Google Health 5.11: Automatische Sporterkennung wĂ€chst auf ĂŒber 100 AktivitĂ€ten
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 13:14 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Technologiekonzern Google hat mit der Verteilung der Version 5.11 seiner Anwendung Google Health fĂŒr Android und iOS begonnen. Die Auslieferung erfolgt gestaffelt und soll sich je nach Netzanbieter und EndgerĂ€t ĂŒber einen Zeitraum von rund einer Woche erstrecken.
WÀhrend die App auf Apple-GerÀten bereits weitgehend bereitsteht, lÀuft der Rollout auf Android-Smartphones schrittweise in mehreren Wellen unter dem Schwerpunkt einer erweiterten, lernfÀhigen AktivitÀtserkennung.
Deutlich erweiterte automatische Sporterkennung
Kernbestandteil der aktualisierten Software ist der sprunghafte Ausbau der automatischen Trainingserfassung von zuvor zehn auf nun mehr als 100 verschiedene AktivitÀten. Dazu zÀhlen unter anderem Krafttraining, Schwimmen, SchlÀger- und Mannschaftssportarten, Trainings auf KardiogerÀten, Golf sowie hochintensives Intervalltraining.
Die Funktion steht auf den Smartwatches Fitbit Air sowie der Pixel Watch in den Generationen 3, 4 und 5 zur VerfĂŒgung. Das Modell Fitbit Edge soll das Feature pĂŒnktlich zum geplanten Verkaufsstart am 27. Oktober 2026 erhalten.
Nach Angaben des Herstellers, die auf einer internen Offline-Evaluierung basieren und nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft wurden, arbeitet die Erkennung fast doppelt so prĂ€zise wie zuvor und halbiert die Zahl verpasster Trainingseinheiten mehr als.
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Die automatische Protokollierung greift standardmĂ€Ăig ab einer Trainingsdauer von 15 Minuten bei kontinuierlich erhöhtem Puls. Eine Zusammenfassung der Trainingseinheit wird meist innerhalb von 30 Minuten nach dem Ende der AktivitĂ€t bereitgestellt.
FĂŒr die Klassifizierung nutzt das System kontextuelle Logik, bestehende Trainingsgewohnheiten, historische Daten sowie manuelle Korrekturen. Sofern die entsprechende Freigabe erteilt wurde, flieĂt auch der Standort ein. Nutzer können die erfassten Einheiten bestĂ€tigen oder anpassen, wodurch die Algorithmen individuelle Muster schrittweise hinzulernen.
Neue Funktionen fĂŒr Abonnenten und verbesserte Schlafanalyse
Im Zusammenspiel mit den Modellen Fitbit Air und Fitbit Edge fĂŒhrt Google zudem die Funktion Health Guardian ein, die allerdings ein kostenpflichtiges Abonnement von Google Health Premium voraussetzt. Nutzer erhalten damit monatliche Ăbersichten sowie eine automatisierte Beratung durch den Google Health Coach.
Bei durchgehendem Tragen an mindestens fĂŒnf aufeinanderfolgenden Tagen im Oktober ermittelt die Anwendung Trends beim Blutdruck; fĂŒr Auswertungen zur Insulinresistenz ist das Tragen an mindestens sieben Tagen und NĂ€chten im selben Monat erforderlich. Erste entsprechende Berichte sollen Anfang November vorliegen.
Google betont, dass die Insulinresistenz-Berechnungen auf einem Sensormodell basieren, das mit Daten von fĂŒnf Millionen Nutzern aus ĂŒber einer Milliarde Minuten Nutzungszeit trainiert und im Fachjournal Nature klinisch validiert wurde.
FĂŒr die Blutdrucktrends kommt das Modell WavesFM zum Einsatz. Das Unternehmen weist ausdrĂŒcklich darauf hin, dass die Funktion keinen diagnostischen, therapeutischen oder Vorsorgezwecken dient und kein Screening auf Bluthochdruck, Diabetes oder Schlafapnoe darstellt.
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Abgerundet wird das Update durch Anpassungen beim Glukose-Management und der SchlafĂŒberwachung. Die BenutzeroberflĂ€che nutzt kĂŒnftig die Bezeichnung Glukose statt Blutglukose und gestattet individuelle Zielbereiche fĂŒr die Verweildauer.
In den USA wird zudem die Synchronisation mit dem Biosensor Lingo von Abbott fĂŒr Personen ab 18 Jahren unterstĂŒtzt, bei der Messwerte nach einer 24-stĂŒndigen AufwĂ€rmphase innerhalb von 30 Minuten in der App erscheinen. Bei der Schlafanalyse helfen Schrittdaten kĂŒnftig dabei, kurze Wachphasen prĂ€ziser abzugrenzen, wĂ€hrend fehlerhaft erkannte Nickerchen manuell entfernt werden können.
