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Google Play Store ab 30. Juni: Externe Zahlungen, nur 10% Gebühr

27.06.2026 - 01:07:07 | boerse-global.de

Google integriert Gemini-KI in die Play Store-Suche und senkt ab Juli die Provision für Entwickler auf zehn Prozent.

Google Play Store Update: KI-Suche und neue Gebühren
Google - Leuchtendes Google Play-Logo über Smartphone-Bildschirm mit App-Icons, verbunden durch KI-Netzwerklinien mit Gemini-AI-Logo. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Künstliche Intelligenz soll die App-Suche revolutionieren, während neue Gebührenmodelle für Entwickler in Kraft treten.

Gemini-KI durchforstet den App Store

Google hat am 26. Juni 2026 eine Reihe von Neuerungen für seinen Play Store vorgestellt. Das Herzstück: die Integration der hauseigenen KI Gemini direkt in die Plattform. Ab Ende Juni können Android-Nutzer mit der Gemini-App per natürlicher Sprache nach Apps suchen. Statt durch Kategorien zu blättern, reicht eine einfache Frage: „Welche Meditations-App hilft beim Einschlafen?" oder „Zeig mir Produktivitätstools für unterwegs."

Die KI versteht kontextbezogene Rückfragen und kann sogar direkt In-App-Käufe oder Abonnements abschließen. Ein neues Feature namens „Ask Play" ergänzt die Suche um ein intelligentes Overlay, das Nutzerfragen beantwortet. Besonders praktisch: „Ask Play Highlights" liefert automatisch generierte Zusammenfassungen in den Suchergebnissen. So erkennen Nutzer auf einen Blick, ob eine App ihren Bedürfnissen entspricht.

Versteckte Wunschliste entdeckt

Ein kleines, aber feines Detail wurde ebenfalls am 26. Juni im Play Store gefunden: eine versteckte Wunschlisten-Funktion. Nutzer können Apps über ein Menü auf der jeweiligen Detailseite speichern und später in ihrer Bibliothek unter den Profileinstellungen wiederfinden. Ein Feature, das viele Nutzer schon lange vermisst haben.

Neue Finanz-App und Produktivitäts-Boom

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Bereits am 25. Juni startete eine neue Google Finance-Anwendung für Android. Sie bietet Portfolio-Tracking, Marktberichte und ein KI-gestütztes Recherche-Tool. Das Timing ist kein Zufall: Produktivitäts-Apps boomen derzeit. PDF-Reader und Dokumenten-Manager gewinnen in regionalen Märkten an Bedeutung. Für Nutzer, die Alternativen zum offiziellen Store suchen, bieten unabhängige Plattformen wie F-Droid weiterhin spezialisierte Tools – etwa Offline-Notiz-Apps oder Inventarverwaltung.

Neue Gebühren: Schluss mit der 30-Prozent-Steuer

Doch Google dreht nicht nur an der Nutzererfahrung, sondern auch an den wirtschaftlichen Stellschrauben. Ab dem 30. Juni 2026 dürfen Entwickler in den USA, Großbritannien und dem Europäischen Wirtschaftsraum externe Bezahlsysteme nutzen. Das ist eine kleine Revolution.

Die Servicegebühr sinkt auf 10 Prozent für die ersten eine Million Euro Jahresumsatz. Darüber hinaus wird es gestaffelt: 20 Prozent für Neuinstallationen, 25 Prozent für bestehende Installationen. Wer weiterhin Googles eigenes Abrechnungssystem nutzt, zahlt einen Aufschlag von fünf Prozent. Ein cleverer Schachzug, um Entwickler bei der Stange zu halten.

Qualitätsoffensive im Herbst

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Für den 30. September 2026 plant Google zwei neue Programme: „Games Level Up" und „Apps Experience". Sie folgen auf neue Richtlinien vom 24. Juni, die bestimmte App-Kategorien zu regelmäßigen qualitätsgesicherten Inhalts-Updates verpflichten. Wer nicht liefert, verliert seinen Status auf der Plattform. Die globale Einführung der neuen Gebühren- und Abrechnungsmodelle soll bis zum 30. September 2027 abgeschlossen sein.

Bleibt die Frage: Werden die neuen KI-Features die App-Flut tatsächlich bändigen – oder wird es nur noch einfacher, die Nadel im Heuhaufen zu übersehen?

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