnet neue Möglichkeiten für personalisierte Benachrichtigungen – etwa: „Dein Nachbar im roten Pullover steht vor der Tür."

Der Trend zur KI-Modeberatung

Google bewegt sich mit diesen Neuerungen in einem hart umkämpften Markt. Erst am 24. Juni brachte Meta neue KI-Werkzeuge für Facebook heraus, mit denen Nutzer Kleidung, Frisuren und Accessoires auf ihren Fotos ändern können.

Der Mode-Abo-Dienst Stitch Fix meldete am 25. Juni für das dritte Quartal 2026 einen Umsatz von rund 313 Millionen Euro – ein Plus von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen setzt verstärkt auf KI: Die Plattform „AI Vision" ermöglicht es den 2,3 Millionen aktiven Kunden, Outfits digital anzuprobieren. Sogar der Disney Store zog nach und launchte am 23. Juni einen KI-gestützten persönlichen Shopping-Assistenten für seine iOS-App.

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Abo-Modelle und Datenschutz

Die fortschrittlichen KI-Features sind nicht kostenlos. Während Google Fotos weiterhin 15 Gigabyte Speicherplatz gratis anbietet, verlangt der Konzern für die Premium-KI-Funktionen ein Google-One-AI-Premium-Abo für umgerechnet rund 18 Euro im Monat. Seit Juni 2021 hat Google zudem den unbegrenzten Gratisspeicher für die meisten Nutzer abgeschafft – einzig Besitzer des ursprünglichen Pixel-Smartphones von 2016 genießen lebenslang unbegrenzten Speicher.

Die Privatsphäre bleibt gewahrt: Bilder werden standardmäßig nicht für Werbezwecke genutzt. Allerdings weist Google darauf hin, dass inaktive Konten nach zwei Jahren gelöscht werden können.

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