Google Maps: Versteckte Tunnel-Funktion muss auf Android aktiviert werden
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 13:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei Fahrten durch längere Straßentunnel stoßen Navigationssysteme regelmäßig an technische Grenzen: Sobald der Kontakt zu Satelliten abreißt, friert die Positionsanzeige ein oder die Wegführung wird ungenau.
Nutzer und Berichte machen nun auf eine wenig bekannte Einstellung in Google Maps aufmerksam, mit der sich dieses Problem umgehen lässt. Die Funktion verbessert die Zuverlässigkeit und Präzision der Navigation bei Tunnel-Passagen deutlich, bleibt vielen Autofahrern jedoch verborgen.
Bluetooth-Sender springen bei GPS-Ausfall ein
Grundlage für die verbesserte Ortung unter der Erde ist der Rückgriff auf Bluetooth-Technologie. Wenn das herkömmliche GPS-Signal im Tunnel abreißt, kann Google Maps auf sogenannte Bluetooth-Beacons zugreifen. Diese kleinen Sender ermöglichen es der Navigations-App, den aktuellen Standort des Fahrzeugs weiterhin präzise zu bestimmen und die Route nahtlos fortzuführen.
Die für diesen Dienst genutzte Infrastruktur ist nicht neu. Die in den Röhren montierten Beacons stammen vom Navigationsdienst Waze. Sie sind bereits weltweit in zahlreichen Straßentunneln installiert, um die dortige Streckenführung zu unterstützen. Durch die Verknüpfung kann nun auch Google Maps die bestehende Beacon-Hardware nutzen, um Versorgungslücken im unterirdischen Straßennetz zu schließen.
Manuelle Aktivierung auf Android-Geräten erforderlich
Dass viele Nutzer von dieser Möglichkeit nichts wissen, liegt an den Grundeinstellungen der Anwendung. Die Tunnel-Funktion ist in Google Maps standardmäßig deaktiviert. Wer von der stabileren Ortung profitieren möchte, muss das Feature in den Einstellungen der App selbst einschalten.
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Dafür ist neben der Aktivierung innerhalb des Menüs auch die Erteilung der entsprechenden Bluetooth-Berechtigung auf dem Smartphone notwendig. Erst wenn das Betriebssystem der Anwendung den Zugriff auf Bluetooth-Verbindungen in der Umgebung gestattet, kann Google Maps die Signale der installierten Beacons während der Fahrt empfangen und auswerten.
Verfügbarkeit bislang auf Android beschränkt
Einschränkungen gibt es derzeit noch bei den unterstützten Plattformen. Die Option zur Nutzung der Tunnel-Beacons steht gegenwärtig ausschließlich Nutzern von Android-Smartphones zur Verfügung.
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Wann auch Nutzer von Apple-Geräten Zugriff auf das Ausweichsignal erhalten, bleibt offen. Ein genauer Zeitpunkt für eine Umsetzung der Funktion innerhalb der iOS-Version für das iPhone ist bisher nicht bekannt. Android-Nutzer können das Feature hingegen bereits einrichten, um Abzweigungen und Ausfahrten in komplexen Tunnelanlagen künftig ohne Verzögerung angezeigt zu bekommen.

