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Google Play Store: 224 bösartige Apps umgehen Sicherheitschecks

Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 03:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Smishing-FĂ€lle steigen um 146 Prozent, Trojaner Dolphin X mit 300 Funktionen entdeckt. BKA und FBI zerschlagen Phishing-Dienst Kratos.

Google Play Store: Hunderte Schad-Apps und Smishing-Welle 2026
Ein Smartphone-Bildschirm mit einer digitalen Warnmeldung in einem dunklen, technologisch gestalteten Serverraum. Illustration mit AI erstellt.

Trotz automatisierter Sicherheitschecks haben hunderte bösartige Apps den Google Play Store infiltriert. Die Zahl der Smishing-FÀlle schoss um 146 Prozent in die Höhe.

Trojaner mit 300 Funktionen entdeckt

Die Sicherheitslage fĂŒr Smartphone-Nutzer hat sich im ersten Halbjahr 2026 drastisch verschĂ€rft. Neben SMS-Betrug stiegen auch BetrugsfĂ€lle in deutschen Webshops um 134 Prozent. Fernzugriffstrojaner legten um 69 Prozent zu.

Besonders perfide: Der Trojaner Dolphin X. Er verfĂŒgt ĂŒber mehr als 300 Funktionen und extrahiert Daten aus hunderten Apps sowie ĂŒber 160 verschiedenen Krypto-Wallets.

Parallel dazu treibt die RedHook-Malware ihr Unwesen. Sie setzt auf KI-gesteuertes Phishing und Social Engineering, um Nutzer zur Installation unbefugter APK-Dateien zu bewegen. Die Malware nutzt Barrierefreiheitsdienste und drahtlose Debugging-Schnittstellen (ADB), um Bildschirminhalte zu streamen, Tastatureingaben aufzuzeichnen oder heimlich die Kamera zu aktivieren.

Ermittlungserfolge gegen Cyberkriminelle

Das Bundeskriminalamt (BKA) und das FBI zerschlugen im Juli den Phishing-Dienst Kratos. Die Infrastruktur umfasste rund 200 Server, ĂŒber die monatlich etwa 15.000 Kampagnen liefen. Entwickler wurden in Indonesien festgenommen.

Ein weiterer Fall: manipulierte Videospiele. Zwischen Mai 2024 und Februar 2026 infizierten Titel wie BlockBlasters oder PirateFi rund 8.000 GerÀte. Die TÀter leerten Krypto-Wallets im Gesamtwert von mindestens 220.000 US-Dollar. Ein TatverdÀchtiger aus Florida wurde angeklagt.

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Google verschÀrft Sideloading-Regeln

Google reagiert mit weitreichenden Änderungen am Android-Betriebssystem. Bis Ende 2026 soll eine Verifizierungspflicht fĂŒr Entwickler kommen. Apps außerhalb des Play Stores (Sideloading) benötigen dann eine BestĂ€tigung, bevor sie auf zertifizierten GerĂ€ten installiert werden können. Unverifizierte Anwendungen sollen blockiert werden.

Die Durchsetzung ĂŒbernimmt eine System-App namens Android Developer Verifier. Technisch versierte Nutzer können weiterhin ĂŒber die ADB-Schnittstelle Anpassungen vornehmen. Doch Berichte ĂŒber die SicherheitslĂŒcke CVE-2026-0073 deuten darauf hin, dass Google auch den Zugriff auf gerĂ€teinterne Debugging-Funktionen einschrĂ€nken könnte.

Das raten Experten

Angreifer nutzen zunehmend Text Salting – unsichtbare Textbausteine, die KI-basierte Sicherheitsfilter tĂ€uschen. Die EuropĂ€ische Zentralbank hat Bankinstitute aufgefordert, bis Oktober 2026 AktionsplĂ€ne vorzulegen.

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WĂ€hrend Google die Sideloading-Regeln verschĂ€rft, bleiben regelmĂ€ĂŸige System-Updates die wichtigste Verteidigungslinie gegen neue SicherheitslĂŒcken wie CVE-2026-0073. Erfahren Sie in diesem kostenlosen PDF-Report, wie Sie durch die richtigen Android-Updates Datenverlust und Malware dauerhaft verhindern. Kostenlosen Android-Update-Ratgeber herunterladen

FĂŒr Nutzer heißt das: Google Play Protect aktivieren, Apps nur aus offiziellen Quellen installieren. E-Mails kritisch prĂŒfen – Gruppen wie Laundry Bear nutzen verstĂ€rkt Zero-Click-Exploits. Bereits das Öffnen einer Nachricht kann zur Infektion fĂŒhren. Ein Patch fĂŒr betroffene Web-Client-Systeme steht seit Ende 2025 bereit.

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